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RISIKO MANAGER 18.2015

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3 standpunkt Risiko

3 standpunkt Risiko US-Geldpolitik Die erwartete Anhebung der Leitzinsen durch die amerikanischen Zentralbank Federal Reserve (Fed) im weiteren Jahresverlauf 2015 wird ein „Fed-Beben“ auslösen – mit massiven Auswirkungen vor allem für Schwellenländer. Die Zinsanhebung selbst ist lediglich das Epizentrum, die Nachbeben werden vor allem andernorts zu spüren sein. Insbesondere Länder, die ein hohes Leistungsbilanzdefizit aufweisen und sich in finanzieller Schieflage befinden, sind gefährdet – vergleichbar mit den Erschütterungen im Jahr 1994, als schnelle Zinserhöhungen in den USA das globale Finanzsystem durchrüttelten: Peso-Krise in Mexiko, Abwertungen in Europa und Schockwellen bis nach Asien. Im Mai 2013 löste die Ankündigung der Fed, Wertpapierkäufe möglicherweise einzustellen, bereits eine erhebliche Schockwelle in den Schwellenländern aus. Innerhalb von drei Monaten brachen die indische Rupie um 20 Prozent ein und der südafrikanische Rand um zehn Prozent. Das Quantitative Easing ist mittlerweile beendet und noch in diesem Jahr könnte die drohende Anhebung der US-Zinsen, der ersten seit 2006, das monetäre Gleichgewicht wieder ins Wanken bringen. Das Angebot an Dollars hat abgenommen, und der Greenback hat sich verteuert. Innerhalb von zwei Jahren haben der brasilianische Real, die indonesische Rupiah und die türkische Lira etwa ein Drittel an Wert gegenüber dem US-Dollar verloren. Andere Währungen wie der venezolanische Bolivar oder der Rubel sind sogar noch stärker eingebrochen. Heute ist die Situation stabiler, da die meisten gefährdeten Länder ihre Währungsreserven verdoppelt, ein solideres Finanzsystem geschaffen und entsprechende Vorkehrungen getroffen haben. Allerdings könnten sich Anleger von bestimmten Ländern abwenden, die aufgrund geringer Verschuldung, interessanter Unternehmen oder Infrastrukturprojekten noch vor Kurzem beliebte Anlageziele waren. Mexiko, Brasilien, Indonesien oder Südafrika sind beispielsweise stark von ausländischem Kapital und insbesondere vom US- Dollar abhängig. Weitere Länder sind Argentinien, Ecuador, Venezuela, Türkei, Ukraine und Russland. Die Konjunkturindikatoren dieser Staaten deuten nach unten, und sie verfügen möglicherweise nicht über die nötigen Mittel, um eine Kapitalflucht und die Abwertung ihrer Währung zu verhindern. Das Ausmaß der Auswirkungen des Fed- Bebens auf die Unternehmen bezüglich Credit Crunch oder Zahlungsausfällen dürfte von den seismologischen Fähigkeiten der jeweiligen Finanzchefs abhängen. Autor: Ludovic Subran, Chefvolkswirt, Euler Hermes Gruppe. OpRisk findet Akzeptanz in der Assekuranz Beim Management und Controlling operationeller Risiken in der Versicherungswirtschaft ist der Standardansatz immer noch am weitesten verbreitet. Interne Modelle werden aufgrund des höheren Ressourcenbedarfs derzeit noch fast ausschließlich von größeren Instituten genutzt. Diese Modelle bauen zumeist auf Szenario-Analysen bzw. Self Assessments auf. Mit einem zunehmenden Reifegrad des OpRisk-Managements steigt allerdings die Bedeutung von internen Modellen und der damit verbundenen verbesserten Steuerungsfähigkeit. Es ist deshalb zu erwarten, dass interne Modelle in Zukunft auch für kleinere und mittlere Versicherer immer größere Bedeutung gewinnen. Dies ist das Ergebnis einer aktuellen Studie von Dr. Peter & Company AG in Kooperation mit der Wiesbaden Business School, die zum zweiten Mal nach 2011 das Management operationeller Risiken in der Versicherungswirtschaft untersucht hat. Vor dem Hintergrund der 2016 bevorstehenden Anwendung der neuen Eigenkapitalregelungen unter Solvency II steht die OpRisk-Thematik bei Versicherungsunternehmen zunehmend im Fokus. Von den Unternehmen werden bestehende Instrumente und Techniken des OpRisk im Durchschnitt besser bewertet als noch 2011. Bei der Bewertung der Risiken im Positiver Trend bei geschlossenen Beteiligungen Rahmen des Self Assessments wird ein stärkerer Fokus auf qualitative Einschätzungen gelegt, quantitative Bewertungen verlieren hier an Bedeutung. Die quantitativ ausgelegte Methode der Szenario-Analyse steht bei vielen Versicherern im Mittelpunkt des Methodensets. Insgesamt sind externe Daten (z. B. über Datenkonsortien) weiterhin eher selten im Einsatz. Wenn sie allerdings eingesetzt werden, sind die genutzten Quellen wesentlich diversifizierter als noch vor vier Jahren. Die Studienergebnisse zeigen insgesamt, dass die eingesetzten OpRisk-Instrumente in den Versicherungsunternehmen einen gewissen Reifegrad erreicht haben. Die Untersuchung anderer (verwandter) Risikoarten zeigt, dass das Reputationsrisiko von allen Studien-Teilnehmern als eigenständige Risikoart definiert und von einem Großteil der Unternehmen als wesentlich identifiziert wird. Das zeigt die große Bedeutung dieser Risikoart für den Versicherungssektor. Weiterhin haben Rechtsrisiken eine Relevanz. Diese werden in der Assekuranz überwiegend von der Rechtsabteilung gesteuert. Die Zusammenarbeit zwischen dem Risikocontrolling auf der einen Seite und der Rechtsabteilung bzw. Compliance auf der anderen wird von den Unternehmen überwiegend als sehr gut bis gut eingeschätzt. Gemäß einer aktuellen Quartalsanalyse der FERI EuroRating Services AG zeichnet sich ein positiver Trend bei geschlossenen Beteiligungen ab. Demnach hat die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungen (Ba- Fin) im zweiten Quartal 2015 insgesamt elf Publikums-AIF (Alternative Investmentfonds) nach KAGB zum Vertrieb zugelassen. Dies sind drei AIF mehr als im ersten Quartal 2015, in dem acht AIF von der BaFin die Vertriebszulassung erhalten haben. Für zehn der elf im zweiten Quartal 2015 neu zugelassenen Publikums-AIF liegen auswertbare Daten vor. Diese kommen zusammen auf ein prospektiertes Eigenkapital in Höhe von 357,2 Mio. ¤ (Vorquartal: 236,3 Mio. ¤) und auf ein prospektiertes Fondsvolumen von insgesamt 442,9 Mio. ¤. Im Vergleich zum Vorjahresquartal ist mit diesem Wert eine Steigerung um 519 Prozent zu verzeichnen. Darüber hinaus hat die BaFin im zweiten Quartal 2015 die jeweiligen Verkaufsprospekte für insgesamt zehn Fonds nach dem Vermögensanlagengesetz (VermAnlG) gestattet. Für fünf dieser Fonds liegt kein auswertbares Datenmaterial vor. Vier davon sind jedoch Bürgerwindparks, für die üblicherweise keine Informationen veröffentlicht werden. Weitere Informationen sind auf der Website der FERI EuroRating Services AG (http://fer.feri.de) in der Rubrik /Presse / Pressemitteilungen verfügbar.

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