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RISIKO MANAGER_07.2019

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RISIKO MANAGER ist das führende Medium für alle Experten des Financial Risk Managements in Banken, Sparkassen und Versicherungen. Mit Themen aus den Bereichen Kreditrisiko, Marktrisiko, OpRisk, ERM und Regulierung vermittelt RISIKO MANAGER seinen Lesern hochkarätige Einschätzungen und umfassendes Wissen für fortschrittliches Risikomanagement.

30 firm Frankfurter

30 firm Frankfurter Institut für Risikomanagement und Regulierung Wissenschaft Neu gestaltete Genossenschaften gegen Einkommensungleichheiten Franceso Caselli von der London School of Economics unterbreitete im Rahmen einer SAFE Policy Lecture, am 26. Juni im House of Finance der Goethe-Universität Frankfurt, seine Idee, wie neu gestaltete Genossenschaften dazu beitragen könnten, Einkommensungleichheiten zu verhindern. In diesem Konzept können anreizkompatible Genossenschaften (IC-Coops) Wachstum erzielen, gleichzeitig integrativen Wohlstand generieren und zugleich den klassischen Konflikt zwischen Arbeit und Kapital lösen. Im Gegensatz zu traditionellen Genossenschaften achten IC-Coops auf Anreize, die sie schaffen – was laut Caselli ein Grund ist, warum traditionelle Genossenschaften häufig scheitern. Daher wären IC-Coops widerstandsfähiger. In seinem Modell schlägt Caselli vor, die Produktion von Firmen in Fremdbesitz durch selbstbestimmte Genossenschaften zu ersetzen. Dadurch wäre der Besitz nicht mehr handelbar, also gäbe es keinen Aktienmarkt. Damit wäre es auch nicht nötig, das Einkommen auf die Produktionsfaktoren zu verteilen. Dadurch würde eine inhärente Schwäche der traditionellen Genossenschaften beseitigt: der ausgeprägte Fokus auf die Gegenwart (der sogenannte present bias) innerhalb von Genossenschaften. Arbeitnehmer profitieren i. d. R. nicht von zukünftigen Geldflüssen, wenn sie das Unternehmen wechseln oder in Rente gehen; daher haben sie wenig Interesse an langfristigem Wachstum. Weitere Informationen unter: www.safe-frankfurt.de Gemeinschaftsprojekt Data Literacy und Data Science Neun Universitäten und Hochschulen in Baden-Württemberg entwickeln in einem gemeinsamen Projekt neue Schulungs-und Qualifizierungsangebote zur Sammlung, Bewertung und Nutzung großer Datenmengen, die in Unternehmen anfallen. Dabei werden ganz unterschiedliche Bildungsformate eingesetzt – Online-und Präsenzelemente ergänzen sich. Die Weiterbildungsangebote richten sich speziell an mittelständische Unternehmen. Das Projekt „Data Literacy und Data Science“ wird bis Ende 2021 mit knapp einer Million Euro aus dem Europäischen Sozialfonds gefördert. Eine weitere Million Euro steuern das Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kunst Baden-Württemberg und die Projektpartner jeweils hälftig bei. „Große, unstrukturierte Datenmengen zu analysieren und zu bewerten, ist im digitalen Zeitalter die zentrale Voraussetzung für erfolgreiche Wissenschaft und Wirtschaft und daher eine Kernkompetenz der Beschäftigten. Die unterschiedlichen Bildungsformate, die im Verbundprojekt entstehen, werden Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in die Lage versetzen, das Potenzial digitaler Daten für den Unternehmenserfolg zu erkennen und zu nutzen“, so Wissenschaftsministerin Theresia Bauer zum Projekt „Data Literacy und Data Science“. Kurz notiert: SAFE-Programmdirektorin gewinnt Preis für das beste Paper Loriana Pelizzon, Professorin an der Goethe-Universität und Programmdirektorin „Systemic Risk Lab“ am Forschungszentrum SAFE, hat zusammen mit ihren Co-Autoren am 27. Juni 2019 auf der „CEPR-Imperial-Plato Market Innovator Conference on Market Structure“ den Preis für das beste Paper gewonnen. Die Konferenz wird jährlich vom Centre for Economic Policy Research (CEPR), dem Centre for Global Finance and Technology an der Imperial College London Business School und Plato Partnership organisiert. Weitere Informationen unter: www.safe-frankfurt.de Studie: KI und Cyber-Angriffe Unternehmen erhöhen ihre Investitionen in KI-Systeme zum Schutz vor der nächsten Generation von Cyber-Angriffen. Zu diesem Ergebnis kommt eine neue Studie des Capgemini Research Institute. Rund zwei Drittel der Unternehmen glauben, ohne KI nicht in der Lage zu sein, auf kritische Bedrohungen zu reagieren. Durch die Fortschritte in Cloud-, Internet-of-Things- (IoT-), 5G- und Dialogschnittstellen-Technologien erhöht sich die Anzahl der Endgeräte, Netzwerke und Benutzeroberflächen – und somit die Anzahl der potenziellen Einfallstore für Angreifer. 56 Prozent der Führungskräfte weltweit sowie 46 Prozent in Deutschland sagten, dass ihre Cyber-Sicherheitsanalysten überfordert sind von der Vielzahl der Datenpunkte, die sie überwachen müssen, um Verletzungen zu erkennen oder zu verhindern. Darüber hinaus hat sich die Art der Cyber-Risiken, die ein sofortiges Eingreifen erfordern oder von Cyber-Analysten nicht schnell genug behoben werden können, deutlich erhöht. Dazu zählen: • Cyber-Angriffe auf zeitkritische Anwendungen. International gaben 42 Prozent an, dass sie gestiegen sind – und zwar durchschnittlich um 16 Prozent • automatisierte Angriffe, die in einem derart hohen Tempo mutieren, dass sie durch traditionelle Reaktionssysteme nicht neutralisiert werden können. Laut 43 Prozent der Befragten hat deren Häufigkeit um durchschnittlich 15 Prozent zugenommen Angesichts dieser neuen Bedrohungen ist eine klare Mehrheit der Unternehmen (69 Prozent international, 62 Prozent in Deutschland) der Ansicht, ohne den Einsatz von KI nicht auf kritische Cyber- Angriffe reagieren zu können. Bereits um solche Bedrohungen identifizieren zu können, benötigen 61 Prozent weltweit sowie 51 Prozent der deutschen Unternehmen nach eigener Aussage KI. Weitere Informationen unter: www.capgemini.com/de

31 Ausgabe 07/2019 Regulierungstrends Studie: Status quo und Handlungsbedarf bei Governance-Systemen Öffentliche Unternehmen und Institutionen in Deutschland müssen nach Ansicht der Beratungsgesellschaft PricewaterhouseCoopers (PwC) ihre Governance-Systeme verbessern. Andernfalls riskieren sie Reputationsverluste, Geldstrafen oder strafrechtliche Konsequenzen. Dies ist das Fazit der PwC-Studie „Governance-Systeme in Institutionen der öffentlichen Hand – Status quo und Handlungsbedarf“. Die Studie wurde in Kooperation mit der Universität Paderborn, Lehrstuhl für Allgemeine Betriebswirtschaftslehre (insbesondere das Corporate Governance), erstellt. Die Studie erfragte unter anderem die Schwachstellen in den Governance-Systemen der Institutionen. Als Top 3 erweisen sich hier „unzureichende zeitliche Kapazitäten“ (81 Prozent), „unzureichende personelle Ausstattung“ (68 Prozent) und „nachrangige Priorisierung von Themen im Zusammenhang mit Governance“ (62 Prozent). Zudem äußerten 79 Prozent der Befragten, dass es bessere Maßnahmen zur Fehlervermeidung und -aufdeckung braucht, um die Wirksamkeit der Governance-Systeme zu gewährleisten. Eine Schlussfolgerung formuliert Marco Galioto, Experte für Governance-Systeme im öffentlichen Sektor und studienverantwortlicher PwC-Partner, wie folgt: „Auf Leitungsebene und in den Aufsichtsorganen muss das Thema dringend höher priorisiert werden.“ Und er ergänzt: „Ansonsten besteht die Gefahr, dass Schwachstellen Störfälle verursachen, die wiederum zu Schäden für die Institution und persönlichen Konsequenzen für die Verantwortlichen führen.“ An der Studie beteiligten sich 64 Institutionen, darunter insgesamt 19 Versorger und Entsorger und 16 Kernverwaltungen. Die anderen Teilnehmer sind Kliniken, Hochschulen, Unternehmen im ÖPNV, Wohnungsunternehmen, Stiftungen und Vereine. Weitere Informationen unter: www.pwc.de Bankenverband und die Bankenunion gefällte Entscheidung des Bundesverfassungsgerichts zur Bankenunion. Krautscheid: „Karlsruhe weist zu Recht darauf hin, dass die Zuständigkeit nicht vollständig auf die EZB übertragen wurde, sondern nur für bedeutende Kreditinstitute. Die Mehrzahl der deutschen Institute wird weiterhin von der BaFin beaufsichtigt. In Zeiten, in denen Bankgruppen zunehmend grenzüberschreitend tätig sind, ist eine zentrale europäische Aufsicht für diese Institute die logische Konsequenz. Der europäische Aufsichtsmechanismus (SSM) habe sich in den fast fünf Jahren seines Bestehens eingespielt und bewährt. Krautscheid begrüßt, dass das Gericht den eingeschlagenen Weg für verfassungskonform befunden hat. Weitere Informationen unter: www.bankenverband.de EZB-Staffelzinssätze Der Deutsche Sparkassen- und Giroverband (DSGV) hält angesichts der aktuellen Diskussionen zu einer weiteren Ausweitung der geldpolitischen Maßnahmen der Europäischen Zentralbank (EZB) die Einführung von EZB-Staffelzinssätzen für immer wichtiger. Dies insbesondere auch vor dem Hintergrund, dass andere Länder wie Japan oder die Schweiz bereits seit Jahren die Auswirkungen einer expansiven Geldpolitik auf den jeweiligen Bankensektor mit solchen Maßnahmen abmildern. Einen sinnvollen Ansatz sieht der DSGV dabei im sogenannten „Schweizer Modell“. Wenn die Banken und Sparkassen einen Freibetrag in Höhe des Zehnfachen des Mindestreservesolls angerechnet bekämen, würde das die jährliche Belastung des Bankensektors im gesamten Euroraum von 7,2 Mrd. Euro auf 2,6 Mrd. Euro, also um gut 60 Prozent, senken. Nach Ansicht des DSGV wäre dies ein guter Weg, um Stabilitätsrisiken an dieser Stelle zu minimieren. Weitere Informationen unter: www.dsgv.de Andreas Krautscheid begrüßt das jüngste Urteil des Bundesverfassungsgerichts zur Bankenunion. Bildquelle: Bundesverband deutscher Banken. „Der Bankenverband hat die Regelungen zu einer europäischen Aufsicht und Abwicklung im Grundsatz stets unterstützt, auch wenn die erlassenen Regeln komplex sind und eine praxisgerechte Umsetzung nicht immer einfach“, so Andreas Krautscheid, Hauptgeschäftsführer des Bankenverbands, mit Blick auf die jüngst Kurz notiert: DK warnt vor Umsetzung von Basel III Die Deutsche Kreditwirtschaft (DK) warnt vor erheblichen negativen Auswirkungen, falls die neuen Baseler Eigenkapitalvorschriften (Basel III) in der von der europäischen Bankenaufsichtsbehörde (EBA) vorgeschlagenen Weise in europäisches Recht umgesetzt werden. Die EBA hatte jüngst die vorläufigen Ergebnisse ihrer Auswirkungsstudie zur finalen Baseler Reform veröffentlicht und einen zusätzlichen Kapitalbedarf für europäische Banken von 135 Milliarden Euro festgestellt.

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