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RISIKO MANAGER 22.2015

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10 Ausgabe 22/2015 wie

10 Ausgabe 22/2015 wie die zugrunde liegende System-Architektur die Datenflüsse unterstützt. Ergebnis ist ein erheblicher Transparenzgewinn für das Unternehmen, da nun Redundanzen und Inkonsistenzen zutage treten. Auf Basis dieser Analyse lassen sich Handlungsfelder für das Finanzinstitut identifizieren und mögliche Maßnahmen ableiten, die in eine risiko- und aufwandsgewichtete Reihenfolge zu bringen sind (siehe t Abb. 03). Technische Umsetzung abhängig von IT-Strategie Zur Unterstützung der Datenflüsse in einer lizenzkonformen und effizienten Marktdatenverwaltung kann die Systemarchitektur im Wesentlichen auf zwei Alternativen aufsetzen: Standardsoftware, wie beispielsweise AssetControl, oder eine Eigenentwicklung. Beide Ansätze haben unter Kostenund Leistungsaspekten ihre Vor- und Nachteile. Die Entscheidung über die technische Umsetzung ist eine Frage der IT-Strategie und Architektur und steht meist schon vor der Marktdatenanalyse fest. Die Analyse allerdings kann durch keine technische Entscheidung ersetzt werden und ist aus fachlicher Sicht erforderlich. Unabhängig von der technischen Grundsatzentscheidung wird dem Institut und seinen Abteilungen bei beiden Lösungen ein zentraler Datenpool zur Verfügung gestellt, der einen bedarfsgerechten Informationsabruf durch die Abnehmer ermöglicht. Die davor bestehende Vielzahl von Schnittstellen der einzelnen Abteilungen über Punkt-zu-Punkt-Verbindungen zu Marktdatenanbietern wird im Zuge dieser Umsetzung größtenteils aufgelöst (siehe t Abb. 04). Dabei macht es Sinn, die wichtigsten Lizenzbedingungen (zum Beispiel Recht auf externe Weitergabe an Kunden) direkt bei den abgefragten Daten als Zusatzinformation zu hinterlegen, um die Abnehmer weiter zu sensibilisieren. Die entstandene Transparenz sollte an zentraler Stelle ausgewertet werden, um weitere Effizienzgewinne, wie die Vermeidung von Mehrfachlizensierungen, zu heben. Daher ist es essentiell, neben den Systemen auch die Prozesse für Bestellung und Lizensierung von Markt- und Stammdaten in einer separaten Einheit zu zentralisieren. Dort laufen die Informationen über Verträge und Lizenzbedingungen zusammen und können ganzheitlich für den Konzern betrachtet und laufend optimiert werden. Generelle Grundlage für jede Optimierung ist, mehr Transparenz und Verständnis bei den Mitarbeitern zu Produkten, Kosten und Lizenzvorgaben zu schaffen. q Fazit Banken und KVGen sind im Tagesgeschäft auf Markt- und Stammdaten angewiesen und geben jährlich zweistellige Millionenbeträge dafür aus. Doch hier lauern Gefahren: Wenn Mitarbeiter aus Unwissenheit gegen die Nutzungsbedingungen verstoßen, ahnden Datenlieferanten Lizenzverstöße zunehmend strenger. Die Finanzinstitute riskieren bis zu siebenstellige Strafen und bisweilen eine Abschaltung der Datenversorgung. Abhängig von der Schwere der Verstöße können diese das jährliche Marktdatenbudget eines Instituts um bis zu zehn Prozent erhöhen. Die Einführung eines zentralen, lizenzkonformen Marktdatenmanagements hilft, millionenschwere Risiken zu umgehen und darüber hinaus Kosten zu sparen. Ergebnis des Projekts sind die zentralisierten Markt- und Stammdatenprozesse. Die Marktdatenanalyse rechnet sich schnell. Setzt ein Finanzinstitut während des laufenden Projekts sogenannte Quick Wins konsequent um, sprich kurzfristig realisierbare Maßnahmen, kann es das Projekt im Idealfall nicht nur refinanzieren, sondern Einsparungen von bis zu 150 Prozent der Projektkosten erzielen. Solche Maßnahmen können zum Beispiel der Verzicht auf Echtzeitkurse, die Rückgabe nicht mehr benötigter Lizenzen und die Umstellung auf zentrale Terminals sein. Zusätzlich stehen als Projektergebnis identifizierte Handlungsoptionen zur Verfügung, die darüber hinaus weitere Einsparmöglichkeiten eröffnen, wie zum Beispiel die Optimierung der Lizenzkosten durch einen partiellen oder kompletten Umstieg auf andere Marktdatenanbieter. Autoren: Daniel Spitschan und Stefan Schlapp, Cofinpro AG Schnittstellenreduktion durch Punkt-zu-Punkt-Verbindungen t Abb. 04

Immer im Bilde mit 11 Ausgabe 18/2015 Nachlese Zukünftige Risikomanager in historischem Ambiente W ie werden quantitative Methoden des Risikomanagements eingesetzt? Was sind aktuelle Forschungsfragen? Und wie werde ich eigentlich Risikomanager? Studierende der Technischen Universität München, Universität Augsburg und Universität Siegen trafen sich mit Forschern und Praktikern zum Workshop „Frontiers in Risk Management“ am 8. und 9. Oktober 2015 im historischen Ambiente von Schloss Reisensburg bei Günzburg, um sich diesen Fragen zu nähern. Als Auftakt moderierte Luis Seco (Professor an der University of Toronto, C.E.O. von Sigma Analysis & Management) ein interaktives Theaterstück. Es wurde ein kanadischer Hedgefond gegründet, welcher Swaps auf Schneehöhen handelbar macht. Die Teilnehmer nahmen verschiedene Rollen an (Hedgefond Analyst, Skiresort-Manager, Investor, Anwalt, etc.) und lernten interaktiv – und durch zahlreiche Anekdoten ausgeschmückt – die Hintergründe des Hedgefond-Geschäfts kennen. Diskutiert wurde, wie ein Swap auf Schneehöhen in Toronto gegen Schneehöhen des Ski-Resort Mont Tremblant bewertet werden kann und welche juristischen und praktischen Interessenskonflikte in der Vertragsformulierung zu lösen sind. Analysiert wurde weiter, welche (Wetter-)Risiken bestehen, ob diese diversifiziert werden können, wie die Risikoübernahme des Investors vergütet werden soll und wie das Kreditrisiko das Gesamtbild beeinflusst. Nach der Mittagspause trug Wolfgang Klopfer (Vorsitzender der Geschäftsführung der XAIA Investment GmbH) zum Thema „Risikomanagement aus Sicht des Praktikers anhand ausgewählter Beispiele“ vor. Es wurden – ausgehend von den Fundamentalsätzen der Optionspreistheorie und der Feynman-Kac-Formel – Hedging- Strategien hergeleitet und deren Umsetzung diskutiert. Erklärt wurde anhand historischer Beispiele, wann diese Strategien funktionierten und wann wiederum nicht. Die Grenzen der mathematischen Modellierbarkeit wurden im Bereich juristischer Risiken deutlich. Es wurden Kreditmärkte

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