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RISIKO MANAGER 13.2015

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RISIKO MANAGER ist die führende Fachzeitschrift für alle Experten des Financial Risk Managements in Banken, Sparkassen und Versicherungen.

10 Ausgabe 13/2015 t

10 Ausgabe 13/2015 t Abb. 03 Von welchem Täterkreis gingen Handlungen in den Bereichen digitale Wirtschaftsspionage und Datendiebstahl in den letzten zwei Jahren aus? UNBEKANNTE TÄTER / WEIß NICHT / K.A. AUSLÄNDISCHER NACHRICHTENDIENST ORGANISIERTE KRIMINALITÄT HOBBY-HACKER UNTERNEHMERISCHES UMFELD: WETTBEWERBER, KUNDEN 3% 11% 18% 17% 39% Experten sind davon überzeugt, dass wir uns bereits wieder an der Schwelle zu einer nächsten digitalen Konvergenzwelle befinden. Zu dieser als Smart Anything genannten Entwicklung zählen beispielsweise Smart Grids. Hierunter werden die elektronisch gesteuerte Energieerzeugung, Verteilung und Verbrauch verstanden. Auch die verschiedenen Entwicklungen im Kontext Industrie 4.0 zählen zu Smart Anything. Basierend auf mobiler Kommunikation arbeiten die Systeme kontextspezifisch, adaptiv und in Teilen autonom, automatisiert und multifunktional. Auch hier zeigt das Allianz Risiko-Barometer [vgl. Allianz 2015] einen klaren Trend: 37 Prozent halten Cyber-Risiken für den gefährlichsten Risikotreiber in den kommenden fünf Jahren. Politische Unruhen oder Kriege liegen mit „nur“ 21 Prozent der Stimmen deutlich dahinter. Die Finanzbranche muss sich intensiver mit neuen potenziellen Cyber-Risiken beschäftigen. Dies hängt vor allem damit zusammen, dass bereits heute fast alle Bankprozesse IT-gesteuert sind und Themen wie Smart Anything und das „Internet der Dinge“ bereits vor der Tür stehen. Die Finanzdienstleister müssen hierbei berücksichtigen, dass sie den Menschen in den Mittelpunkt zu stellen und technische Lösungen immer nur unterstützen können. Wichtig ist vor allem eine adäquate Awareness im Umgang mit sensiblen Bankdaten. Ansonsten scheitert jede technische Innovation und IT-Sicherheitsmaßnahmen werden nicht zum Ziel führen. Vor allem nicht in einer komplexen und digitalisierten Bankenwelt von heute und morgen. AKTUELLE ODER EHEMALIGE MITARBEITER 52% Quellenverzeichnis sowie weiterführende Literaturhinweise: Quelle: BITKOM 2015. Basis: Alle befragten Unternehmen, die in den letzten zwei Jahren von Datendiebstahl, Wirtschaftsspionage oder Sabotage betroffen waren (n=550). Allianz [2015]: Allianz Risk Barometer, München 2015. BITKOM [2014]: Presseinformation vom 11. März 2014. BITKOM [2015]: Presseinformation vom 16. April 2015. müssen Parameter festgelegt werden, wie etwa ein stabiler IT-Betrieb samt professioneller IT-Dienste und das Einbinden in das interne Kontrollsystem des jeweiligen Geldinstituts. Gleiches gilt für IT-Entwicklung, die Auswahl der jeweiligen IT-Dienstleister und die Einbindung aller Maßnahmen in ein unternehmensweites Enterprise Risk Management (ERM). Außerdem müssen Institute über eine angemessene technisch-organisatorische Ausstattung und ein angemessenes Notfallkonzept verfügen, insbesondere für IT-Systeme. [vgl. Kokert/Held 2013, S. 22]. Dass hier in der Praxis noch Nachholbedarf besteht, zeigen die Ergebnisse der BITKOM-Studie. Nur die Hälfte der befragten Unternehmen verfügt über ein Notfallmanagement mit schriftlich geregelten Prozessen und Adhoc-Maßnahmen für den Fall des Auftretens von Datendiebstahl, Wirtschaftsspionage oder Sabotage. Und genau hier liegt die Kernaufgabe des Bankvorstands, nämlich im professionellen Managen von Chancen und Risiken. Denn Risiken sind das Kerngeschäft von Banken. Insgesamt entscheidet die strategische Ausrichtung des Systems über das Risikoverständnis. Mit anderen Worten: Risikomanagement ist Bestandteil der strategischen Unternehmensführung und damit nicht delegierbar. Verantwortung tragen die Führungskräfte, sprich viele Bankmanager müssen dringend zu einem zeitgemäßen risiko- und wertorientierten Führungsstil zu kommen. Und dieser bindet alle Mitarbeiter in den Gesamtprozess eines Risikomanagements ein – frühzeitig, umfassend, jeden einzelnen Kollegen als wichtigen Teil der Bank anerkennend. q Fazit und Ausblick DTCC [2014]: Cyber Risk – a global systemic threat, A White Paper to the Industry on Systemic Risk, October 2014. Eicher, Andreas/Romeike, Frank [2015]: Cyber security in the banking sector, in: FIRM Yearbook 2015, S. 81-83. Europäisches Parlament [2014]: Abänderungen des Europäischen Parlaments vom 3. April 2014 zu dem Vorschlag für eine Richtlinie des Europäischen Parlaments und des Rates über Zahlungsdienste im Binnenmarkt, zur Änderung der Richtlinien 2002/65/EG, 2013/36/EU und 2009/110/ EG sowie zur Aufhebung der Richtlinie 2007/64/EG (COM(2013)0547 – C7-0230/2013 – 2013/0264(COD)). Gracie, Andrew [2014]: Managing cyber risk – the global banking perspective, Speech British Bankers’ Association Cyber Conference, London, 10 June 2014. Kaspersky Labs [2014]: Kaspersky Security Bulletin 2014/2015 – Ein Blick in die APT-Kristallkugel, 11.12.2014. Kokert, Josef/Held, Markus [2013]: IT-Sicherheit: Erwartungen der Bankenaufsicht, in: BaFin Journal, November 2013, S. 22-26. Kokert, Josef/Held, Markus [2014]: Zahlungsdiensterichtlinie II: Risiken und schwerwiegende Folgen für Nutzer und Kreditinstitute, in: BaFin Journal, Juni 2014, S. 26-34. Romeike, Frank/Spitzner, Jan [2013]: Von Szenarioanalyse bis Wargaming - Betriebswirtschaftliche Simulationen im Praxiseinsatz, Wiley Verlag, Weinheim 2013. Autoren: Andreas Eicher, Chefredakteur beim Kompetenzportal RiskNET – The Risk Management Network. Frank Romeike, Geschäftsführender Gesellschafter RiskNET GmbH, Mitglied des Vorstands der Gesellschaft für Risikomanagement und Regulierung e.V. sowie verantwortlicher Chefredakteur der Zeitschrift RISIKO MANAGER.

11 13 . 2015 Die FIRM-Forschungskonferenz geht im Jahr 2015 in die dritte Runde. Risiko bleibt riskant „Taunus. Die Höhe. Weil der Taunus voller Höhepunkte ist – und so vieles auf hohem Niveau bietet“, heißt es werbewirksam auf den Internetseiten von Taunus Touristik. Höhepunkte auf hohem Niveau konnten die Besucher der FIRM-Forschungskonferenz und FIRM-Off site 2015 im Collegium Glashütten im Taunus erleben. Am 11. und 12. Juni trafen sich namhafte Wissenschaftler und Praktiker, um den Teilnehmern Risikomanagement-Einblicke par excellence zu gewähren. Und dafür war der Ort – das Collegium auf rund 500 Höhenmetern im Hochtaunus – wie geschaffen. Also beste Aussichten für inspirierende und anregende Diskussionen und viel Weitblick im Risikomanagement. Von aktuellen Projekten und der Interdisziplinarität Wie bereits in den vergangenen Jahren stand auch bei der diesjährigen Forschungskonferenz die Kommunikation im Zentrum. Es wurden aktuelle Forschungsprojekte, etwa zu den Themen „Expected Loss over Lifetime“, zum Einfluss des Vier-Augen-Prinzips auf Ausfallraten im Kreditgeschäft sowie zur Prozyklizität der Regulierung, präsentiert und diskutiert. Einmal mehr spiegelte die Heterogenität der Vorträge und Diskussionsbeiträge die Vielfalt und Interdisziplinarität der Themen im Bereich Risikomanagement und Regulierung wider. Das Offsite 2015 sowie die Forschungskonferenz hat an zwei Tagen viele Brücken zwischen unterschiedlichen Disziplinen sowie zwischen Wissenschaft und Praxis gebaut. HERAUSGEBER Gesellschaft für Risikomanagement und Regulierung e.V. MAIN TRIANGEL Zum Laurenburger Hof 76 D 60594 Frankfurt am Main Telefon: +49 69 94 41 80 97 Telefax: +49 69 94 41 80 19 Internet: www.firm.fm E-Mail: info@firm.fm Redaktion: Frank Romeike (V.i.S.d.P.), Wolfgang Hartmann, Andreas Eicher E-Mail: redaktion@firm.fm Erscheinungsweise: 8 x im Jahr als Einhefter in der Zeitschrift RISIKO MANAGER

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