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RISIKO MANAGER 08.2016

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RISIKO MANAGER ist das führende Medium für alle Experten des Financial Risk Managements in Banken, Sparkassen und Versicherungen. Mit Themen aus den Bereichen Kreditrisiko, Marktrisiko, OpRisk, ERM und Regulierung vermittelt RISIKO MANAGER seinen Lesern hochkarätige Einschätzungen und umfassendes Wissen für fortschrittliches Risikomanagement.

46 firm Frankfurter

46 firm Frankfurter Institut für Risikomanagement und Regulierung Frankfurter Wissenschaftler unter sich: Prof. Dr. Mark Wahrenburg und Prof. Dr. Wolfgang König (beide Goethe Universität Frankfurt). Prof. Dr. Dr. h.c. Martin Weber, Lehrstuhl für ABWL, Finanzwirtschaft, insb. Bankbetriebslehre an der Universität Mannheim. Dr. Bettina Mohr (Leiterin Konzernrisikocontrolling, Landesbank Baden-Württemberg) im Gespräch mit Sven Boland (Leiter Risikocontrolling, DekaBank). Dr. Kai Wilhelm Franzmeyer, viele Jahre CEO der Portigon AG, setzte sich in seinem Vortrag mit der Umsetzung von Abwicklungsplänen auseinander. Dr. Rainer Jakubowski im Gespräch mit Prof. Dr. Josef Scherer (rechts), Wirtschaftsrechtskanzlei Prof. Scherer Dr. Rieger & Partner. Wolfgang Hartmann (links, Vorstandsvorsitzender FIRM) und Wolfgang Kirsch, Vorsitzender des Vorstands der DZ BANK und Laudator bei der Verleihung des FIRM-Forschungspreises 2016. Am Abend der Forschungskonferenz wurden die FIRM Forschungspreise 2016 verliehen. Dr. Anke Raufuß (Partner, McKinsey & Company) lieferte einen Überblick über die Aktivitäten des FIRM Compliance Risk Round Table.

47 Ausgabe 08/2016 neuen, systemischen Risiken zu tun, die wir in einem Zusammenspiel noch gar nicht recht erfassen können, so der DZ-BANK-Vorstandsvorsitzende weiter. „Dazu tragen inzwischen massiv Geldpolitik und Regulierung und in diesen Tagen auch noch eine besondere Anhäufung geopolitischer Risiken bei.“ Auch das Thema Niedrigzins beziehungsweise Negativzins scheint in Europa zu einem Dauerthema zu werden. „Während die Amerikaner inzwischen die Zinswende eingeläutet haben, hält die Europäische Zentralbank weiter an ihrer lockeren Geldpolitik fest. Deutlich zu sehen an der Ausweitung des Ankaufprogramms für Anleihen und dem (Straf-)Zins für Einlagen von Banken von - 0,4 Prozent. Aktuell liegen jetzt auch die Renditen für Bundesanleihen im negativen Bereich“, so Kirsch weiter. Dabei sind die positiven gesamtwirtschaftlichen Effekte negativer Zinsen bisher nur schwer bestimmbar: „In Ländern wie Griechenland, Portugal oder Frankreich haben die niedrigen Zinsen bislang nicht zu spürbar steigenden Investitionen geführt. Gleichzeitig zeichnen sich die langfristigen gesamtwirtschaftlichen und politischen Kosten immer deutlicher ab, ganz gravierend etwa mit Blick auf die private und betriebliche Altersversorgung.“ Banken sind in diesem Umfeld gefordert, zusätzliche Erträge zu generieren, etwa über höhere Provisionen – wenn der Markt, sprich der Kunde, das hergibt, Kosteneinsparpotenziale zu identifizieren und ihre Geschäftsmodelle zu vereinfachen, so das Zwischenfazit von Wolfgang Kirsch. „Die EZB muss die Profitabilität der Banken im Blick behalten und diese Zinspolitik in den nächsten 12 bis 18 Monaten auslaufen lassen. Andernfalls erleidet sie – im Übrigen auch als oberste Bankenaufseherin in Europa – Schiffbruch. Denn aus diesen aktuellen Wirkungen der Geldpolitik und der Bankenregulierung könnte sich meines Erachtens die nächste Finanzmarktkrise aufbauen“, so der eher pessimistische Ausblick des DZ-BANK-Chefs. Wünschenswert wäre seiner Ansicht nach, mehr Kontinuität in der Bankenregulatorik zu erreichen. Es sollten die Ergebnisse von Auswirkungsstudien abgewartet und bis sie vorliegen, eine Regulierungspause in Betracht gezogen werden. Autor: Frank Romeike, Mitglied des Vorstands der Gesellschaft für Risikomanagement und Regulierung e.V. sowie verantwortlicher Chefredakteur der Zeitschrift RISIKO MANAGER. Forschungspreis geht nach Karlsruhe Unter der Schirmherrschaft des Hessischen Ministers für Wirtschaft, Energie, Verkehr und Landesentwicklung, Tarek Al Wazir, wurde am 30. Juni der Forschungspreis 2016 des Frankfurter Instituts für Risikomanagement und Regulierung (FIRM) verliehen. Der Forschungspreis zielt darauf ab, maßgebliche Beiträge zum besseren Verständnis von Risikomanagement und Regulierung im Finanzdienstleistungssektor zu fördern. Bewerben konnten sich Verfasser wirtschaftswissenschaftlicher Dissertationen, die mit summa cum laude oder magna cum laude an einer deutschsprachigen Universität promoviert wurden. Unter den eingegangenen Bewerbungen wurden in einer ersten Begutachtungsrunde die drei Dissertationen mit den besten Bewertungen ausgewählt. Anschließend präsentierten die drei Verfasser in Montabaur im Rahmen der öffentlichen Forschungskonferenz ihre Arbeiten und stellten sich einer kritischen Diskussion mit Vertretern aus der Finanzpraxis und Hochschulangehörigen. Philipp Schuster konnte sich mit seiner am Karlsruher Institut für Technologie (KIT) abgeschlossenen Dissertation „Liquidity in Bond Markets“ durchsetzen, in der er die Liquidität von Anleihemärkten analysiert. Sowohl der Preisträger als auch der betreuende Lehrstuhl für Financial Engineering und Derivate unter der Leitung von Marliese Uhrig-Homburg erhielten als Preisgeld jeweils 15.000 Euro. „Die Arbeit vergleicht in sehr überzeugender Weise die Qualität verschiedener Liquiditätsmaße. Dazu nutzt sie einen sauber konstruierten Modellrahmen, mit dem der Einfluss von Laufzeit, Transaktionskosten und Investorenverhalten auf Handelsvolumina und Anleihepreise analysiert werden kann“, sagte Jury-Vorsitzender Günter Franke, Professor für Internationales Finanzmanagement i.R. an der Universität Konstanz und Co-Beiratsvorsitzender von FIRM. Mit einem Preisgeld von 5.000 bzw. 1.000 Euro wurden auch Josef Korte und Nils-Christian Detering sowie die betreuenden Lehrstühle ausgezeichnet. Korte von der Goethe-Universität Frankfurt untersucht in seiner von Mark Wahrenburg betreuten Dissertation in prägnanter Weise die Wirkung einer verschärften Bankaufsicht auf das Risikoverhalten von Banken. Detering beschäftigte sich in seiner Dissertation „Four Contributions to Quantitative Financial Risk Management“, betreut von Natalie Packham und erstellt an der Frankfurt School of Finance and Management, mit aktuellen Fragestellungen des Risikomanagements von Finanzdienstleistern. Ein Hauptfokus der Arbeit liegt auf der Messung von Modellrisiken.

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