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RISIKO MANAGER 10.2015

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4 Ausgabe 10/2015

4 Ausgabe 10/2015 Billiges Geld treibt die Märkte [ online-umfrage ] Die FERI EuroRating Services AG erwartet für den Euroraum ein moderat positives Wirtschaftswachstum in den Jahren 2015 und 2016. „Die EZB-Politik zeigt Wirkung“, erklärt Axel Angermann, Chefvolkswirt der FERI EuroRating. „Die vorrangige Wirkung auf die Realwirtschaft ergibt sich jedoch aus dem gesunkenen Außenwert des Euros. Dieser Aufschwung dürfte insbesondere für Frankreich und Italien nur von kurzer Dauer sein. Das Interesse an Strukturreformen dürfte hierdurch verringert werden. Die Eurozone gerät zunehmend in ein ‚japanisches Szenario‘, in dem immer neue geld- und fiskalpolitische Expansionsrunden ein moderates Wachstum herbeizwingen, das ohne diese Unterstützung keinen Bestand hat. Die langfristigen Risiken für den Bestand der Währungsunion sind erheblich gestiegen“, so Angermann. FERI warnt auch vor einem Scheitern des TTIP-Freihandelsabkommens. Wie Angermann weiter ausführt, schafft TTIP den größten Wirtschaftsraum weltweit und dürfte auf beiden Seiten des Atlantiks langfristig einen spürbaren Expansions- und Innovationsimpuls schaffen. Schließlich verhandelten zwei Wirtschaftsräume, welche die Hälfte der Weltwirtschaftsleistung und die Hälfte des Welthandels umfassten. Schon jetzt entfällt ein Drittel aller europäischen Auslandsdirektinvestitionen auf die USA und nur zwei Prozent auf China. Insbesondere könnten in Europa die Branchen Chemie, Pharma, Kraftfahrzeuge und Maschinenbau von einer Freihandelszone profitieren. „Scheitert TTIP, so fällt insbesondere Europa zurück. Im Fall eines Scheiterns ist es wahrscheinlich, dass sich die USA vermehrt dem asiatischen Wirtschaftsraum mittels des Trans Pacific Partnership Agreements zuwenden“, so Angermann. Für Europa bedeute dies langfristig Wachstums- und Wohlfahrtsverluste sowie einen Rückfall im Wettbewerb der Wirtschaftssysteme. Weitere Informationen sind auf der Website der FERI EuroRating Services AG (www.fer.feri.de) in der Rubrik /Presse verfügbar. 5,4 % Ich bin mir unsicher. 20,3 % Nicht sinnvoll, da Gefahr einer Zertifizierungslawine Quelle: Online-Umfrage auf www.risknet.de 20,3 % Sinnvoll, um einheitliche Standards umzusetzen. 54,1 % Nicht sinnvoll aufgrund unterschiedlicher Anforderungen. Zahlungsmoral 2015 Im europäischen Vergleich schneiden die Südeuropäer in puncto Zahlungsmoral weiterhin am schlechtesten ab. Griechenland und Italien kämpfen am häufigsten mit überfälligen Rechnungen und nichteinziehbaren Forderungen im Inland. Das zeigt das aktuelle Zahlungsmoralbarometer des Kreditversicherers Atradius. Für die Studie wurden im ersten Quartal 2015 etwa 3.000 Unternehmen aus 13 Ländern Europas befragt. Die beste Zahlungsmoral weisen schwedische Unternehmen auf. Während in Italien über 50 Prozent der inländischen Forderungen auch nach dem Fälligkeitstermin noch ausstehen, sind in Schweden nur noch 20 Prozent der Rechnungen offen. Zum Vergleich: Der europäische Durchschnitt für inländische Forderungen liegt bei knapp 45 Prozent. Auch bei den Zahlungsausfällen ist Griechenland Spitzenreiter. Insgesamt 3,3 Prozent vom Gesamtwert der offenen Forderungen können nur noch als Verlust abgeschrieben werden, dicht gefolgt von Italien mit 2,5 Prozent. Im Rahmen der Befragung gaben zudem 51,4 Prozent der Teilnehmer aus Westeuropa an, dass unzureichende liquide Mittel zu den beobachteten Verzögerungen geführt haben. In Griechenland sind es sogar 84 Prozent der Befragten, die mangelnde finanzielle Mittel als Grund für verspätete Zahlungen ihrer Geschäftspartner im Inland angeben. In Italien liegt der Wert bei 73 Prozent. So erstaunt es nicht, dass 54,2 Prozent der europäischen Studienteilnehmer insgesamt angeben, dass verspätete Zahlungen als Finanzierungsinstrument genutzt werden. Unter allen untersuchten Ländern gewähren die Firmen aus Griechenland, Italien und Spanien mit Abstand die längsten Zahlungs ziele in Europa. Insgesamt stellen Griechen und Italiener auch den vergleichsweise höchsten Anteil an Lieferantenkrediten. Für 56,7 Prozent der Forderungen gewähren griechische Unternehmen Zahlungen auf Ziel, in Italien liegt der Wert bei 47,3 Prozent. Im Schnitt über alle befragten Firmen liegt der Wert bei 41,3 Prozent. Weitere Informationen sind auf der Website des Kreditversicherers Atradius (www.atradius.de) in der Rubrik /Presse /Pressemitteilungen verfügbar.

5 Digitalisierungstrend prägt Finanzwelt Smartphones werden zum wesentlichen Bestandteil der zukünftigen Finanzdienstleistungslandschaft. Banken sollten daher verstärkt Partnerschaften mit Telekommunikationsunternehmen prüfen, anstatt den neuen Entwicklungen alleine zu begegnen, so ein aktueller Report des BearingPoint Institute. Die Analyse macht zudem deutlich, dass Banken Pioniere bei der Gestaltung der zukünftigen Finanzlandschaft sein können. Unternehmenspartnerschaften mit Telekommunikationsfirmen werden als sinnvoll erachtet, um diese Chance effektiv wahrzunehmen. In zwei Jahren wird der Markt neu verteilt sein „Die Einführung von SEPA ist zum großen Teil abgeschlossen. Jetzt steht mit Instant Payment in Verbindung mit der fortgeschrittenen digitalen Durchdringung eine Revolution in den europäischen Payment-Mechanismen an“, so Christian Bruck, Partner bei BearingPoint. „Banken haben jetzt noch rund zwei Jahre Zeit, ihre Stärken im Zahlungsverkehrsmarkt in tragfähige zukünftige Geschäftsmodelle unter Digitalisierungsaspekten umzuwandeln. Danach ist der Markt neu verteilt.“ In Afrika, wo ein besserer Zugang zu Smartphones als zu Bankkonten besteht, veränderten bereits einige Partnerschaften die mobile Finanzlandschaft. Beispiele sind die Kooperationen zwischen Orange Money und der Equity Bank in Kenia sowie BICIS im Senegal. 2013 wurden mehr als die Hälfte der 245 Initiativen und Projekte, die Menschen ohne Konto Zugang zu Bankdienstleistungen ermöglichen sollten, in Afrika durchgeführt. Solche Partnerschaften haben aber die europäische Finanzindustrie bisher wenig berührt. Hier befindet sich der Markt für Mobile Banking und Mobile Payment nach wie vor in einem frühen Stadium mit deutlichen Entwicklungspotenzialen. Generell erfolgen mobile Transaktionen in Europa noch überwiegend über traditionelle Abwicklungswege. Laut BearingPoint Institute wird die Gewöhnung an die Nutzung mobiler Bankendienste ein entscheidender Faktor bei der flächendeckenden Akzeptanz sein. Das gilt besonders für entwickelte Märkte, in denen das Nutzungsverhalten bei Bankdienstleistungen bereits tief verwurzelt ist. Es wird außerdem betont, dass in Partnerschaften mit Telekommunikationsunternehmen und Over-The-Top-Dienstleistern (OTT) für Banken große Chancen liegen, da diese zunehmend in das Kerngeschäft der Banken einzudringen versuchen. Weitere Informationen sind auf der Bearing Point Website (www.bearingpoint.de) in der Rubrik /Newsroom /Pressemitteilungen verfügbar. Anzeige Sponsoren Information & Anmeldung: Stefan Lödorf | Bank-Verlag GmbH Telefon: 0221/5490-133 | events@bank-verlag.de Jetzt anmelden www.opriskforum.de

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