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RISIKO MANAGER 07.2015

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34 Ausgabe 07/2015 Neuer

34 Ausgabe 07/2015 Neuer Chief Risk Officer bei Delta Lloyd Annemarie Mijer- Nienhuis (Foto) ist zum 21. Mai 2015 zur neuen Chefrisikomanagerin des niederländischen Finanzdienstleisters Delta Lloyd NV berufen worden. Sie rückt zudem in den Vorstand auf. Die 44-jährige Mijer- Nienhuis begann ihre berufliche Karriere 1995 bei der ING Group, wo sie verschiedene Führungsaufgaben wahrnahm und viele Jahre lang im Risikomanagement der Bank aktiv wahr. 2013 wurde sie Chief Risk Officer der Lebensversicherungseinheit von Nationale-Nederlanden, einem zur ING-Gruppe gehörenden Versicherungskonzern in Rotterdam. Bei Delta Lloyd wird Mijer-Nienhuis für das globale Risikomanagement verantwortlich zeichnen. Der Versicherer verwaltet in Deutschland einen Bestand von rund 400.000 Versicherungsverträgen, im Wesentlichen in den Bereichen Leben, Berufsunfähigkeit und Altersvorsorge, zeichnet allerdings kein Neugeschäft mehr. Neue Risikofunktionen bei Talanx Deutschland Die Talanx Deutschland AG hat einige personelle Änderungen vorgenommen. Der Aufsichtsrat der Gesellschaft hat Wolfgang Hanssmann (Foto) mit Wirkung zum 1. Mai 2015 in den Vorstand berufen. Er folgt auf Markus Drews, der das Unternehmen Ende März verlassen hat. Mit weiteren Veränderungen bereitet sich der Geschäftsbereich Privat- und Firmenversicherung Deutschland in den Gremien auf die Anforderungen gemäß Solvency II vor. So wird Finanzvorstand Barbara Riebeling zusätzlich Arbeitsdirektorin und übernimmt damit das Ressort Personal, Ulrich Rosenbaum als Verantwortlicher für das Lebengeschäft mit den Ressorts Mathematik Leben und Aktuarielle Steuerung das Ressort Risikomanagement. Iris Kremers (Foto) ist weiter für das Ressort Bancassurance verantwortlich, zu dem u. a. die neue leben Versicherungen, die PB Versicherungen und die Targo Versicherungen gehören. Dr. Christoph Wetzel tritt seine Position als Vorstand für das Schaden- und Unfallgeschäft zum 1. Mai an, zeitgleich mit dem neuen Vertriebsvorstand Wolfgang Hanssmann. Bei der HDI Kundenservice AG übernimmt Ulrich Rosenbaum als Verantwortlicher für das Lebengeschäft auch das Ressort Risikomanagement. Bei der neue leben Unfallversicherung AG wird Bodo Schmithals zum 1. April neues Vorstandsmitglied. Er verantwortet unter anderem die Bereiche Mathematik/Produkte und Aktuarielle Steuerung, Iris Kremers das Risikomanagement und weitere Bereiche. Stühlerücken bei der Credit Suisse Credit Suisse wechselt ihren langjährigen Chef Brady Dougan (Foto oben) aus. Dougan hat die Geschicke der Schweizer Großbank acht Jahre lang geleitet und sie auch durch die Finanzkrise geführt, war zuletzt aber unter anderem wegen des Steuerstreits mit den USA in die Kritik geraten. Dougans Nachfolger wird der amtierende Chef des britischen Versicherers Prudential, Tidjane Thiam (Foto unten), der umfangreiche internationale Erfahrung mitbringt – allerdings nicht im Bankenbereich. „Dougan war nicht unumstritten“, sagte ein Händler. So habe es jüngst Kritik aus den Reihen der Aktionäre gegeben, dass Dougan zu stark am Investmentbanking festhalte. Auch seine Entscheidungen im Steuerstreit seien nicht unumstritten gewesen. Thiam habe indes einen guten Job bei Prudential gemacht, sagte ein anderer Marktteilnehmer. Der Aktienkurs von Credit Suisse hatte in den vergangenen sechs Monaten um neun Prozent nachgegeben, während der Kurs von UBS-Aktien um fünf Prozent gestiegen war. Jetzt sei die richtige Zeit sowohl für Credit Suisse als auch für ihn für einen Wechsel, sagte Dougan, der seit 2007 im Amt und insgesamt mehr als 20 Jahre bei der Schweizer Großbank war. Er habe „enormen Respekt“ für Thiam. Der 55-jährige Amerikaner war neben James Dimon von J.P. Morgan Chase und Lloyd Blankfein von Goldman Sachs einer der letzten, der seinen Chefposten bei einer internationalen Großbank auch nach der Finanzkrise behalten hatte. Er führte die Credit Suisse durch die Finanzkrise, ohne staatliche Hilfe in Anspruch nehmen zu müssen wie Konkurrent UBS. Dennoch stand er im vergangenen Jahr wegen der milliardenschweren Strafzahlung im Steuerstreit mit den US-Behörden unter Druck, und der Verwaltungsrat erwog bereits Schritte, die Dougans Amtszeit womöglich beendet hätten, wie das Wall Street Journal damals berichtete. Dougan blieb trotz Kritik an der Höhe des Vergleichs – 2,8 Milliarden US-$ – und am Schuldeingeständnis der Bank zunächst im Amt. Schwierig war auch die Umstrukturierung des Privatkundengeschäfts, traditionell ein Kernbereich bei Credit Suisse, und die Volatilität beim wichtigen Investmentbanking- Geschäft, die sich auf die Bilanzergebnisse niederschlug. Einige Aktionäre bemängelten zudem, dass Dougan bei Hauptversammlungen kein Deutsch sprach. Dieses Problem dürfte Thiam nicht haben. Ihr neuer CEO spreche Deutsch, Englisch und Französisch, teilte Credit Suisse am Dienstag mit. Verwaltungsratspräsident Urs Rohner sagte, Thiams internationale Erfahrung, auch bei der Erschließung neuer Märkte, spreche für den 52-Jährigen. Mit Thiam übernimmt nun ein weiterer Nicht-Schweizer das Ruder bei Credit Suisse. Thiam wurde in der Elfenbeinküste geboren und studierte in Frankreich. Er ist Fan des englischen Fußballvereins Arsenal und war einer der ersten Schwarzen an der Spitze eines britischen Großunternehmens. Er begann seine Karriere als Berater bei McKinsey & Co in New York und Paris. Während der 1990er kehrte er in die Elfenbeinküste zurück und wurde ein prominentes Regierungsmitglied. Der dortige Staatsstreich 1999 setzte seiner politischen Kar-

35 riere ein Ende. 2002 ging er zum britischen Versicherungskonzern Aviva, wo er als heißer Anwärter auf einen Chefposten gehandelt wurde. 2009 überraschte er dann auch viele bei Aviva, als er zum Konkurrenten Prudential als CEO wechselte. Unter Thiams Führung expandierte der Versicherer sein Geschäft insbesondere in den Schwellenländern, und der Prudential-Aktienkurs verdreifachte sich. Im Jahr 2012 wollte Thiam das Asiengeschäft des US-Versicherers American International Group (AIG), AIA Group Ltd, übernehmen, stieß dabei aber auf Ablehnung seitens der Aktionäre, denen das Preisschild von 36 Milliarden US-$ zu hoch schien. Prudential gab die Übernahmepläne daraufhin auf, AIAs starke Performance im Anschluss daran gab Thiam nach Meinung einiger Analysten im Nachhinein aber recht. Bei Credit Suisse stehen Thiam einige Herausforderungen bevor: Im vergangenen Monat kündigte Credit Suisse bei Vorlage der Viertquartalszahlen Kosteneinsparungen in Millionenhöhe in Reaktion auf den Franken an. Dieser war stark gestiegen, nachdem die Schweizerische Nationalbank (SNB) Mitte Januar den Mindestkurs gegenüber dem Euro aufgehoben hatte. Neue Köpfe bei SCOR Cécile Boyer stößt als Group General Counsel zur SCOR-Gruppe und wird im Team des von Romain Launay geleiteten General Secretariat tätig sein. Sie tritt die Nachfolge von Vincent Malige an, der zum General Counsel Asia-Pacific ernannt und vom Hub Singapur aus tätig sein wird. Die 45-jährige Cécile Boyer ist Absolventin der Ecole Supérieure de Sciences Economiques et Commerciales (ESSEC), Universität Paris II-Assas, der Ecole du Barreau de Paris und der Columbia University School of Law (LL.M. and J.D.). Sie ist ebenso Mitglied der New Yorker Anwaltskammer. Sie startete ihre Laufbahn in Anwaltskanzleien in Paris und New York und spezialisierte sich auf Fusionen und Übernahmen, Kapitalmärkte, Finanzierungen und Gesellschaftsrecht. 2004 stieß sie zur zentralen Rechtsabteilung der AXA-Gruppe, wo sie zunächst für den Bereich US/Internationale Angelegenheiten und anschließend für AXA Global Life und AXA Global P&C verantwortlich war. 2012 wurde sie General Counsel des Bereichs Leben der Zurich Insurance Group. 2013 wurde sie zum Head of Legal & Compliance for Continental Europe bei der ACE Group ernannt. Der 43-jährige Vincent Malige erwarb einen Postgraduierten-Abschluss in Wirtschaftsrecht an der Universität Panthéon-Sorbonne und ist Mitglied der Pariser Anwaltskammer. Er begann seine Laufbahn als Wirtschaftsanwalt in London und Paris und arbeitete anschließend von 2001 bis 2006 für eine auf Fusionen und Übernahmen spezialisierte Anwaltskanzlei. 2006 wechselte er zur SCOR-Gruppe, wo er zunächst als Jurist in der Rechtsabteilung tätig war. 2008 wurde er zum General Counsel der Holding- Gesellschaft ernannt und 2011 schließlich zum General Counsel und Group Deputy General Counsel des Hubs Paris. Umberto Gavazzi wird zum Chief Underwriting Officer for the Worldwide Treaty P&C Operations bei SCOR Global P&C ernannt und berichtet in dieser Funktion an Victor Peignet, CEO der SCOR Global P&C. Mit Wirkung zum 1. Juli 2015 löst er Yvan Besnard ab, der zu diesem Zeitpunkt in den Ruhestand treten wird. Yvan Besnard hat eine wichtige Rolle bei der Umstrukturierung der SCOR sowie ihrer Neupositionierung als globaler Rückversicherer ersten Ranges gespielt. Denis Kessler, Victor Peignet sowie die Mitglieder des Executive Committees der Gruppe danken ihm für den wichtigen Beitrag, den er für den Erfolg des Unternehmens geleistet hat. Der 56-jährige Umberto Gavazzi hat ein Diplom in Wirtschaftsinformatik mit Spezialisierung auf Unternehmensmanagement der Universität Politecnico di Milano. Des Weiteren absolvierte er ein MBA-Studium (International Executive Programme) an der Business School INSEAD im französischen Fontainebleau. Er hat über 30 Jahre Berufserfahrung in der Versicherung und Rückversicherung und begann seine Laufbahn 1984, zunächst als Makler und anschließend als Underwriter im Bereich Schaden bei einer italienischen Versicherungsgesellschaft. 1987 begann er seine Tätigkeit in der Rückversicherung bei LVR, einer zur TORO-Gruppe gehörenden Rückversicherungsgesellschaft, die später von SCOR übernommen wurde. Als Underwriter in der Vertragsrückversicherung war Gavazzi im Laufe der Zeit für diverse europäische Märkte zuständig, zunächst für Deutschland und Österreich, anschließend für das Vereinigte Königreich und die Schweiz, und schließlich für Italien. 1993 wechselte er zu SCOR Canada nach Toronto, wo er verschiedene leitende Funktionen impressum Chefredaktion (verantwortliche Redakteure) Frank Romeike Tel.: 0221/5490-532, Fax: 0221/5490-315 E-Mail: frank.romeike@bank- verlag.de Thorsten Manns Tel.: 0221/5490-146, Fax: 0221/5490-315 E-Mail: thorsten.manns@bank- verlag.de Gesamtleitung Kommunikation und Redaktion Dr. Stefan Hirschmann Mitarbeiter dieser Ausgabe Dr. Michael Torben Menk, Dr. Roger Rissi, Dr. Martin Spillmann, Yannick Paquet, Christian Fischer, Wasilij Malin Verlag Bank-Verlag GmbH Wendelinstraße 1 50933 Köln Geschäftsführer: Wilhelm Niehoff (Sprecher), Michael Eichler, Matthias Strobel Mediaberatung Andreas Conze Tel.: 0221/5490-603, Fax: 0221/5490-315 E-Mail: andreas.conze@bank-verlag.de Es gilt die Anzeigenpreisliste Nr. 10 gültig ab 1. Januar 2015 Abo- und Leserservice Tel.: 0221/5490-500, Fax: 0221/5490-315 E-Mail: medien@bank- verlag.de Produktionsleitung: Armin Denzel Objektleitung: Bernd Tretow Satz: process media consult GmbH, Darmstadt Lektorat: Ulrike Ascheberg-Klever, Köln Druck ICS Internationale Communikations-Service GmbH Geschäftsführender Gesellschafter: Dipl. Ing. Alois Palmer Voiswinkeler Str. 11d, 51467 Bergisch Gladbach Erscheinungsweise: Zweiwöchentlich Bezugspreis: Jahresabonnement 372 ¤ zzgl. Versand und MwSt. Kein Teil dieser Zeitschrift darf ohne schriftliche Genehmigung des Verlags vervielfältigt werden. Unter dieses Verbot fallen insbesondere die gewerbliche Vervielfältigung per Kopie, die Aufnahme in elektronische Datenbanken und die Vervielfältigung auf Datenträgern. Die Beiträge sind mit größtmöglicher Sorgfalt erstellt, die Redaktion übernimmt jedoch keine Gewähr für die Richtigkeit, Vollständigkeit und Aktualität der abgedruckten Inhalte. 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