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RISIKO MANAGER 13.2015

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3 standpunkt Die Luft wird dünn Die Zeit für Lösungen in der Griechenland- Krise läuft aus: Trotz des offensichtlichen Zeitdrucks sind immer noch keine substanziellen Fortschritte bei einer Lösung der Krise zu erkennen. Zwar ist der politische Wille, Griechenland in der Eurozone zu halten, sehr groß, aber es gibt nach wie vor so viele potenzielle Bruchstellen, dass die Wahrscheinlichkeit für einen Grexit erheblich angestiegen ist. Erstens liegen die Positionen von Griechenland und den Geldgebern immer noch weit auseinander und die Verhandlungen verlaufen erstaunlich wenig kooperativ. Dabei verhandeln die Parteien nun schon seit Monaten miteinander. Zweitens: Selbst wenn es endlich zu einer Einigung gekommen sein sollte, wird Alexis Tsipras erhebliche Schwierigkeiten haben, die von den Geldgebern geforderten (und letztlich unabweisbaren) Reformen in Griechenland politisch umzusetzen. Seine Syriza-Bewegung ist in großen Teilen nicht bereit, die notwendige Abkehr von den Wahlkampfversprechen zu vollziehen. Insofern wird Tsipras möglicherweise ein Referendum abhalten müssen – mit unsicherem Ausgang. Drittens müssen auch die Geldgeber dem Kompromiss zustimmen. Dazu ist unter anderem die Zustimmung der Finanzminister der 18 übrigen Eurostaaten notwendig, die sich teilweise ihrerseits der Zustimmung ihrer Parlamente versichern müssen. Dabei wird die Zeit für Griechenland knapp: Die letzte Tilgungsrate an den Internationalen Währungsfonds (IWF) wurde mithilfe eines Buchungstricks geleistet und vermindert im Grunde nicht die Verbindlichkeiten gegenüber dem IWF. Aber unabhängig davon, welche Möglichkeiten noch in der Zukunft bemüht werden, spätestens im Juli – wahrscheinlich deutlich eher – ist Griechenland zahlungsunfähig, sollte es zu keiner Einigung mit den Geldgebern kommen. Darüber hinaus leiden die griechischen Banken unter starken Abflüssen an Einlagen. Allein im April haben private Haushalte und Unternehmen rund 4,5 Mrd. ¤ an Depositen aufgelöst – gut 200 Mio. ¤ pro Tag. Ohne die Liquiditätsnothilfen (ELAs) der EZB, die sich inzwischen auf über 80 Mrd. ¤ belaufen, wäre das griechische Bankensystem längst zusammengebrochen. Autor: Dr. Martin Moryson, Chefvolkswirt, Kölner Privatbank Sal. Oppenheim. Schrumpfende Erträge europäischer Banken Europäische Banken reagierten auf die strengere Regulierung – insbesondere Basel III – mit der Veräußerung von Vermögenswerten und der Verringerung ihrer Bilanzsummen. Allerdings gingen die Verringerung der Bilanzen und Risikoaktiva (RWA) nicht mit vergleichbar sinkenden Kosten einher, was für viele Banken schrumpfende Erträge zur Folge hatte. Das ist das Ergebnis einer Studie des BearingPoint Institute, für die Daten von 156 europäischen Banken ausgewertet wurden. Basierend auf Daten von „The Banker Database“, einem Service der Financial Times, wertete BearingPoint die Finanzinformationen der Institute zwischen 2009 und 2013 aus, einschließlich Vermögenswerte, Risikoaktiva, Zinserträge, Provisionserlöse, Allgemein- und Verwaltungskosten, Personalaufwendungen, Tier-1-Kapitalquoten und Aufwand-Ertrags-Relationen. Gemäß den analysierten Daten reduzierten europaweit betrachtet Banken seit 2011 ihr Gesamtvermögen durchschnittlich um 11,2 Prozent schneller, als ihre Risikoaktiva. Im Gesamtbild bedeutet das eine geringere Vermögensbasis, wodurch die betroffenen Banken weniger Möglichkeiten haben, Erträge zu generieren und Bedrohungen durch Wettbewerber wie „Digital-first“- Akteure oder konzerneigene Banken abzuwehren. So haben inzwischen viele Unternehmen eigene Banken etabliert, um ihren Kunden Finanzierungsmodelle anzubieten, darunter Autohersteller wie VW, BMW, Daimler und Toyota, aber auch andere Marktteilnehmer wie das Hochtechnologie- Unternehmen Trumpf. Dabei sind Erträge nur die eine Seite. Eine zunehmende Verschlankung sollte die Profitabilität steigern – der BearingPoint-Studie zufolge aber steigen die Betriebskosten in Relation zu den Risikoaktiva. Die Studienautoren schreiben einen Großteil davon Personalaufwendungen zu, die nicht analog zur Reduzierung des Vermögens sanken. Zwischen 2010 und 2013 reduzierten Großbanken Personalausgaben im Durchschnitt um 5,2 Prozent, kleine Banken um 1,6 Prozent und mittelgroße um zwei Prozent. Steigende Allgemein- und Verwaltungskosten verschärfen die Lage. Für mittelgroße Banken stiegen diese zwischen 2010 und 2013 um 9,5 Prozent und für Großbanken um fünf Prozent im selben Zeitraum; nur für kleine Banken blieb das Niveau der Allgemeinund Verwaltungskosten unverändert. Hinsichtlich der Cost-Income-Ratio (CIR) – einem guten Indikator für die Bemühungen der Banken, Renditen relativ zu den Kosten zu erzielen – zeigt die Studie, dass die durchschnittlichen Betriebskosten insgesamt stagnierten und lediglich um 0,01 Prozent sanken. Der Druck auf Banken und die Aufwand-Ertrags-Balance wächst dadurch massiv. Einer der Gründe dafür liegt laut Studie darin, dass eine Veräußerung von Kreditportfolios schnell durchgeführt werden kann, während eine Senkung der damit verbundenen Kosten zeitaufwendiger ist. Wird die CIR der Bankengröße zugeordnet, standen 2013 kleine Banken bei 56,5 Prozent, mittlere bei 50,7 und Großbanken bei 57,3 Prozent. „Es bleibt noch ein kleines Zeitfenster, die Situation zum Positiven zu wenden. Banken müssen ihre Prozesse noch stärker automatisieren, Kooperationen zwischen den Abteilungen ausbauen, Betriebskosten senken und ihre Geschäftsmodelle modernisieren. Bankvorstände dürfen dabei den Fokus nicht mehr nur auf Compliance-Anforderungen legen, sondern müssen zusätzlich neue Gewinn- Quellen erschließen“, rät Frank Hofele. Weitere Informationen sind auf der Website des Beratungs- und Softwarehauses BearingPoint (www.bearingpoint.com) in der Rubrik /Newsroom /Pressemitteilungen verfügbar. Foto: ©iStockphoto.com

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