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RISIKO MANAGER 09.2018

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RISIKO MANAGER ist das führende Medium für alle Experten des Financial Risk Managements in Banken, Sparkassen und Versicherungen. Mit Themen aus den Bereichen Kreditrisiko, Marktrisiko, OpRisk, ERM und Regulierung vermittelt RISIKO MANAGER seinen Lesern hochkarätige Einschätzungen und umfassendes Wissen für fortschrittliches Risikomanagement.

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14 RISIKO MANAGER 09|2018 Abb. 04 Anforderungen an die Risikomanagementsoftware Instrument Was fokussiert und ermöglicht Ihre Risikomanagementsoftware? Fokus 2018 Fokus 2028 Auf Ebene des Gesamtunternehmens Auf Ebene des Gesamtunternehmens Manuelle Analyse und Reporting Real-Time-Analyse und Reporting Manuelle Analyse und Reporting Real-Time-Analyse und Reporting Auf Ebene der Einzeltransaktionen (Losgröße 1) Auf Ebene der Einzeltransaktionen (Losgröße 1) Financial Industries Non-FI Financial Industries Non-FI Abb. 05 Instrument Umfang Risikoberichterstattung In welchem Umfang werden Risiken berichtet? Anzahl Risiken Anzahl Kennzahlen Anzahl Seiten Risikobericht 15 12 9 6 3 0 15 12 9 6 3 0 15 12 9 6 3 0 + 80 % + 13 % – 38 % < 5 + 117 % – 38 % formationen zu treffen. Hierfür werden nicht nur unternehmensinterne Daten benötigt. Auch unternehmensexterne Entwicklungen – von schwankenden Rohstoffpreisen, politischen Krisen bis hin zu Börsencrashs – können in kurzer Zeit 5 < 15 15 < 50 50 < 100 ≥ 100 Aktuell Zukünftig gravierende Auswirkungen auf den Unternehmenserfolg haben. Ein Frühwarnsystem, das hochfrequent Hinweise gibt, kann dem Risikomanager wertvolle Handlungsoptionen schaffen. Künstliche Intelligenz und semantische Algorithmen sind darüber hinaus mächtige Technologien, die bereits jetzt verfügbar sind und eingesetzt werden können. Eine Möglichkeit ist der Einsatz eines Risikoradars mit NLP- Algorithmus als SaaS (Software as a Service). Auf einer nutzerfreundlichen Oberfläche kann der Risikomanager aktuelle Trends und aufziehende Risiken in Echtzeit identifizieren. Zugrunde liegende Quellen in Form von mehr als 100 Millionen Informationsdokumenten aus dem Internet werden dabei maschinell-semantisch ausgewertet. Dies erfolgt unternehmensspezifisch, unter anderem basierend auf der Branchenzugehörigkeit, relevanten Zulieferern oder mit dem Firmennamen verbundener Nachrichten. So können Wettbewerbsanalysen durchgeführt, Kundenportfolios analysiert und Trends erkannt werden. Die Bestände können optimiert und der Vertrieb zielgerichtet unterstützt werden. Risikomanagement wird dadurch stärker in strategische

ERM 15 Fragestellungen eingebunden, kommt dem Anspruch des Beraters näher und positioniert sich als Werttreiber innerhalb der Organisation. Ganz so, wie es auch aus Sicht der Befragten nötig ist. Real-Time-Analysen auf allen Aggregationsebenen durchführen Risikoanalysen werden heute noch häufig manuell zum Beispiel mit Unterstützung von MS-Excel durchgeführt. Risikoberichte finden in der Regel bis zu vier Mal im Jahr statt und sind wenig adressatengerecht. In einem weiteren Teilbereich unserer Expertenbefragung interessierte uns daher, welche Anforderungen das Risikomanagement der Zukunft an die IT-Infrastruktur hat. In Abb. 04 wurden wieder der aktuelle Stand sowie Erwartungen in einem Koordinatensystem abgetragen. Es besteht breiter Konsens unter den Risikoexperten, dass Real-Time-Analysen und Reportings auf allen Aggregationsebenen zunehmend an Bedeutung gewinnen werden. Hervorzuheben ist, dass alle Ebenen – von der Einzeltransaktion bis hin zum Gesamtunternehmen – gleichermaßen relevant sind. Für Datenverfügbarkeit und -konsistenz sorgen Unternehmen sollten daher ihren Datenhaushalt und die datenverarbeitenden Softwarelösungen so gestalten, dass Echtzeitanalysen auf allen Aggregationsebenen möglich werden. Daten werden derzeit hinsichtlich der Granularität und Aktualität meist nicht zufriedenstellend ausgewertet und berichtet. Nur in 64 Prozent der Unternehmen sind Risikodaten bereits unternehmensweit harmonisiert. Datenverfügbarkeit und -konsistenz sind damit die wichtigsten Faktoren beim IT-gestützten Risikomanagement. Eine zentrale Risikomanagement-Software ist laut der Experten nicht zwingend erforderlich. Oft funktionieren verschiedene IT-Lösungen gut parallel. Das Paradigma, dass es die eine große Lösung braucht, hat in der Befragung nicht standgehalten. Solange Daten konsistent verwaltet werden, ist die Integration in eine zentrale Lösung nicht zwingend erforderlich. Häufiger und anlassbezogen Risiken und Chancen berichten Elementarer Bestandteil eines funktionierenden Risikomanagements ist neben der Identifizierung und Analyse von Risiken auch die transparente und vollständige Berichterstattung. Wir fragten deshalb die Experten, wie sie sich die Risikoberichterstattung bezüglich Umfang und Häufigkeit wünschen. Die Antworten: Zum einen soll die Frequenz zunehmen. In vielen Unternehmen findet die Risikoberichterstattung einmal pro Jahr statt, was oftmals zu wenig Spielraum für Gegenmaßnahmen bietet. Zum anderen soll die Komplexität der Berichte zurückgehen. Anzahl der berichteten Risiken, Risikokennzahlen und vor allem die Seitenanzahl der Risikoberichte sollen nach Meinung der Experten sinken ( Abb. 05). Adressatengerechte Dashboards mit Login-Funktion, die mit relevanten Informationen auf den Empfänger zugeschnitten sind, stellen eine praktische Lösung da. Im Ergebnis sollen Risiken so häufiger und anlassbezogen kommuniziert werden. Für die konsistente Identifikation, Überwachung und Steuerung von Risiken können integrierte Plattformen eingesetzt werden. Dem Risikomanager wird dazu eine Applikation – zum Beispiel auf dem iPad – bereitgestellt, mit dem er mobil anhand eines vordefinierten, individuell angepassten Fragenkatalogs eine standardisierte Risikoerfassung vornehmen kann. Definierte Kriterien und die intuitive Dokumentation mithilfe einer Upload-, Scanund Fotofunktion objektivieren die Risikobewertung. Dashboards fassen in Risikokategorien die aktuelle Lage zusammen und dokumentieren Handlungsempfehlungen. Vor allem in Industrieunterneh-

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