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RISIKO MANAGER 04.2015

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Wilhelm Niehoff | Stefan

Wilhelm Niehoff | Stefan Hirschmann (Hrsg.) 26 Ausgabe 04/2015 Einführung des Faktors in Höhe von 76,19 Prozent zur Neutralisierung der Erhöhung der Eigenmittelanforderung durch den Kapitalerhaltungspuffer bei Risikopositionen gegenüber kleinen und mittleren Unternehmen (KMU). Der ungesicherte Teil einer grundpfandrechtlich besicherten Position erhält das Bonitätsgewicht der Gegenpartei, dass dieser Teil auch ohne Besicherung erhalten würde (nicht pauschal ein Bonitätsgewicht in Höhe von 100 Prozent). Für die deutschen Institute ist es problematisch, dass die deutschen Auslegungen zur EU-Bankenrichtlinie [EG-Kommission, 2006] und zur SolvVAlt zum 1. Januar 2014 grundsätzlich ihre Gültigkeit verloren haben. Nach einem Beschluss des Ausschusses der Aufseher der Europäischen Bankaufsichtsbehörde (EBA) müssen sämtliche Auslegungsentscheidungen der EBA vorgelegt werden. Nach Aussagen der BaFin soll die bis zum Jahresende 2013 geltende Verwaltungspraxis bis auf weiteres auch für die Anwendung der CRR maßgeblich sein, soweit dieser der Wortlaut oder Regelungskontext der CRR, damit verbundener technischer Standards oder von der BaFin übernommener Auslegungen der EBA nicht entgegenstehen [Winkler, 2014, S. 3]. Der Baseler Ausschuss für Bankenaufsicht hat eine Task Force Standardised Approach (TFSA) für die Entwicklung eines neuen KSA eingerichtet, deren Ergebnisse am 22. Anzeige die bank BCBS 239 Regulatorische Anforderungen und effiziente Umsetzung Jetzt bestellen BCBS 239 Regulatorische Anforderungen und effiziente Umsetzung 59,00 Euro www.bank-verlag-shop.de Dezember 2014 in einem Konsultationspapier veröffentlicht wurden [Basel Committee on Banking Supervision, 2014]. Der angepasste KSA soll geeignet sein, die Angemessenheit der Kapitalausstattung eines breiten Spektrums von Instituten zu beurteilen. Angestrebt ist eine engere Verknüpfung zwischen KSA und IRBA sowie eine Verringerung der Abhängigkeit von externen Bonitätsbeurteilungen. So soll das Risikogewicht für Forderungen an Institute auf Grundlage von Kennzahlen zur Qualität der Vermögenswerte und der Kapitalausstattung des kreditnehmenden Instituts bestimmt und jährlich aktualisiert werden. Für Forderungen an Unternehmen soll das Risikogewicht an Umsatz und Verschuldungsgrad des Unternehmens geknüpft werden. Bei Wohnimmobilien wird die Einführung von Kennziffern zum Verhältnis aus Kreditforderung und Wert der Immobilie (Loan-to-Value) sowie Einkommen und Schuldendienst (Debt Service Ratio) geprüft. Die aufsichtliche Anerkennung der Besicherung mit Gewerbeimmobilien wird dabei grundsätzlich infrage gestellt. Die Erstanwendung auf internationaler Ebene ist bereits für den 1. Januar 2017 vorgesehen. Es ist zu erwarten, dass die EU-Kommission zeitnah den neuen Standardansatz für Kreditrisiken in die CRR integrieren wird. Quellenverzeichnis sowie weiterführende Literaturhinweise: Basel Committee on Banking Supervision (2005): An Explanatory Note on the Basel II IRB Risk Weight Functions, Juli 2005, Basel (BCBS 128). Basel Committee on Banking Supervision (2014): Consultative Document, Standards, Revision to the Standardised Approach for Credit Risk, 22. Dezember 2014, Basel (BCBS d307). Baseler Ausschuss für Bankenaufsicht (2006): Internationale Konvergenz der Eigenkapitalmessung und Eigenkapitalanforderungen, Überarbeitete Rahmenvereinbarung, Umfassende Version, Juni 2006, Basel (BCBS 128). Cluse, M.; Seiwald, C.; Heine, T. (2013): Die „neue“ CRR- Forderungsklasse: „Mit besonders hohen Risiken verbundene Positionen“, Deloitte White Paper Nr. 61, Stand: 21. November 2013. EG-Kommission (2006): Richtlinie 2006/48/EG des Europäischen Parlaments und des Rates vom 14. Juni 2006 über die Aufnahme und Ausübung der Tätigkeit der Kreditinstitute (Neufassung), in: Amtsblatt der Europäischen Gemeinschaften, Nr. L 177, 30. Juni 2006, S. 1–200. EU-Kommission (2009a): Verordnung (EU) Nr. 1060/2009 des Europäischen Parlaments und des Rates vom 16. September 2009 über Ratingagenturen, EU-Amtsblatt L 302 vom 17. September 2009, S. 1-31. EU-Kommission (2009b): Richtlinie 2009/65/EU des Europäischen Parlaments und des Rates vom 13. Juli 2009 zur Koordinierung der Rechts- und Verwaltungsvorschriften betreffend bestimmte Organismen für gemeinsame Anlagen in Wertpapieren (OGAW) (Neufassung), EU-Amtsblatt L 302 vom 17. November 2009, S. 32-96 („OGAW“). EU-Kommission (2013a): Richtlinie 2013/36/EU des Europäischen Parlaments und des Rates vom 26. Juni 2013 über den Zugang zur Tätigkeit von Kreditinstituten und die Beaufsichtigung von Kreditinstituten und Wertpapierfirmen, zur Änderung der Richtlinie 2002/87/EG und zur Aufhebung der Richtlinien 2006/48/EG und 2006/49/EG, EU- Amtsblatt L 176 vom 27. Juni 2013, S. 338-436 („CRD IV“). EU-Kommission (2013b): Verordnung (EU) Nr. 575/2013 des Europäischen Parlaments und des Rates vom 26. Juni 2013 über Aufsichtsanforderungen an Kreditinstitute und Wertpapierfirmen und zur Änderung der Verordnung (EU) Nr. 646/2012, EU-Amtsblatt L 176 vom 30. November 2013, S. 1-337 („CRR“). EU-Kommission (2014): Durchführungsbeschluss der Kommission vom 12. Dezember 2014 über die Gleichwertigkeit der aufsichtlichen und rechtlichen Anforderungen bestimmter Drittländer und Gebiete für die Zwecke der Behandlung von Risikopositionen gemäß der Verordnung (EU) Nr. 575/2013 des Europäischen Parlaments und des Rates (2014/908/EU), EU-Amtsblatt L 359 vom 16. Dezember 2014, S. 155-160. European Banking Authority (2014a): Addendum to Consultation Paper JC/CP/2014/01 of 05.02.2014 regarding Draft Implementing Technical Standards On the mapping of ECAIs’ credit assessments under Article 136(1) and (3) of Regulation (EU) No 575/2013 (Capital Requirements Regulation – CRR). European Banking Authority (2014b): List of EU regional governments and local authorities treated as exposures to central governments under Article 115(2) of Regulation (EU) 575/2013, 2. Juli 2014. Schulte-Mattler, H. (2007): Neue Solvabilitätsverordnung, Externes Rating im Kreditrisiko-Standardansatz, in: Die Bank, Heft 7, S. 54-60. Schulte-Mattler, H. (2012): Solvabilitätsverordnung (SolvV) – Kommentare zum Teil 2 (Adressrisiken §§ 8 bis 40 SolvV), in: Boos, Karl-Heinz; Fischer, Reinfried; Schulte- Mattler, Hermann (2012), Kreditwesengesetz, Kommentar zu KWG und Ausführungsvorschriften, Hg., 4. Auflage, München (Beck), 2012, ISBN 978-3-40662-484-1, S. 1688- 1753. Schulte-Mattler, H. (2014a): CRR-Risikobereiche, Fremdwährungs- und Warenpositionsrisiken, in: Risiko Manager, Ausgabe 15/2014, S. 15-21. Schulte-Mattler, H. (2014b): CRR-Risikobereiche,: Zinsund Aktienpositionsrisiken, in: Risiko Manager, Ausgabe 20/2014, S. 30-37. Schulte-Mattler, H. (2014c): Antizyklische und systemische Eigenmittelpuffer als Hoffnungsträger der Bankenaufsicht, in: Die Bank, Heft 11, S. 8-15. Schulte-Mattler, H.; Tysiak, W. (2002): Basel II, Neue IRB-Formel für den Mittelstand, in: Die Bank, 12/2002, S. 836-841. Winkler, T. (2014): Interpretationshilfen zur EU-Bankenverordnung (CRR), Behandlung grundpfandrechtlich besicherter Kredite, Bundesverband Öffentlicher Banken Deutschlands (VÖB), Berlin. Autor: Prof. Dr. Hermann Schulte-Mattler, Professor für Betriebswirtschaftslehre insbesondere Finanzwirtschaft und Controlling an der Fachhochschule Dortmund.

04 . 2015 Bauchgefühl alleine reicht nicht! Landauf, landab fallen Geschäftsführer und Aufsichtsräte aus der Rolle und stolpern mit ihren Entscheidungen durch die Geschäftswelt. Im ruhigen Fahrwasser des beruflichen Alltags meist ohne größere Probleme, weil unauffällig und nach außen intransparent dahinwurstelnd. Aber wehe die Zeiten werden stürmisch, und es kommt Gegenwind auf. Plötzlich fährt manch manövrierunfähige Unternehmung sprichwörtlich gegen die Wand. Ergo sollten sich Unternehmer frühzeitig damit auseinandersetzen, wie das Steuern (Geschäftsprozesse) des eigenen Schiffs auch in stürmischen Zeiten organisiert sein muss, damit es funktionsfähig bleibt und die Klippen umschiffen kann. Die Fähigkeit, Risiken zu beherrschen und Chancen zu erkennen und in der unternehmerischen Entscheidung adäquat sowie vorausschauend zu berücksichtigen, gehört zu den wesentlichen Kompetenzen nachhaltig erfolgreicher Unternehmer. Mit anderen Worten: Sie sind ein wichtiger Bestandteil einer „guten Unternehmensführung“, Stichwort Corporate Governance. Zudem zeigt sich, dass mithilfe „unternehmerischer Intuition“ sowie dem reinen „Bauchgefühl“ und einem reaktiven Steuerungssystem es für Unternehmen immer schwieriger wird, die Komplexität der globalen Entscheidungs- und Risikolandkarte zu erfassen und zu analysieren. Man denke in diesem Kontext nur an die komplexen Abhängigkeiten und Rückkoppelungen im Bereich der Wertschöpfungsnetze oder komplexer und globaler Verbriefungsprodukte. Im Klartext heißt das, dass der Erfolg eines Unternehmens wesentlich von der Qualität der Entscheidungen der Unternehmensführung abhängig ist – und bei einer nicht sicher vorhersehbaren Zukunft erfordert die fundierte Vorbereitung unternehmerischen Entscheidungen ein Abwägen erwarteter Erträge mit Risiken. Und das unter der ökonomischen Perspektive, wonach Risiken – als Überbegriff zu Chancen und Gefahren – die Möglichkeit des Abweichens von Planwerten umfassen. Heruntergebrochen auf die Aufgabe des Risikomanagements ergibt sich daraus das primäre Ziel, zunächst eine adäquate Risikoanalyse und -aggregation durchzuführen. Diese ist die Basis, um zu einer optimierten Risikobewältigung zu kommen. Mehr noch bildet das Bereitstellen wichtiger Informationen den Schlüssel für eine risikogerechte Entscheidungsgrundlage der Unternehmensführung. INHALT 27 EDITORIAL 28 INTERVIEW 31 WISSENSCHAFT 32 REGULIERUNGSTRENDS 33 FIRM-NEWS UND TERMINE HERAUSGEBER Gesellschaft für Risikomanagement und Regulierung e.V. MAIN TRIANGEL Zum Laurenburger Hof 76 D 60594 Frankfurt am Main Telefon: +49 69 94 41 80 97 Telefax: +49 69 94 41 80 19 Internet: www.firm.fm E-Mail: info@firm.fm Redaktion: Frank Romeike (V.i.S.d.P.), Wolfgang Hartmann, Andreas Eicher E-Mail: redaktion@firm.fm Erscheinungsweise: 8 x im Jahr als Einhefter in der Zeitschrift RISIKO MANAGER Beste Grüße, Ihr Wolfgang Hartmann

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