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RISIKO MANAGER 04.2017

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RISIKO MANAGER ist das führende Medium für alle Experten des Financial Risk Managements in Banken, Sparkassen und Versicherungen. Mit Themen aus den Bereichen Kreditrisiko, Marktrisiko, OpRisk, ERM und Regulierung vermittelt RISIKO MANAGER seinen Lesern hochkarätige Einschätzungen und umfassendes Wissen für fortschrittliches Risikomanagement.

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16 RISIKO MANAGER 04|2017 Personalien Neuer Risikovorstand für die Allianz Giulio Terzariol (45, Foto) wird zum 1. Januar 2018 in den Vorstand der Allianz SE einziehen und die Verantwortung für das Ressort Finanzen, Controlling und Risikomanagement übernehmen. Er folgt auf Dieter Wemmer (60), dessen Vertrag zum Ende des Jahres 2017 regulär mit Erreichen der Altersgrenze ausläuft. Giulio Terzariol, der gebürtig aus San Donà di Piave, einer Kleinstadt bei Venedig, stammt, ist seit 19 Jahren in der Allianz und hat verschiedene Managementpositionen in Landesgesellschaften sowie in der Zentrale innegehabt. Zuletzt war er Chief Financial Officer bei Allianz Life in den Vereinigten Staaten und hat dort zu dem erfolgreichen Turnaround beigetragen. Seit Anfang 2016 ist er für den Bereich Group Planning und Controlling verantwortlich. Terzariol, der Englisch, Deutsch und Italienisch spricht, hat Business Administration an der Universität in Mailand studiert, dann eine Ausbildung bei Generali in München absolviert. Nach seinem Wechsel zur Allianz arbeitete er zunächst als Analyst im Bereich Konzernplanung und Controlling, ehe er als Finanzchef der Allianz Asia Pacific nach Singapur ging. Nach acht Jahren bei Allianz Life in den USA kam er schließlich vor einem Jahr nach München zurück, wo er seither den Bereich Konzernplanung und Controlling der Allianz SE leitet. onen tätig, die sich alle mit den unterschiedlichen Aspekten und Fragen des Risikomanagements beschäftigten: von der strategischen Analyse, dem Kapitalmanagement über das operative Management bis hin zur Auswahl der Risikoinstrumente. Danach war Gottschling als Senior Berater bei McKinsey mit dem Schwerpunkt Risikomanagement für Finanzinstitutionen tätig. Neuer CRO für Median Invest Michael Ott (Foto) wird neuer Chief Risk Officer (CRO) beim Münchner Investmentdienstleister Median. Ott war zuvor für die von der Heydt Invest SA in Luxemburg tätig, wo er als Leiter Risikomanagement UCITS & AIF das Risikomanagement einer vollregulierten Investmentgesellschaft auf- und ausbaute sowie das AIFMD (Alternative Investment Fund Manager Directive) und Fatca (Foreign Account Tax Compliance Act) Reporting verantwortete. Seine Karriere im Finanzsektor begann der Diplom-Informatiker mit Schwerpunkt Algorithmen-Entwicklung und -Optimierung nach seinem zweiten Studienabschluss als Master in Finance beim Fondsdienstleister APEX Fund Services. Ott ist auch Mitglied im Verwaltungsrat von Reix, der Risikomanagement-Tochtergesellschaft von Median. Die Median Group bietet an den Standorten München, Berlin, Luxemburg, Hamburg und Zürich Dienstleistungen rund um die Strukturierung und Administration von regulierten Kapitalanlagevehikeln in Deutschland und Luxemburg an. Risikomanager Doppstadt wird EAA-Vorstand Christian Doppstadt (49, Foto), seit 2014 Bereichsleiter für das Kreditrisikomanagement, wird zum 30. Juni 2017 in den Vorstand der Ersten Abwicklungsanstalt (EAA) einziehen. Er ersetzt Markus Bolder (53), der sich nach gut siebenjähriger Tätigkeit bei der EAA neuen Herausforderungen widmen wird. Christian Doppstadt wird insbesondere die Bereiche Kreditrisikomanagement und Risikocontrolling verantworten. In seiner beruflichen Karriere war er zuvor als Head of Corporate Credit Investment Grade bei WestLB Mellon Asset Management tätig sowie als Senior Credit Analyst bei der WestLB. Seine Laufbahn startete Doppstadt nach einem Studium der Betriebswirtschaft an der RWTH Aachen bei der Deutschen Bank, zuletzt als Group Credit Manager in London. Markus Bolder trat im März 2010 kurz nach Errichtung der EAA in den Vorstand ein. Die EAA übernahm während seiner Amtszeit Vermögenspositionen im Volumen von insgesamt rund 200 Mrd. ¤, die inzwischen bereits zum größten Teil abgewickelt wurden. Mithilfe der EAA gelang es, die ehemalige WestLB ohne Verwerfungen vom Markt zu neh- Risikomanager Gottschling beaufsichtigt künftig die Credit Suisse Risikomanager Dr. Andreas Gottschling (Foto) soll neues Verwaltungsratsmitglied der Credit Suisse Group AG werden. Die Generalversammlung will Gottschling am 28. April 2017 wählen. Noreen Doyle und Jean Lanier, deren Amtszeiten auslaufen, sowie Jassim Bin Hamad J.J. Al Thani treten nicht zur Wiederwahl an. Verwaltungsratspräsident Urs Rohner und die weiteren Mitglieder des Verwaltungsrats stellen sich zur Wiederwahl für eine Amtsdauer von einem Jahr. Risikoexperte Andreas Gottschling war als Bereichsvorstand bei der Deutschen Bank für die Risikoanalyse sowie das operative Risikomanagement zuständig. Zuletzt leitete er im Vorstand der Erste Group Bank AG das gesamte strategische und operative Risikomanagement. Zum Jahreswechsel übergab er die Funktion des Chief Risk Officer vorzeitig an Willibald Cernko, weil er mehr Zeit mit seiner Familie verbringen wollte. Gottschling hat seine Berufslaufbahn 1997 im quantitativen Research der Deutschen Bank begonnen. Nach Zwischenstopps als Berater bei Euroquants sowie als Professor für Finanzwissenschaft an der Washington State University wechselte er 2003 in leitender Funktion zu LGT Capital Management. Von 2005 bis 2012 war er als Bereichsvorstand bei der Deutschen Bank in verschiedenen Funktimen. Bolder gehörte unter anderem dem Aufsichtsrat der Westdeutschen Immobilienbank AG an, die nach gelungener Restrukturierung 2015 erfolgreich verkauft wurde. Er ist zudem Aufsichtsratsvorsitzender der EAA Financial Services (EFS), vormals Portigon Financial Services. Deutsche Handelsbank mit neuem Risikochef Dr. Michael Eberhardt (Foto) ist als CFO (Chief Financial Officer) in den Vorstand der Deutschen Handelsbank berufen worden und übernimmt u. a. die Ressorts Kredit, Finance, Risk Management und Legal. Eberhardt ist seit 2014 für die Deutsche Handelsbank tätig, zunächst als COO (Chief Operations Officer) und seit August 2015 als CFO. Er war in dieser Rolle mit der Leitung des Finanzwesens sowie dem operativen und aufsichtsrechtlichen Risikomanagement betraut und zeichnete darüber hinaus für den Aufbau und die Leitung des Produktmanagements (u. a. für die Neuproduktentwicklung) verantwortlich. Vor seiner Tätigkeit bei der Deutschen Handelsbank war Michael Eberhardt Chief Product Officer (CPO) der Sofort GmbH und verantwortete Produktkooperationen auf nationaler und internationaler Ebene. Seine berufliche Laufbahn begann er als Strategieberater bei Arthur D. Little und am Fraunhofer Institut für Finance & Information Management (FIM). 2006 promovierte Michael Eberhardt am Lehrstuhl von Prof. Hans Ulrich Buhl für BWL, Finance und Information Management an der Universität Augsburg. Die Deutsche Handelsbank bietet insbesondere schnell wachsenden Unternehmen neben klassischem Zahlungsverkehr individuelle Finanzierungslösungen im Bereich Factoring sowie flexible Working Capital Finanzierungen an. 2009 als Zahlungsverkehrsbank gegründet, hat sich das Kreditinstitut seitdem zu einem innovativen Fremdkapital-Anbieter entwickelt. Risikomanagerin Wiens rückt bei Basler auf Risikomanagerin Julia Wiens (Foto) ist zum 1. Februar 2017 in den Vorstand der Basler Versicherungen eingezogen. Sie wird das Ressort Finanzen & Kapitalanlagen leiten. Bislang verantwortet sie den Bereich Risikosteuerung der Basler Versicherungen. Von Januar 2014 bis März 2016 war sie verantwortliche Aktuarin bei der Basler Sachversicherungs-AG und von Oktober 2009 bis Juni 2014 Bereichsleiterin Aktuariat Nichtleben bei den Basler Versicherungen. Sie begann ihre Karriere 1994 bei der Securitas Gilde Lebensversicherung in Bremen, die 2003 mit der Basler Deutschland zusammengeführt wurde.

Liebe FIRM-Leser, bald beginnt das Frühjahr. Zeit zum Putzen, zum Räumen, zum Sortieren. Fenster auf und Sonne rein, heißt dann bei vielen die Devise. Von offenen Fenstern oder Türen profitieren im übertragenen Sinn auch Hacker. Nicht umsonst haben Verbände und Unternehmen die IT- und Cybersicherheit als die wichtigsten Themen und Geschäftsrisiken ausgemacht. Fenster und Türen möchte dagegen so mancher Politiker in Europa und den USA schließen. Nationalismus und Eigenständigkeit sind nicht erst seit dem Brexit in Europa ein Thema. Wen wundert es, dass beispielsweise die Kritik an Trumps „Mauerpolitik“ unüberhörbar ist. Nicht umsonst warnt Bundesbankpräsident Jens Weidmann vor der neuen US-Wirtschaftspolitik. Und auch Henrik Müller, Autor des Buchs „Nationaltheater“, sieht den Rückzug auf das Nationale als hochbrisant an. Die Empfehlung: Fenster und Türen auf. Im Sinn von mehr Europa und mehr internationaler Koordination, als adäquate Antworten auf die neuen Herausforderungen. Neue Antworten braucht es auch in punkto unseres Wirtschaftssystems, so das Credo des Sicherheitsexperten Herbert Saurugg in unserem Interview. Denn unser dogmatisches Wirtschaftswachstumssystem gerate zunehmend unter Druck. Druck und Reinemachen versprechen sich auch die Verantwortlichen des BVB und sperrten beim Spiel gegen Wolfsburg die komplette Südtribüne. 25.000 Fans waren betroffen, wie unsere Rubrik Risikomanagement in Zahlen zeigt. Ob gut oder schlecht, es trifft immer auch die Falschen. Kollektivstrafen sind auch in der Politik aktuell sehr en vogue. Ein Blick an den Bosporus genügt, wo schon länger mit eisernem Besen gekehrt wird. Das erzeugt Angst bei der Bevölkerung und Unsicherheiten bei Unternehmen. Zumindest den unternehmerischen Unsicherheiten möchten die Experten des Kompetenzzentrums Schwarzmeerregion der Fachhochschule des BFI Wien mit einem politischen Risikomanagement-Instrument entgegenwirken. Etwas schludrig beim Reinemachen ist Deutschland in Sachen Korruption. Denn im neuen Korruptionswahrnehmungsindex von Transparency International (TI) belegt Deutschland den zehnten Platz. Wie im letzten Jahr aber immerhin mit Großbritannien und Luxemburg in bester Gesellschaft. Insgesamt haben 69 Prozent der bewerteten Länder weniger als 50 Punkte erhalten, was den dringenden globalen Handlungsbedarf für Transparency International deutlich macht. Also, das große Säubern auf internationaler Ebene. Schwerlich vorstellbar in Zeiten wie diesen. Nun zurück zur neuen FIRM-Lektüre. Wir wünschen Ihnen viel Spaß beim Lesen! Genießen Sie die ersten Sonnenstrahlen, vielleicht am offenen Fenster mit unserer FIRM-Ausgabe. Im Namen des gesamten FIRM-Redaktionsteams INHALT 17 EDITORIAL 18 INTERVIEW 21 WISSENSCHAFT 22 REGULIERUNGSTRENDS 23 FIRM-NEWS UND TERMINE HERAUSGEBER Gesellschaft für Risikomanagement und Regulierung e.V. MAIN TRIANGEL Zum Laurenburger Hof 76 D 60594 Frankfurt am Main Telefon: +49 69 94 41 80 97 Telefax: +49 69 94 41 80 19 Internet: www.firm.fm E-Mail: info@firm.fm Redaktion: Frank Romeike (V.i.S.d.P.), Wolfgang Hartmann, Andreas Eicher E-Mail: redaktion@firm.fm Erscheinungsweise: 10 x im Jahr als Einhefter in der Zeitschrift RISIKO MANAGER Frank Romeike

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