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RISIKO MANAGER 09.2015

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RISIKO MANAGER ist die führende Fachzeitschrift für alle Experten des Financial Risk Managements in Banken, Sparkassen und Versicherungen.

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3 standpunkt Erhebliche Risiken in Europa Das erste Quartal 2015 war eines der volatilsten der vergangenen Jahre, da es in sehr kurzer Zeit eine Reihe von marktbewegenden Ereignissen gegeben hat. Dazu gehören die Ergebnisse der Wahlen in Griechenland ebenso wie der starke Verfall des Ölpreises und die Ankündigung eines Anleihekaufprogramms durch die Europäische Zentralbank. Aber auch das Abrutschen der Renditen zehnjähriger Bundesanleihen auf neue historische Tiefstände und die Freigabe des Franken gegenüber dem Euro durch die Schweizer Nationalbank haben die Anleger beeindruckt. Die schnelle Abfolge externer Impulse ist auch als ein Zeichen zunehmender Instabilität zu interpretieren, die das Geschehen an den Finanzmärkten in den kommenden Monaten prägen wird. Fundamental gesehen haben sich zwar die Wachstumsaussichten der Eurozone durch den schwächeren Euro und die gesunkenen Energiepreise deutlich verbessert. Aber auf der anderen Seite bleiben die politischen Risiken in der Region hoch, denn eine diplomatische Lösung in der Ukraine-Krise ist bislang ebenso wenig absehbar wie der Verbleib Griechenlands in der Eurozone. Derzeit lässt sich nicht abschätzen, welche ökonomischen Auswirkungen die ultra-lockere Geldpolitik der EZB haben wird. Der Grad der Manipulation der Märkte durch die Geldpolitik der EZB in den vergangenen drei bis vier Jahren ist ohne Parallele. Wir betreten damit historisches Neuland, denn niemals zuvor ist so etwas durch die Notenbank getan worden. Klar ist allenfalls, dass sich die EZB mit ihrer Politik Zeit erkauft, aber kein Wachstum. Es bedarf noch einer Reihe von Strukturreformen in den einzelnen Volkswirtschaften der Eurozone, denn nur damit wird die Grundlage für nachhaltiges Wachstum gelegt. Erste Schritte in Ländern wie Italien oder Frankreich sind zwar gemacht worden. Aber es ist zunehmend ein Mangel an politischer Führungsstärke und politischem Willen zu beobachten, um notwendige und oftmals unpopuläre Reformen voranzutreiben und gegen innenpolitische Widerstände umzusetzen. All diese Themen werden im laufenden Jahr eine Herausforderung für die Finanzmärkte bleiben. Autor: Colin Reedie, Fondsmanager, Legal & General Investment Management. Limitierung von Forderungen gegenüber Schattenbanken Gemäß Artikel 395 Abs. 2 CRR hat die European Banking Authority (EBA) Leitlinien zur Festlegung geeigneter Grenzen für Kredite an Schattenbanken auszuarbeiten. Dieser Verpflichtung ist die EBA mit der Veröffentlichung des Konsultationspapiers „Guidelines on Limits on Exposures to Shadow Banking“ (EBA/CP/2015/06) nachgekommen. Hintergrund der Regelungen sind die fehlende Transparenz und aufsichtliche Überwachung des Schattenbankensektors sowie die Verflechtung mit anderen Finanzmarktteilnehmern. Dadurch besteht insbesondere die Gefahr der Risikoübertragung (beispielsweise von Liquiditäts- oder Kreditrisiken) auf den gesamten Finanzmarkt. Im Rahmen der konsultierten Leitlinien definiert die EBA Schattenbanken als Unternehmen, welche bankähnliche Dienstleistungen (wie Fristen- / Liquiditätstransformation, Leverage oder Kreditrisikotransfer) betreiben und keiner adäquaten Beaufsichtigung unterliegen. Als Indizien für die Klassifizierung eines Unternehmens als Schattenbank gelten bestimmte, in Anlage I der CRD-IV- Richtlinie aufgeführte Geschäftstätigkeiten: (1) Entgegennahme von Einlagen – (2) Darlehensgeschäft – (3) Finanzierungsleasing – (4) Gewährung von Bürgschaften / Kreditzusagen – (5) Handel für eigene Rechnung – (6) Emissionsgeschäft – (7) Geldmaklergeschäft – (8) Portfolioverwaltung /-beratung. Geldmarktfonds fallen per Definition immer in den Anwendungsbereich, ebenso wie alle sonstigen, nicht regulierten Fonds. Eine Forderung gegenüber einer Schattenbank wird dabei von der EBA quantifiziert als eine Forderung, die mehr als 0,25 Prozent der anrechenbaren Eigenmittel beträgt. Dabei sind die anrechenbaren Eigenmittel aktuell definiert als Summe von Kernkapital (Tier-1- Kapital) und 33 Prozent des Ergänzungskapitals (Tier-2-Kapital). Sofern die vom Baseler Ausschuss im April 2014 zuletzt geänderten Großkreditvorschriften analog in europäisches Recht überführt werden, umfassen die anrechenbaren Eigenmittel zukünftig lediglich noch die Kernkapitalkomponenten. Im Zusammenhang mit Forderungen gegenüber Schattenbanken fordern die Leitlinien die Institute zudem zur Etablierung effektiver Prozesse und Kontrollmechanismen sowie eines Berichtswesens an das Senior Management auf. Zudem ist eine angemessene Limitsteuerung auf Einzelkreditebene und die Etablierung eines Gesamtlimits erforderlich. Hierfür sehen die Leitlinien einerseits einen sogenannten General Approach vor, der immer dann anwendbar ist, wenn spezifische Informationen hinsichtlich des Kontrahenten vorliegen. Verfügt das Institut hingegen nicht über die spezifischen Informationen, kommt der sogenannte Fall Back Approach zur Anwendung. Dieser sieht ein generelles Limit von Forderungen gegenüber Schattenbanken in Höhe von 25 Prozent der anrechenbaren Eigenmittel vor. Hinsichtlich der auf dieses Limit anzurechnenden Positionen werden dabei zwei Optionen unterschieden, welche den Instituten ein unterschiedlich hohes Geschäftsvolumen mit dem Schattenbankensektor ermöglichen. Vor dem Hintergrund der höheren Konservativität favorisiert die EBA grundsätzlich die erste Option. Mit der Umsetzung der Guidelines in nationales Recht kommen auf die Institute sowohl organisatorische als auch prozessuale Herausforderungen zu, welche es frühzeitig zu adressieren gilt. Das Datum für die erstmalige Anwendung der Regelungen ist aktuell noch nicht bekannt. Weitere Informationen sind auf der EBA Website (www.eba.europa.eu) in der Rubrik /News & Press verfügbar. Foto: © casfotoarda – Fotolia.com

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