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RISIKO MANAGER 20.2015

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RISIKO MANAGER ist die führende Fachzeitschrift für alle Experten des Financial Risk Managements in Banken, Sparkassen und Versicherungen.

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22 firm Frankfurter Institut für Risikomanagement und Regulierung Wissenschaft Förderung für Juniorprofessor der Universität Heidelberg Der junge Wissenschaftler Jonas Dovern (Makroökomomik) von der Universität Heidelberg wurde für eine Förderung im Juniorprofessuren-Programm des baden-württembergischen Wissenschaftsministeriums ausgewählt. Dovern thematisiert in seinem Projekt die Auswirkungen von Rezessionen auf das Produktionspotenzial von Volkswirtschaften. Dabei geht es insbesondere um die Verbesserung von Messmöglichkeiten und die Frage, ob Wirtschaftspolitik die langfristigen Auswirkungen von Rezessionen abmildern kann. Hintergrund des Projekts ist, dass die Dynamik von Konjunkturzyklen und langfristigen Wachstumsraten von Volkswirtschaften in den derzeit gängigen makroökonomischen Modellen unabhängig voneinander analysiert werden. Die Zeit seit der großen Wirtschaftskrise von 2008/10 legt aber nahe, dass sich Ökonomien in manchen Fällen nicht vollständig von einer tiefen Krise erholen. Jonas Dovern gehört dem Alfred-Weber-Institut für Wirtschaftswissenschaften an. Weitere Informationen unter: www.mwk.baden-wuerttemberg.de CMS Compliance-Barometer 2015: Luft nach oben beim Thema Compliance Das Thema Compliance ist noch nicht in allen großen deutschen Unternehmen ausreichend professionalisiert. Das ist eine der Kernaussaggen der branchenübergreifenden Studie „CMS Compliance-Barometer“ der Wirtschaftskanzlei CMS Deutschland. Zwar sei das Thema Compliance mittlerweile immer fester in Unternehmen verankert, dennoch bestehe nach Aussagen von CMS weiterhin Verbesserungsbedarf. Überraschend ist für die Studienmacher, dass nach Einschätzung vieler mittelständischer Unternehmen (500 bis 999 Mitarbeiter) kartellrechtliche Fragen und Korruption als Compliance-Themen eine eher untergeordnete Rolle spielen. Demgegenüber ist nach Studienergebnissen der Datenschutz das größte Compliance-Risiko. In Großkonzernen werden hingegen Korruptions- und Kartellverstöße und die damit verbundenen hohen Bußgelder als größte Risiken eingeschätzt. Für die Studie wurden Compliance-Verantwortliche aus 175 großen Unternehmen (mindestens 500 Mitarbeiter) anonym befragt. Weitere Informationen unter: www.cms-hs.com Fotos: SAFE, ifo institut SAFE Policy Paper: Keine Insolvenzverschleppung der EZB Ein Thema, zwei konträre Meinungen: Jan Peter Krahnen und Hans-Werner Sinn zu den ELA-Notkrediten der EZB Eine aktuelle Untersuchung zum Thema „Waren die ELA-Notkredite der EZB für griechische Banken eine Konkursverschleppung?“ (SAFE Policy Paper) zeigt, dass die Notfallkredite der Europäischen Zentralbank (EZB) für griechische Banken keine „Insolvenzverschleppung“ bedeuteten. Hintergrund ist, dass die EZB griechischen Banken im Rahmen des Emergency Liquidity Assistance-Programms (ELA) in den letzten Monaten mehr als 90 Milliarden Euro an Liquiditätshilfen zur Verfügung gestellt hat. Dies geschah, um Pleiten aufgrund der Krisenreaktion griechischer Bankkunden zu verhindern. Im Zuge dessen wurde der Vorwurf laut, dass die EZB Insol- venzverschleppung betreibe. Die Ökonomen Martin Götz, Rainer Haselmann, Jan Pieter Krahnen (Forschungszentrum SAFE, Goethe- Universität Frankfurt) und Sascha Steffen (ESMT) argumentieren in dem Papier, dass die griechischen Banken nach allen vorliegenden Daten mit ausreichend Kapital ausgestattet seien und damit als solvent gelten können. Die massiven Kapitalabflüsse in den letzten Monaten durch griechische Anleger seien allein auf die politische Unsicherheit zurückzuführen und nicht auf grundsätzliche Bedenken in Bezug auf das Geschäftsmodell einzelner Institute. Dem gegenüber bezeichnete Ifo-Präsident Hans-Werner Sinn die Politik der ELA-Kreditvergabe an Griechenland schon vor Monaten als Insolvenzverschleppung und Lizenz zum Gelddrucken. „In Wahrheit ist der griechische Staat pleite und die Banken sind pleite", sagte Sinn bereits Ende Juni gegenüber der Nachrichtenagentur Reuters. Die Autoren des Policy Paper sehen darüber hinaus Handlungsbedarf in puncto größerer Transparenz. Damit die Marktteilnehmer komplexe Situationen in Zukunft schneller angemessen beurteilen können, fordern die Autoren die EZB auf, mehr Daten über die aktuelle Lage der Banken offenzulegen und Transparenz zu schaffen. Beispiele wären die Veröffentlichung von Stresstest-Ergebnissen sowie mehr Informationen über ELA-Entscheidungen. Dies sei insbesondere angesichts der derzeitigen institutionellen Strukturen der Eurozone von Bedeutung. Zumal die Zentralbank in eine Position geraten kann, in der ihr Vorgehen als eine Vorwegnahme des politischen Entscheidungsprozesses interpretiert werden könnte. Weitere Informationen unter: www.hof.uni-frankfurt.de

firm Frankfurter Institut für Risikomanagement und Regulierung 23 Ausgabe 20/2015 Regulierungstrends Foto: European Commission TTIP, CETA und kein Ende Für EU-Handelskommissarin Cecilia Malmström soll das geplante Schieds- einem Handelsgericht weichen. TTIP und CETA erhitzen auch weiterhin die Gemüter. Während Befürworter des Freihandelsabkommens TTIP unter anderem vom „billigsten Konjunkturprogramm für Europas Wirtschaft“ sprechen (Joe Kaeser, Vorsitzender des Vorstands der Siemens AG), lassen die Kritiker nicht locker. Nach Aussagen von LobbyControl hat die gewerkschaftsnahe Arbeiterkammer (die Arbeiterkammer ist ein aus Österreich stammender gewerkschaftsnaher Think Tank, Anmerkung der Redaktion) „ein Rechtsgutachten zu regulatorischer Zusammenarbeit im TTIP-Abkommen mit den USA und im CETA-Abkommen mit Kanada erstellen lassen. Beauftragt wurden drei Wissenschaftler, darunter der Göttinger Professor für Völkerrecht und Europarecht Tobias Stoll.“ Das Gutachten schlussfolgert, dass eine regulatorische Zusammenarbeit die demokratische Souveränität der EU, der EU-Mitgliedstaaten und der USA gefährde. EU-Handelskommissarin Cecilia Malmström hat im Rahmen einer Pressekonferenz am 16. September nun davon gesprochen, dass die bisher angedachten Schiedsgerichte zur Schlichtung von Investorenstreitigkeiten mit Staaten einem richtigen Handelsgericht weichen sollen. Installiert werden solle das Ganze von der EU und den USA. Beispielsweise drohte das Kreditkartenunternehmen VISA mit dem Rückzug. Andere Förderer, wie Coca Cola und Hyundai, sind besorgt, ob der teils chaotischen Verhältnisse und Intransparenz bei der Fifa. Auf alle Fälle nimmt die Fifa Schaden und muss einen hohen Reputationsverlust verkraften. DK gegen Vergemeinschaftung der Einlagensicherung Nach einer aktuellen Mitteilung sei für die Deutsche Kreditwirtschaft (DK) jede Form der Europäisierung der Einlagensicherung nicht zielführend. In einer Stellungnahme hierzu heißt es: „Eine mögliche Transferunion lehnen wir entschieden ab. Die DK unterstützt vorbehaltlos die Bundesregierung in ihrer wiederholt geäußerten Kritik an weiteren Schritten zur Koppelung oder gar Vergemeinschaftung der Einlagensicherungssysteme in der EU.“ Nach Worten der DK-Verantwortlichen würde im Fall einer „Vergemeinschaftung der Einlagensicherung“ das Vertrauen der Bürger in die Verlässlichkeit der vorhandenen Einlagensicherungssysteme leichtfertig aufs Spiel gesetzt. Und das sei für die Finanzmarktstabilität in Deutschland nachteilig. Nach einem Bericht des Handelsblatts vom 12. September 2015 stemme sich Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble gegen eine europäische Einlagensicherung. „Ein internes Papier des Bundesfinanzministeriums warnt davor, jetzt eine Diskussion über die gemeinsame Einlagensicherung zu starten. Dies sei „inakzeptabel“. Es ist nicht damit zu rechnen, dass das Vorhaben schnell vorankommt“, so das Handelsblatt weiter. Hintergrund: Die Präsidenten der Europäischen Kommission, der EZB, des Europäischen Parlaments, des Rats und der Eurogruppe haben im Sommer Pläne über die langfristige Entwicklung der Wirtschafts- und Währungsunion vorgelegt, wobei ein Aspekt die Vergemeinschaftung der Einlagensicherungssysteme in Europa darstellt. Weitere Informationen unter: www.bankenverband.de FIFA und Compliance: Zwei, die sich nicht vertragen „Compliance-Chef will Fifa-Exekutivkomitee auflösen“, war jüngst in der FAZ zu lesen und meint, dass Domenico Scala, seines Zeichens Compliance-Verantwortlicher beim Internationalen Fußballverband Fifa, nun hart durchgreifen will. Ob das gelingt, ist eine andere Frage. Mit einem „Acht-Punkte-Reformplan“ geht Scala ins Rennen – darunter mit der Forderung nach einer Beschränkung der Amtszeit für alle hohen Fifa-Funktionäre. Die Neue Zürcher Zeitung schrieb Mitte September von „Die Fifa unter Korruptionsverdacht – Chronik einer Affäre“ und die Schweizer Bundesanwaltschaft sowie die US-Justiz ermitteln. Hohe Funktionäre der Fifa sitzen in Haft. Unter anderem wegen des Verdachts der Geldwäsche. Dass der ganze Korruptionssumpf nicht nur juristische Wellen schlägt, musste der Fußballweltverband in puncto Sponsoren feststellen. Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble lehnt eine gemeinsame Einlagensicherung in Europa ab. Foto: Laurence Chaperon

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