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RISIKO MANAGER 07.2016

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RISIKO MANAGER ist das führende Medium für alle Experten des Financial Risk Managements in Banken, Sparkassen und Versicherungen. Mit Themen aus den Bereichen Kreditrisiko, Marktrisiko, OpRisk, ERM und Regulierung vermittelt RISIKO MANAGER seinen Lesern hochkarätige Einschätzungen und umfassendes Wissen für fortschrittliches Risikomanagement.

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30 RISIKO MANAGER 07|2016 4 Abb. 07 Abb. 08 2 Frage: „Wie hoch ist der Anteil der nicht auf direkten Beobachtungen, sondern auf Expertenschätzungen beruhenden 'prudent values' für Ihre 'valuation inputs'?“ (neun Institute, alle Core Approach) 1 2 2 2 2 1 2 3 0 4 Nennungen differenziertes Bild: Exotische Derivate werden von nahezu allen Instituten als einschlägig eingeschätzt, Verbriefungen von mehr als der Hälfte, die übrigen Produktklassen (Private Equity/Venture Capital, Fondsanteile, Kredite, Plain Vanilla Derivate, Wertpapiere exkl. Verbriefungen) nur jeweils von einem geringeren Anteil. Zur Quantifizierung des MOR AVAs greifen die teilnehmenden Institute bevorzugt auf alternative Bewertungen (beispielsweise Consensus-Daten) und Expertenschätzungen zurück (siehe Abb. 09). Lediglich jeweils die Hälfte der teilnehmenden Institute führt Vergleichsrechnungen auf Basis alternativer Modelle, unterschiedlicher Kalibrierungen oder einer unterschiedlichen Wahl nicht beobachtbarer Parameter durch (darunter zwei Institute, die alle drei Arten von Vergleichsrechnungen durchführen). Der in der delegierten Verordnung [EC 2015, Art. 11, Tz. 5] geforderte „Backtesting-Ansatz“ wurde von keinem der teilnehmenden Institute umgesetzt. Unearned Credit Spread AVA (UCS) Gemäß Artikel 12 der delegierten Verordnung [EC 2015] haben die Institute Bewertungsunsicherheiten zu berücksichtigen, die aus bilanziellen Anpassungen für erwartete 7 0 % bis 20 % 20 % bis 40 % 40 % bis 60 % 60 % bis 80 % 80 % bis 100 % Frage: „Welche der folgenden Maßnahmen ergreifen Sie oder erwägen Sie, um für 'valuation inputs' mit nicht hinreichenden Datenquellen dennoch ein 90%-Quantil zu bestimmen?“ (neun Institute, alle Core Approach, Mehrfachnennungen möglich) Verteilungsannahmen mit Parametern extrapoliert aus anderen Instrumenten Expertenschätzung Bessere Statistik durch Zusammenfassung ähnlicher „valuation inputs“ Beobachtung des Kurses über die Zeit Erschließung weiterer Datenquellen Nutzung von Drittanbieterangeboten Beobachtung von Quotierungen verschiedener Kontributoren über einen Zeitraum Keine Verluste aus Kontrahentenausfallrisiken bei Derivaten resultieren (CVA). Für die CVA-Berechnung nutzen zwei der teilnehmenden Institute eine Exposure-Simulation, sieben Institute verwenden hingegen Näherungsmethoden. Entsprechend nutzen auch alle teilnehmenden Institute bei der Bestimmung des MPU/COC-Anteils des UCS AVA Vereinfachungen gegenüber der für den regulären MPU/COC AVA genutzten Methodologie. Sofern überhaupt MPU/COC-Anteile ermittelt werden (6 Institute), werden bspw. lediglich CDS-Spreads betrachtet oder Expertenschätzungen genutzt (je drei Institute). Für die Berechnung des MOR-Anteils verwenden mehr als die Hälfte der teilnehmenden Institute (wenigstens teilweise) Expertenschätzungen und pauschale Annahmen. Jeweils zwei Institute gaben an, Vergleichsrechnungen auf Basis alternativer Modelle beziehungsweise mit unterschiedlicher Wahl unbeobachteter Parameter durchzuführen. Ein Institut führt Berechnungen mit unterschiedlichen Kalibrierungen durch. Investing and Funding Cost AVA (IF) Nach Artikel 13 der delegierten Verordnung [EC 2015] sollen Institute die Unsicherheit über zukünftige Investitions- und Finanzierungskosten in Form eines AVAs berücksichtigen. Diese Formulierung wird nahezu einheitlich als AVA auf Derivateportfolien (FVA) verstanden, wobei hier zusätzlich bis auf eine Ausnahme eine Beschränkung auf unbesicherte Derivate erfolgt. Lediglich ein Institut gab an, Eigenemissionen als einschlägig zu erachten. Der bilanzielle Ausweis eines FVA wird in Deutschland noch nicht von allen Instituten durchgeführt, jedoch gehen die Wirtschaftsprüfer inzwischen verstärkt dazu über, entsprechende Ausweise zu fordern. Hinsichtlich der Berechnung eines AVA zeigt sich dementsprechend ebenfalls ein differenziertes Bild, vgl. Abb. 10. Concentrated Positions AVA (COP) Gemäß Artikel 14 der delegierten Verordnung müssen Institute prüfen, ob sie aus ihren Positionen binnen einer Frist von zehn Tagen aussteigen können, und bei Überschreiten dieser Periode einen entsprechenden AVA auf diese Position ermitteln.

Marktrisiko 31 Der überwiegende Teil der teilnehmenden Institute sieht aktivische Wertpapiere als einschlägig für diesen AVA an, vgl. Abb. 11. Etwa die Hälfte der Institute schließt auch Verbriefungen ein. Positionen der Passivseite und Positionen in Derivaten werden hingegen nur von einer Minderheit als grundsätzlich einschlägig erachtet. Unter methodischen Gesichtspunkten ist für den COP AVA die Frage besonders relevant, welche Fiktion bezüglich des Haltens oder des Abbaus einer Position angenommen wird, da eine Wechselbeziehung zwischen aggressivem beziehungsweise passivem Handeln und der daraus resultierenden Länge der Abbauperiode sowie der Beeinflussung des Markts (Market Impact) besteht. Gemäß [EBA 2015, Art. 14 Tz. 1c] ist die Höhe der COP AVAs unter Berücksichtigung des Effekts einer hypothetischen Handelsstrategie auf die erzielbaren Veräußerungspreise zu ermitteln. Keines der teilnehmenden Institute, die den Core Approach anwenden, nimmt hierbei einen aggressiven Abbau mit minimaler Abbauperiode, aber hohem Market Impact an. Jeweils ein Drittel unterstellt entweder keine Handelsstrategie, einen passiven Abbau ohne Market Impact, aber mit maximaler Abbauperiode (beachte hierzu auch die ergänzende Erläuterung in Frage 32 der QIS [EBA 2013b]), oder eine Handelsstrategie, die das Zusammenspiel von Market Impact und Abbauperiode optimiert. Unabhängig von der Methode ist die Beschaffung ausreichender Volumensund Preisdaten eine besondere Herausforderung des COP AVA. Für die Ermittlung dieser Handelsvolumina beziehungsweise letztlich der vorsichtigen Ausstiegsperioden stellen jeweils ein Drittel der Institute nur in geringem Maße, ein Drittel etwa zur Hälfte und ein Drittel zum überwiegenden Teil auf Expertenschätzungen ab (siehe Abb. 12). Lediglich ein Institut gab an, auf die Serviceangebote von Marktdatenanbietern zurückzugreifen oder zurückgreifen zu wollen, um Exit-Perioden und den Market Impact der eigenen Abbaustrategie einzuschätzen. Future Administrative Cost AVA (FAC) Gemäß Artikel 15 des RTS sollen Institute dort, wo die Berechnung von MPU/COC AVAs nicht auf ein vollständiges Ausstei- Abb. 09 Abb. 10 Abb. 11 3 Frage: „Welche Methoden nutzen Sie um das Modellrisiko zu bemessen?“ (neun Institute, alle Core Approach, Mehrfachnennungen möglich) Nennungen 4 4 4 5 6 2 Abschätzung aus Consensus-Pricing und anderen alternativen Bewertungen Expertenschätzungen und pauschale Annahmen Berechnung unter unterschiedlicher Wahl unbeobachtbarer Parameter Berechnung unter unterschiedlichen Kalibrierungen Berechnung alternativer Modelle 2 2 Wir berechnen KEIN bilanzielles FVA, also auch keinen IF AVA. 0 Frage: „Für eine unbesicherte Derivateposition: Welche Möglichkeit beschreibt Ihren methodischen Zugang am ehesten?“ (neun Institute, alle Core Approach) 1 1 1 2 3 4 8 Derivate Wir berechnen KEIN bilanzielles FVA, aber eine Approximation als IF AVA. Wir berechnen ein bilanzielles FVA und einen IFC AVA. Sonstiges Frage: „Für welche Produktklassen ist der 'concentrated position AVA' aus Ihrer Sicht einschlägig (Zeitwertbilanzierung vorausgesetzt, unabhängig von der konkreten Relevanz für Ihre Portfolien)?“ (neun Institute, alle Core Approach, Mehrfachnennungen möglich) Nennungen Aktivische Wertpapiere, exkl. Verbriefungen Verbriefungen Aktivische Kredite/Darlehen Passivische Wertpapiere, Eigenemissionen Passivische Kredite/Darlehen Alle Positionen, die in der Bilanz mit ihrem Marktwert angesetzt werden Alle Positionen mit nicht absicherbaren Risiken

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