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RISIKO MANAGER 08.2016

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38 RISIKO MANAGER 08|2016 Abb. 07 Analysen Mehrjahressicht – Prognosen Stresstestmodelle vs. Ausfallraten ben wir deshalb in einem zweiten Schritt durch die Consensus-Makroprognosen, die Prognose (quartärlich) Gesamt (BT Stichtag 2; Prognose T+1) Prognose (quartärlich) Corporates (BT Stichtag 2; Prognose T+1) Prognose (quartärlich) Financials (BT Stichtag 2; Prognose T+1) Prognose (quartärlich) Specialized Lending (BT Stichtag 2; Prognose T+1) LB-Rating Ausfallrate LB-Rating CT Ausfallrate Prog. Stresstestmodelle bereits zum Stichtag 1 jeweils zur Verfügung stehen, ersetzt. Abb. 05 zeigt die über die Stresstestmodelle prognostizierten Ausfallraten auf Basis der zum Stichtag 1 zur Verfügung stehenden Informationen (mittlere RSU-Merton-Modell-PDs und Consensus-Makroprognosen des letzten Monats eines Quartals vor Stichtag 1). Zudem werden die zum Stichtag 1 beobachteten internen CTs der Ratingverfahren mit den zugehörigen Backtesting-Konfidenzbändern und die tatsächlich beobachteten Ausfallraten zum Stichtag 2 dargestellt. Bezugspunkt der Grafiken ist jeweils Stichtag 2, dargestellt werden also die tatsächlich beobachteten Ausfallraten mit den zugehörigen Prognosen, die auf Basis der ein Jahr vorher zur Verfügung stehenden Informationen ermittelt wurden. Die in diesem Abschnitt dargestellten Analysen zeigen, dass lediglich im Krisenzeitraum 2008 bis 2010 die über die RSU-Stresstestmodelle prognostizierten Ausfallraten deutlich oberhalb der Konfidenzbänder des Binomialtests, die auf Basis der internen CTs der Ratingverfahren ermittelt wurden, liegen. Das deutliche Überschreiten der Konfidenzbänder zeigt das Vorliegen der Sonderkonstellation „Finanzkrise“ an. Bei Verwendung der Makroprognosen in den RSU-Stresstestmodellen fällt – im Vergleich zur Verwendung der tatsächlich realisierten Makrovariablen – das Bestimmtheitsmaß (R^2) in den meisten Modulclustern etwas niedriger aus: 66 Prozent (Gesamt), 74 Prozent (Corporates), 12 Prozent (Financial Institutions) 70 Prozent (Specialized Lending). Der stärkere Rückgang des Bestimmtheitsmaßes im Modulcluster Financial Institutions ist auf verschiedene Gründe zurückzuführen: Die ersten Ausfälle von Banken kann man bereits mit Beginn der Finanzkrise ab August 2007 beobachten. Ausfälle von Banken traten dann gehäuft in 2008 und Anfang 2009 auf. Die Makroprognosen wurden jedoch erst auf dem Höhepunkt der Finanzkrise, mit dem Ausfall von Lehman Brothers im September 2008, deutlich nach unten revidiert. Zudem weisen die mittleren RSU- Merton-Modell-PDs im Modulcluster Fi-

Regulierung 39 IN KOOPERATION MIT nancial Institutions nur einen Vorlauf von ca. einem Quartal vor den tatsächlich beobachteten Ausfallraten auf. In den anderen Modulclustern sind längere zeitliche Vorläufe zu beobachten. Die vergleichsweise hohen Bestimmtheitsmaße der Stresstestmodelle werden hauptsächlich durch den Zeitraum 2008 bis 2010 getrieben. In diesem Krisenzeitraum ist der quadrierte Prognosefehler für die Ausfallraten auf Basis der Stresstestmodelle unter Verwendung der prognostizierten Makrovariablen geringer als der quadrierte Prognosefehler der internen CT der internen Ratingmodelle der RSU (LB-Rating). Außerhalb des Krisenzeitraums zeigt sich jedoch kein Mehrwert der Stresstestmodelle gegenüber den über die internen Ratingverfahren ermitteln Central Tendency. Abb. 06 verdeutlicht diese Sachverhalte. Die Analysen zeigen, dass die Stresstestmodelle grundsätzlich ein nützliches und ergänzendes Instrument zur Erkennung von Sonderkonstellationen sind. In normalen konjunkturellen Phasen können hingegen die Ausfallraten auf Modulclusterebene besser durch die internen Ratingverfahren erklärt werden. Dieser Sachverhalt ist wenig verwunderlich, da die Stresstestmodelle auf Krisenphasen optimiert wurden. Zudem sind Ausfallraten in normalen konjunkturellen Phasen wenig sensitiv gegenüber den konjunkturellen Rahmenbedingungen. Ob das reale Bruttoinlandsprodukt mit 1,5 Prozent oder 1,6 Prozent wächst, hat auf die Entwicklung der Ausfallrate letztendlich nur geringe Auswirkungen. Analysen Mehrjahressicht Die Analysen auf Mehrjahressicht werden analog zu den Analysen auf Einjahressicht durchgeführt. Der Zeitraum zwischen Stichtag 1 und Stichtag 2 beträgt nunmehr jedoch zwei Jahre, dass heißt mit den zum Stichtag 1 zur Verfügung stehenden Informationen wird über die Stresstestmodelle die Ausfallrate diesmal in zwei Jahren prognostiziert (vgl. Abb. 07). Die tatsächlichen Ausfallraten lassen sich auf Zweijahressicht über die Stresstestmodelle deutlich schlechter prognostizieren. Die Bestimmtheitsmaße nehmen Basel IV Das Intensivseminar Überblick über Basel IV Donnerstag, 29. September 2016, in Köln Information und Anmeldung: Tel.: 0221-5490-133 (Stefan Lödorf) | events@bank-verlag.de www.risiko-manager-trainings.com Das Fachbuch Martin Neisen, Stefan Röth (Hrsg.) Basel IV Die Baseler Vorschläge zur Überarbeitung der Ermittlung von risikogewichteten Aktiva ISBN 978-3-86556-465-8 Artikel-Nr. 22.524-1600 89,00 € Jetzt anmelden www.bank-verlag-shop.de | medien@bank-verlag.de

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