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RISIKO MANAGER 10.2017

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RISIKO MANAGER ist das führende Medium für alle Experten des Financial Risk Managements in Banken, Sparkassen und Versicherungen. Mit Themen aus den Bereichen Kreditrisiko, Marktrisiko, OpRisk, ERM und Regulierung vermittelt RISIKO MANAGER seinen Lesern hochkarätige Einschätzungen und umfassendes Wissen für fortschrittliches Risikomanagement.

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44 RISIKO MANAGER 10|2017 Projektziele Aus der Strategie für die Umsetzung des Zielbilds werden noch weitere „operative“ Ziele hergeleitet. Wir empfehlen eine Umsetzung des Zielbilds in einen Prototypen, das heißt in eine erste prototypische Risiko-App, in der alle definierten wesentlichen Funktionalitäten lauffähig auf einem mobilen Endgerät eingesetzt sind. Dies beweist die Machbarkeit und fokussiert ein stringentes Projektvorgehen. Aus den Projektzielen lassen sich konkrete Maßnahmen ableiten und Arbeitspakete definieren. Beispiel hierfür ist die Umsetzung der Anforderungen durch einen geeigneten Self-Service Business-Intelligence (BI) -Anbieter mit einem Arbeitspaket Anbieterauswahl. Umsetzung In der Umsetzungsphase werden alle notwendigen Inhalte und Funktionalitäten der Risiko-App definiert sowie der Toolanbieter für die Umsetzung ausgewählt. In Projekten zu Softwareauswahlverfahren hat sich folgende Vorgehensweise bewährt: »» Schaffung eines aktuellen Marktüberblicks beispielsweise mittels Studien (vgl. Gartner [2016]: Magic Quadrant for Business Intelligence and Analytics Platforms) sowie aus eigenen Erfahrungen. »» Aus Strategie und Zielbild die relevanten Abb. 04 Grafische Vorgaben für eine Risiko-App Auswahlkriterien ableiten und gegen die Bewertungskriterien von Studien spiegeln. »» Erstellung einer Short List von potenziellen Anbietern. Im letzten Umsetzungsprojekt wurde innerhalb von zwei Wochen mit diesem Vorgehen ein Anbieter für einen Proof of Concept und für die prototypische Umsetzung ausgewählt. Dies konnte so zügig erfolgen, da über ein BI-Labor herstellerunabhängig alle Werkzeuge an einem Tag vorgestellt und bewertet werden konnten. Durch dieses Vorgehen wurde der Auswahlprozess nicht nur deutlich beschleunigt, sondern zusätzlich noch durch eine neutrale Tooleinschätzung aus den Erfahrungen des BI-Labors abgerundet. Für die Umsetzung der Projektziele und der Anforderungen wurde ein bimodales Vorgehen gewählt. Dies bedeutet, dass überwiegend agil gearbeitet wurde, jedoch einzelne eher klassische „Wasserfall“ Techniken parallel zum Einsatz kamen, beziehungsweise die Übergänge fließend waren. Zu Beginn wurden klassisch ein Fachkonzept erstellt, die Ausgangslage dokumentiert sowie der Rahmen für die künftige Umsetzung skizziert. Auf Basis des entwickelten Zielbilds und des bestehenden Risikoberichts wurden agil über eine „skizzierte“ grafische Gestaltung der Risiko-App das Layout und das Bewegungsmuster innerhalb der Risiko-App definiert. Daraus wurden die Inhalte sowie Daten abgeleitet. Auf Basis der definierten Inhalte, beziehungsweise App-Menüpunkte wurde in kurzen Iterationen der gesamte benötigte Datenhaushalt mit der jeweiligen Datenherkunft definiert. Der Datenbewirtschaftungsprozess wurde dabei so definiert und ausgestaltet, dass sukzessive alle Excel- beziehungsweise IDV-Belieferungen abgestellt werden können. Dieses Vorgehen und die Flexibilität waren ein Erfolgsfaktor für das Projekt, da durch das parallele BCBS239-Projekt der neue Datenhaushalt erst zu einem relativ späten Zeitpunkt vollständig verfügbar war und das Projekt nicht auf alten Datenstrukturen beziehungsweise das alte DWH aufsetzen wollte. Im Rahmen einer Prototyperstellung empfiehlt es sich, zuerst einen ersten Basisfunktionsumfang für die Umsetzung zu definieren. Um eine aufsichtsrechtliche und IT-konforme Transformation der protypischen Umsetzung in die Produktion sicherzustellen, sollten die Produktivanforderungen klar definiert werden (farblich in orange abgesetzt dargestellt, Abb. 05), damit der vollständige Funktionsumfang für Planung und Umsetzung berücksichtigt werden kann. Dies ermöglicht ein schnelles Vorgehen, um den Erfolg vor allem durch die Integration in den Betrieb und die Zukunftsfähigkeit der Risiko-App zu gewährleisten. Quelle: Eigene Darstellung. Innovation Um in Projekten Innovation zu erreichen, ist es wichtig, dieses Ziel zu operationalisieren, zu verfolgen und umzusetzen. In unserem letzten Projekt haben wir folgende Digitalisierungs- beziehungsweise Innovationsziele für eine Risiko-App definiert: »» Technologie: Nutzung eines Self-Service BI-Tools. »» Interaktiver Risikobericht mit Mobile- Analytics-Funktionalitäten auf mobilen Endgeräten, Wegfall von Papierausdrucken. »» Prozessuale Optimierungen, Wegfall von IDV.

Regulierung 45 »» Digitalisierungstechnologien ÆÆKollaboration ÆÆZielgerichtete Informationsrecherche Ergebnis Die digitalisierte Risiko-App behebt alle analysierten Schwachpunkte des bisherigen Reporterstellungsprozesses. Durch die Digitalisierung entsteht folgender Zusatznutzen bei den Anwendern: »» Ein flexibler Risikobericht zum Arbeiten und zum Analysieren steht zur Verfügung. »» Schnellere und direktere Erstellung des Gesamtberichts durch Abstimmungen über Kollaboration, Reduzierung der Arbeitsbelastung beim Leiter Risikomanagement. »» Abstimmprozesse und die Anforderungen an Analyse beziehungsweise Kommentierung erfolgen direkt, transparent und dokumentiert. »» Integration eigener, weiterer Detailana- lysen wie Länderberichte, Branchenberichte oder beliebiger PDF-Dokumente. »» Absprung in das Internet zur weiteren Recherche, beispielsweise bei Google News, Bloomberg oder ähnlichen Informationsanbietern. Intelligente Suchautomatismen ergänzen dabei den Risikobericht durch aktuelle Informationen. »» Die Risiko-App wird – als Zielsetzung – zu einem vollumfänglichen Recherchewerkzeug ausgebaut. Fazit Mit der Digitalisierung des Risikoberichterstattungsprozesses bekommt der Hochleistungsmotor Data Warehouse das angemessene Fahrwerk und Chassis bereitgestellt. Erst durch diese Innovation kommt der Mehrwert der BCBS239-Investitionen bei allen Anwendern vollständig zur Geltung – mit anderen Worten: Erst das Gesamtpaket ermöglicht es, Rennen zu gewinnen. Geänderte Anforderungen der Abnehmer und die intelligente Kombination digitaler Techniken schaffen für die Empfänger des Risikoberichts einen greifbaren Mehrwert. Quellenverzeichnis sowie weiterführende Literaturhinweise Bank für Internationalen Zahlungsausgleich (2013): BCBS239 Grundsätze für die effektive Aggregation von Risikodaten und die Risikoberichterstattung, Januar 2013. BaFin (2016): Konsultation 02/2016: Entwurf der MaRisk in der Fassung vom 18. Februar 2016. Gartner (2016): Magic Quadrant for Business Intelligence and Analytics Platforms [Josh Parenteau, Rita L. Sallam, Cindi Howson, Joao Tapadinhas, Kurt Schlegel, Thomas W. Oestreich], 4. Februar 2016. Autoren Peter Nuding, Senior Manager und Stephan Schmid, Managing Partner, beide plenum AG Management Consulting. Abb. 05 Prozess Datenbewirtschaftung Risiko-App Daten sammeln DWH RKZ ermitteln Verarbeitung Excel erzeugen Datenintegration Funktionalität „Risiko-App“ Aufbereitung Analysieren / berechnen Werte abstimmen Kommentieren und abstimmen é Risikobericht in App verteilen Excel anliefern Benutzer / Gruppenkonzept Sicherheitskonzept Betriebskonzept z. B. OpRisk / Marktpreisrisiko Datenversorgungskonzept Lifecycle-Management Regulatorik-Management Revisions-/Compliance Mgmt. Quelle: Eigene Darstellung.

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