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RISIKO MANAGER 17.2015

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RISIKO MANAGER ist die führende Fachzeitschrift für alle Experten des Financial Risk Managements in Banken, Sparkassen und Versicherungen.

28 Ausgabe 17/2015

28 Ausgabe 17/2015 „Akademiker“ im Allgemeinen. Durch unsere Stellung als Universitätsprofessoren haben wir eine moralische und gesellschaftliche Pflicht. Im Bereich der angewandten Mathematik sind außerdem einige zusätzliche Aspekte beim Zusammenspiel von Universität und Gesellschaft zu berücksichtigen. Ich wurde beispielsweise zum Professor für Mathematik berufen, jedoch mit besonderem Schwerpunkt auf versicherungsmathematischer Ausbildung und Forschung. Zum Portfolio meiner akademischen Pflichten gehört außerdem das Knüpfen und die Pflege von Kontakten zur Industrie im weitesten Sinne in Angelegenheiten, die mit meiner Position in Verbindung stehen. Es steht außer Frage, dass unsere Gesellschaft auf Sozialversicherungsebene großen Herausforderungen begegnet – Lebens- und Rentenversicherung, Kranken- und Erwerbsunfähigkeitsversicherung. Alle diese Herausforderungen werden dabei durch eine sich zunehmend umkehrende Alterspyramide und eine weltweite demografische Umverteilung von Menschen und Arbeit weiter erschwert. Angesichts dieser Tatsachen dürfen wir uns als Akademiker nicht einfach im Hintergrund halten! Anzeige Was waren im Rückblick auf die vergangenen 50 Jahre die wichtigsten Beiträge im Bereich der „Abhängigkeitsmodellierung“? Paul Embrechts: Durch den vorgegebenen Zeitrahmen von 50 Jahren sprechen wir über die Zeit nach 1965. Damit entfällt zum Beispiel die grundlegende Arbeit von Sklar in den fünfziger Jahren. Für mich persönlich ragen drei Namen heraus: Harry Joe mit seinen Büchern von 1997 und 2014, Roger Nelsen mit seinem Buch von 1999 und Ludger Rüschendorf mit seinem Buch von 2013, Mathematical Risk Analysis. Alle drei Wissenschaftler haben erheblich zum Bereich der Abhängigkeitsmodellierung beigetragen. Ihre Bücher fassen die Arbeit von so vielen Autoren zusammen, die ich hier gerne erwähnen würde. Ein weiteres Buch, das dem typischen Finanz- Risikomanager vielleicht weniger bekannt ist, das aber meine Denkweise ebenfalls stark geprägt hat, ist das Buch von Bedford und Cooke (2001). Die moderne Welt des quantitativen Risk Management ist sich über die grundlegenden Beiträge von Versicherungsmathematikern leider viel weniger bewusst. Ich möchte hier gerne den belgischen Versicherungsmathematiker Etienne De Vylder herausheben, der mich sehr früh (Anfang der achtziger Jahre) mit Fréchet-Problemen und deren Anwendungen beim Versicherungs-, Finanz- und Risikomanagement in Berührung gebracht hat. Die Bedeutung seiner Erkenntnisse für unser Gebiet kann nicht hoch genug eingeschätzt werden. Weiterführende Literaturhinweise: Bedford, T./Cooke, R. (2001): Probabilistic Risk Analysis: Foundations and Methods. Cambridge University Press, Cambridge. De Vylder, F. (1982): Best upper bounds for integrals with respect to measures allowed to vary under conical and integral constraints. Insurance Math. Econom., 1(2), 109– 130. Donnelly, C./Embrechts, P. (2010): The devil is in the tails: actuarial mathematics and the subprime mortgage crisis. Astin Bull., 40(1), 1–33. Durante, F./ Puccetti, G./Scherer, M. (2015): Building bridges between Mathematics, Insurance and Finance, Dependence Modeling (3), 17-28. Embrechts, P. (2006): Discussion of “Copulas: Tales and facts”, by Thomas Mikosch. Extremes, 9(1), 45–47. Embrechts, P. (2009): Copulas: a personal view. J. Risk Insurance, 76(4), 639–650. Embrechts, P./Klüppelberg, C./Mikosch, T. (1997): Modelling Extremal Events for Insurance and Finance. Springer, Berlin. Embrechts, P./McNeil, A. J./Straumann, D. (2002): Correlation and dependence in risk management: properties and pitfalls. In Risk Management: Value at Risk and Beyond, pp. 176–223. Cambridge University Press, Cambridge. Joe, H. (1997): Multivariate Models and Dependence Concepts. Chapman & Hall, London. Joe, H. (2014): Dependence Modeling with Copulas. CRC Press, Boca Raton, FL. McNeil, A. J./Frey, R./Embrechts, P. (2015): Quantitative Risk Management: Concepts, Techniques and Tools – revised edition. Princeton University Press, Princeton, NJ. Mikosch, T. (2006): Copulas: Tales and facts. Extremes, 9(1), 3–20. Nelsen, R. B. (1999): An Introduction to Copulas. Springer- Verlag, New York, NY. Rüschendorf, L. (2013): Mathematical Risk Analysis. Dependence, Risk Bounds, Optimal Allocations and Portfolios. Springer, Heidelberg. Salmon, F. (2009): Recipe for disaster: the formula that killed Wall Street. Wired Magazine, 17(3). Salmon, F. (2012): The formula that killed Wall Street. Signicance, 9(1), 16–20. Das Interview mit Paul Embrechts basiert auf einer (gekürzten und übersetzten) Veröffentlichung „Building bridges between Mathematics, Insurance and Finance – An Interview with Paul Embrechts“ von Fabrizio Durante (Faculty of Economics & Management, Free University of Bozen/Bolzano, Italy), Giovanni Puccetti (Department of Economics, Management and Quantitative Methods, University of Milan) sowie Matthias Scherer (Department of Mathematical Finance, Technische Universität München) bei De Gruyter Open. Der Link für die frei zugängliche Version lautet: http://www.degruyter.com/view/j/ demo.2015.3.issue-1/demo-2015-0002/ demo-2015-0002.xml?format=INT Wir hatten viel Glück im Leben. Jetzt geben wir etwas davon zurück. „Die beste Möglichkeit für unendlich viele Generationen Zukunft zu gestalten, ist eine Zuwendung an die SOS-Kinderdorf-Stiftung. Die Erträge der Stiftung kommen Jahr für Jahr den jungen Menschen zugute, die es dringend benötigen.“ JETZT ONLINE ZUSTIFTEN! Petra Träg 089 12606-109 petra.traeg@sos-kinderdorf.de sos-kinderdorf-stiftung.de

29 Risikomanager Bouée geht zur Credit Suisse Pierre-Olivier Marie Georges Bouée (Foto), zuletzt Group Chief Risk Officer beim englischen Versicherer Prudential, ist neuer Chief of Staff bei der Credit Suisse. Der 44-jährige Bouée war seit 2008 bei Prudential neben den Risikothemen unter anderem für die Unternehmensstrategie und Geschäftsentwicklung verantwortlich. Von 2004 bis 2008 war er in führender Funktion für Aviva tätig. Bouée begann seine berufliche Karriere 1997 im französischen Finanzministerium und ging im Jahr 2000 zur Unternehmensberatung McKinsey, wo er Unternehmen im internationalen Finanzsektor beraten hat. Während dieser Zeit arbeitete Bouée bei mehreren beruflichen Stationen mit dem neuen Credit Suisse-CEO Tidjane Thiam zusammen. Er verfügt über Abschlüsse der École des hautes études commerciales de Paris (HEC), des Institut d'études politiques de Paris (IEP) sowie der École nationale d'administration (ENA). Managementwechsel in der UniCredit Leasing Austria Mit 1. September 2015 übernimmt Karin Schmidt-Mitscher (Foto), bisher CEO der UniCredit Leasing Austria, die Verantwortung für das Bank Austria Beteiligungsmanagement und Konzernentwicklung. Sie folgt in dieser Funktion Josef Duregger nach, der als CFO in die Immobilien Holding GmbH wechselt. Günter Populorum (Foto), bisher CFO der UniCredit Leasing Austria, wird neuer CEO. Thomas Rubbert verbleibt als CRO in der Geschäftsführung und zeichnet auch für den CFO- und Global-Business-Service-Bereich verantwortlich. Die 46-jährige Karin Schmidt-Mitscher studierte Jus in Wien und schloss zusätzlich an der TU Wien einen Master in „Real Estate Investment and Valuation“ ab. Sie begann ihre Karriere 1994 im Trainee-Programm der damaligen Creditanstalt. Nach verschiedenen Führungspositionen im Bereich Immobilien- und Kommunalfinanzierungen sowie im Immobilien-Risk-Management war Schmidt-Mitscher ab 2003 im Bereich Real Estate der Bank Austria tätig, seit 2006 als Abteilungsleiterin der Abteilung Real Estate Consulting & Investment. Im Oktober 2012 übernahm sie als CEO die Leitung der UniCredit Leasing Austria. Darüber hinaus war und ist sie Vorstand und Aufsichtsrätin in verschiedenen Bank-Austria-Tochtergesellschaften. Der 53-jährige Günter Populorum startete seine Karriere als Großhandelskaufmann in einem Textilunternehmen. Ab 1990 war der gebürtige Wiener mehr als 15 Jahre als Finance & Administration Manager bei Pioneer Hi-Bred, einem Unternehmen mit Sitz in den USA, tätig und dort für das Controlling, Rechnungswesen und Human Resources in Zentral- und Osteuropa zuständig. In den Jahren 2006 und 2007 war Günter Populorum Geschäftsführer der Kulinarik- Sparte der Verkehrsbüro Group. Anfang November 2007 folgte der Wechsel in die UniCredit, wo Populorum die Position des Chief Financial Officer in der UniCredit Leasing Austria übernahm. In dieser Funktion zeichnete er für sämtliche betriebswirtschaftliche Agenden des Unternehmens verantwortlich. Sein Aufgabenbereich umfasste unter anderem Accounting, Controlling, Tax und Treasury sowie seit 2013 auch den Vertriebsbereich Partner Network. Der 59-jährige, gebürtige Osttiroler Josef Duregger startete nach dem Studium seine berufliche Laufbahn in der BAWAG, als weitere Stationen folgten Investkredit, Länderbank und BankAustria New York. Seit 2001 leitet er das Bank-Austria-Beteiligungsmanagement. Mitte Mai 2015 wurde er zum CFO der Immobilien Holding bestellt. Anfang September wird er zusätzlich Finanzvorstand in der WED Wiener Entwicklungsgesellschaft für den Donauraum AG (DC- Tower). Wolfgang Kuhn als Vorstandssprecher bestätigt Der Aufsichtsrat der Südwestbank bestätigte Wolfgang Kuhn (Foto) vorzeitig mit Wirkung zum 15. Juni 2016 für weitere drei Jahre als Sprecher des Vorstands. Unter Kuhn wuchs die Bilanzsumme von 4,5 Mrd. ¤ in 2008 auf 6,0 Mrd. ¤ in 2014 an. Damit ist die Südwestbank eine der größten unabhängigen Privatbanken in Deutschland. Der Jahresüberschuss konnte im selben Zeitraum von 0,3 Mio. ¤ auf 25,2 Mio. ¤ gesteigert werden. Das Kundenvolumen stieg von 5,1 Mrd. ¤ auf 6,9 Mrd. ¤ an. Entgegen dem Branchentrend investiert die Bank in Filialen und Personal. Bis Ende 2015 steigt die Mitarbeiterzahl auf 673 – damit hat die Südwestbank innerhalb von zwei Jahren rund 100 Mitarbeiter neu eingestellt. Wolfgang Kuhn ist seit 2006 Mitglied des Vorstands und seit 1. Juni 2008 Vorstandssprecher der unabhängigen Privatbank. Er trägt Verantwortung für das Geschäftsfeld Private Banking, die Bereiche Asset Management, Handel & Treasury, Marketing & Vertriebssteuerung, Private Equity sowie den Marktbereich Mittlerer Neckar. Der gebürtige Biberacher ist ein Bankexperte durch und durch. Bereits sein Vater war Vorstandsvorsitzender einer Bank. Nach seinem BWL-Studium und der Promotion am Lehrstuhl für Allgemeine Bank- und Versicherungsbetriebswirtschaft in Nürnberg sowie einem Aufenthalt als Visiting Scholar an der Graduate Business School der University of Washington zog es auch Kuhn in die Finanzbranche. Zunächst als Vorstandsassistent bei der Stuttgarter Bank AG und später im Vorstand sowie als Vorstandssprecher der Bankhaus Bauer AG. Kuhn ist Honorarprofessor am Institut für Handel und Banken der Universität Leipzig. Zudem begleitet er zahlreiche Mandate in privaten und öffentlichen Institutionen und ist ehrenamtlich tätig. Frank Hüppelshäuser neues Vorstandsmitglied bei AXA Der 50-jährige Frank Hüppelshäuser wurde vom Aufsichtsrat zum ordentlichen Vorstandsmitglied der AXA Konzern AG bestellt. Ab 1. Juli verantwortet er den Bereich Schaden/Leistung. Diesen leitete bisher kommissarisch Jens Hasselbächer (Vorstand P&C Vertrieb). Der studierte Volkswirt begann seine Karriere 1993 bei der Deutschen Herold Lebensversicherung AG (Deutsche Bank) in der Produktentwicklung und Marktbeobachtung. Von 1996 bis 2000 war er unter anderem Versicherungsanalyst

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