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RISIKO MANAGER 06.2019

RISIKO MANAGER ist das führende Medium für alle Experten des Financial Risk Managements in Banken, Sparkassen und Versicherungen. Mit Themen aus den Bereichen Kreditrisiko, Marktrisiko, OpRisk, ERM und Regulierung vermittelt RISIKO MANAGER seinen Lesern hochkarätige Einschätzungen und umfassendes Wissen für fortschrittliches Risikomanagement.

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22 firm Frankfurter Institut für Risikomanagement und Regulierung Randgespräche: Dr. Peter Lutz, BaFin, und Alessandro Vecci, GenPact. Karsten Fülster leitet das Frankfurter Büro der International Finance Corporation (IFC), ein Unternehmen der Weltbankguppe. gen, die Vernachlässigung von Korrelation bei Anlageentscheidungen zu mildern, so die Wissenschaftler. Es lässt sich etwa bei praktischen Applikationen wie Apps von FinTechs einsetzen. Eine experimentelle Studie hat untersucht, wie die Aufbereitung von Informationen über die gemeinsame Rendite-Verteilung die Diversifikationsentscheidungen von Investoren beeinflusst. Die Teilnehmer sollten einen Investitionsbetrag zwischen zwei Aktien (Aktie A und Aktie B) allokieren. Aktie A wies eine durchschnittliche Rendite von fünf Prozent auf und Aktie B eine durchschnittliche Rendite von vier Prozent. Die zugrunde liegenden Verteilungen der Renditen von beiden Aktien waren ansonsten gleich (Varianz und Schiefe), sodass lediglich die Verteilung der Rendite von Aktie B um ein Prozent nach links verschoben war. Folglich war das Diversifikationspotenzial von Aktie B der einzige Grund, in Aktie B zu investieren. Die Renditen beider Aktien waren entweder negativ oder positiv korreliert. Je höher die Renditen beider Aktien korreliert sind, umso geringer ist das Diversifikationspotenzial, umso weniger Geld sollte in Aktie B investiert werden. Zunächst wurden die Teilnehmer zufällig einer der drei Präsentationsmethoden zugewiesen. Die möglichen Renditekombinationen beider Aktien waren entweder in einer Häufigkeitstabelle beschrieben (deskriptives Präsentationsformat), oder die Teilnehmer konnten die verschiedenen Kombinationen durch Anklicken auf dem Computer in Zahlenform oder in grafischer Balkenform abrufen (Sampling mit numerischer / grafischer Präsentation). Die Analyse der Wissenschaftler präsentierte folgende Ergebnisse: Die Teilnehmer ignorieren Unterschiede in der Korrelation zwischen den Aktien A und B, wenn sie die relevanten Informationen im deskriptiven Präsentationsformat erhalten. Bei Sampling mit numerischer / grafischer Präsentation investieren sie signifikant mehr in Aktie B, wenn diese negativ anstatt positiv mit Aktie A korreliert, also großes Diversifikationspotenzial hat. Dieser Effekt ist größer für das Sampling im grafischen Präsentationsformat als für das numerische. Damit bestätigt die Studie das Ergebnis der Forschungsliteratur. Die Ergebnisse der Studie sind robust bei unterschiedlicher Expertise und Erfahrung der Teilnehmer (Studenten versus Investoren). Mag. Michael Rab ist Mitglied des Vorstands bei der Raiffeisenlandesbank NÖ-Wien AG. Dr. Christian Koziol ist Inhaber des Lehrstuhls für Finance an der Eberhard-Karls-Universität Tübingen. Prof. Dr. Mark Wahrenburg ist Inhaber des Lehrstuhls für Bankbetriebslehre an der Goethe-Universität.

23 Ausgabe 06/2019 Investitionen und Risikomanagement der IFC in Entwicklungs- und Schwellenländern Die International Finance Corporation (IFC) ist eine von fünf rechtlich selbstständigen Unternehmen der Weltbankgruppe. Eigentümer der IFC sind 184 Staaten, wobei Deutschland nach den USA und Japan der drittgrößte Anteilseigner ist. Die letzte Kapitalerhöhung der IFC fand 1992 statt. Derzeit laufen Vorbereitungen zu einer Kapitalerhöhung, um das weitere Wachstum der IFC zu finanzieren, so Karsten Fuelster. Er ist Country Manager und Head of Business Development für Deutschland, Österreich und die Schweiz. Hierbei steht das Ziel einer Verdopplung des jährlichen Geschäftsvolumens und einer verstärkten Ausrichtung auf die risikoreicheren Entwicklungsländer im Vordergrund. Die IFC wird von Moody's und S&P mit AAA bewertet, wobei das Rating nicht auf einer Garantie der Anteilseigner beruht. Aufgrund ihres Status als multilaterale Entwicklungsbank wird die IFC nicht durch eine nationale Bankenaufsicht reguliert. Die risikobereinigte Eigenkapitalquote beträgt 29 Prozent bei einer Bilanzsumme von 94,3 Mrd. US-Dollar. Sie refinanziert ihre langfristigen Finanzierungen durch die Ausgabe von AAA-gerateten Anleihen in internationalen oder lokalen Währungen. Letzteres trägt dazu bei, Währungsrisiken aufgrund von Währungsabwertungen in Schwellenländern zu reduzieren. Prof. Dr. Valeriya Dinger vertritt makroökonomische Themen in Lehre und Forschung an der Universität Osnabrück. Langfristiges Kapital Die IFC investiert als multilaterale Entwicklungsbank ausschließlich in privatwirtschaftliche Projekte in den Entwicklungs- und Schwellenländern. Sie stellt langfristiges Kapital in Form von Eigenkapital, Mezzanine- und Kreditfinanzierungen bereit, die ansonsten in diesen Ländern nicht verfügbar wären. Die IFC ist dabei als Katalysator zu sehen, der in der Regel 25 bis 35 Prozent der Projektkosten auf die eigene Bilanz nimmt und Co-Investoren den Komfort gibt, gemeinsam die insgesamt notwendigen Mittel für den Bau und Betrieb nachhaltiger Projekte in den Bereichen Infra- Sascha Steffen ist Professor für Finance an der Frankfurt School of Finance & Management und forscht mithilfe neuester empirischer Methoden an der Schnittstelle von Finanzmärkten, Regulierung und realem Sektor. Kai-Hendrik Friese (DZ Bank) während seines Vortrags zur Compliance-Nullmessung. Prof. Dr. Udo Steffens begrüßt als FIRM-Vorstandsvorsitzender die Teilnehmer der Forschungskonferenz.

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