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RISIKO MANAGER 03.2018

RISIKO MANAGER ist das führende Medium für alle Experten des Financial Risk Managements in Banken, Sparkassen und Versicherungen. Mit Themen aus den Bereichen Kreditrisiko, Marktrisiko, OpRisk, ERM und Regulierung vermittelt RISIKO MANAGER seinen Lesern hochkarätige Einschätzungen und umfassendes Wissen für fortschrittliches Risikomanagement.

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28 firm Frankfurter Institut für Risikomanagement und Regulierung Regulierungstrends Dombret für rasche Implementierung von Basel III Dombret möchte bei der Basel-III- Implementierung keine Zeit verlieren. Bildquelle: Frank Rumpenhorst Im Rahmen einer Podiumsdiskussion beim Institute for Law and Finance der Goethe-Universität Frankfurt verteidigte das Vorstandsmitglied der Deutschen Bundesbank Andreas Dombret das Basel-III-Reformpaket „Ja, wir sind mit Basel fertig – aber wir sollten nun keine Zeit verlieren, das Regelwerk zu implementieren“, so Dombret. Das Vorstandsmitglied machte deutlich, dass es keine Alternative zu den globalen Standards gebe. Er sprach sich aber wiederholt für eine regulatorische Pause aus, denn es bestehe eine gewisse Reformmüdigkeit. Dies solle aber nicht missverstanden werden. Damit sei nicht weniger Regulierung gemeint. Dombret verwies auf andere drängende Probleme, die angegangen werden müssten, beispielsweise im Bereich Cyber-Risiken. Weitere Informationen unter: www.bundesbank.de Europäischer Rechnungshof kritisiert MIP-Verfahren Die Europäische Kommission setzt das Verfahren bei einem makroökonomischen Ungleichgewicht (Macroeconomic Imbalance Procedure, MIP) derzeit nicht so um, dass eine wirksame Vermeidung und Korrektur von Ungleichgewichten sichergestellt ist. Zu dieser Einschätzung kommt der Europäische Rechnungshof in einem neuen Bericht. Die EU-Finanzhüter kommen zu dem Schluss, dass das MIP im Allgemeinen gut ausgestaltet ist und auf qualitativ hochwertigen Analysen beruht. Jedoch ist der Prozess in einigen wichtigen Phasen in erster Linie politisch, nicht fachlich. Die von der Kommission vorgelegten länderspezifischen Empfehlungen sind ein zentrales Instrument zur Bewältigung makroökonomischer Ungleichgewichte. Wie die Prüfer feststellen, wurden jedoch nur sehr wenige dieser Empfehlungen in wesentlichem Ausmaß umgesetzt. Zwar obliegt die Umsetzung den Mitgliedstaaten, doch weist die Formulierung durch die Kommission mehrere Schwachstellen auf, die ihrerseits zu dieser mangelnden Umsetzung beitragen. So hat die Kommission nie die Einleitung eines Verfahrens bei einem übermäßigen Ungleichgewicht (Excessive Imbalance Procedure, EIP) empfohlen. Dabei handelt es sich um ein striktes Überwachungssystem, das die Option einschließt, Sanktionen gegen Mitgliedstaaten des Euro-Währungsgebiets zu verhängen. Neven Mates, für den Bericht zuständiges Mitglied des Europäischen Rechnungshofs: „Die systematisch unterbliebene Einleitung des EIP hat die Glaubwürdigkeit und Wirksamkeit des MIP verringert.“ Weitere Informationen unter: www.eca.europa.eu AnaCredit und die Sorgen der Banken Seit Ende Januar 2018 müssen in einem ersten Schritt die Stammdaten von Kredit-Vertragspartnern an die Deutsche Bundesbank gemeldet werden. Kredit-Stammdaten und dynamische Kreditdaten sind zum 31. März 2018 fällig und ab Ende September gilt die vollumfängliche Meldepflicht von zu vergebenen Krediten über 25.000 €. Dieser Zeitplan ist für viele Institute zu eng, um belastbare Daten effizient und in guter Qualität bereitzustellen. Das zeigt eine Markteinschätzung der Unternehmensberatung Berg, Lund & Company. Hintergrund der neuen Meldepflichten: Die EZB baut ein granulares, statistisches Kreditmeldewesen auf, das unter dem Akronym AnaCredit (Analytical Credit Dataset) bekannt ist. Ziel des Registers ist es, über verbesserte Statistiken auch die Stabilität des Finanzsystems, das Risikomanagement und geldpolitische Analysen verbessern zu können. Umfangreiche Daten müssen dafür aus den Systemen der Banken extrahiert und im vorgegebenen Format an die EZB geliefert werden. Um belastbare Daten rechtzeitig und effizient zur Verfügung stellen zu können, müssen Banken Datenerfassung und Meldung als möglichst weitgehend automatisierte Regelprozesse etablieren. „Bei vielen Instituten besteht deshalb die Gefahr, dass eine vollständige Umsetzung nicht rechtzeitig erfolgt“, sagt Tobias Sander von der Unternehmensberatung Berg, Lund & Company. „Dann entstehen zusätzliche operative Belastungen und das Risiko, dass die Datenqualität nicht den Anforderungen genügt.“ Kurz gesagt: Die Daten werden zwar ordnungsgemäß gemeldet, doch sie verfügen nicht über die gewünschten Qualität. Weitere Informationen unter: www.berg-lund.de Kurz notiert: Deutscher Bankenmarkt im Umbruch Der deutsche Bankenmarkt steht kurz vor einem großen Umbruch. Zu diesem Ergebnis kommt der „Bankenreport Deutschland 2030“ der Beratungsfirma Oliver Wyman. So würde es in zehn bis 15 Jahren statt heute 1.600 nur noch 150 bis 300 Banken in Deutschland geben, die nachhaltig erfolgreiche Geschäftsmodelle haben. Der Wettbewerb nimmt zu und immer mehr Auslandsbanken, Fin- Techs, Marktinfrastrukturanbieter und globale Technologiekonzerne dringen in das deutsche Bankengeschäft vor. Gleichzeitig werden Kunden durch die Digitalisierung immer anspruchsvoller und erwarten nahtlos miteinander verknüpfte Lösungen, die einfach zu bedienen sind. Weitere Informationen unter: www.oliverwyman.de

29 Ausgabe 03/2018 FIRM-News und Termine In eigener Sache: FIRM-Jahrbuch 2018 2018 Jahrbuch Yearbook Und wieder ist ein Jahr vergangen. Damit verbunden ist der Hinweis auf das kommende Jahrbuch von FIRM, das im Frühjahr erscheint. Was erwartet Sie? Wie immer professionelle Inhalte aus der Theorie und Praxis rund um das Risikomanagement und die Regulierung der Bankenwelt. Auch in diesem Jahr konnten wir zahlreiche Experten aus Wirtschaft und Wissenschaft für die Inhalte gewinnen. Seien Sie gespannt und freuen Sie sich auf das kommende FIRM-Jahrbuch 2018. Wir halten Sie informiert. Neues Ausstellungsformat: Open Codes. Leben in digitalen Welten Mit der Ausstellung „Open Codes. Leben in digitalen Welten“ entwickelt das Zentrum für Kunst und Medien (ZKM) in Karlsruhe ein neues Ausstellungsformat. Mit diesem neuen Ausstellungsformat, einer Mischung aus Labor und Lounge, trägt das ZKM nicht nur den Anforderungen des digitalen Wandels Rechnung, Wissen als zentrale Ressource zu begreifen, sondern integriert die individuellen Wünsche und Anforderungen seiner Besucher in den Raum des Museums. Das ZKM gibt den Besuchern ein Set an Werkzeugen an die Hand, die die kritische Auseinandersetzung mit dem Thema der Ausstellung, „Code“, erleichtern. Codes werden in der Ausstellung als Schlüssel zum Verständnis unserer Welt begriffen: Vom genetischen Code bis zur Notation von Musik, von der Gebärdensprache bis zum Morsecode, von ethischen Richtlinien bis zu sozialen Codes – gesellschaftliche, wirtschaftliche und kulturelle Handlungsfelder werden durch Codes kontrolliert und erzeugt. Mit Open Codes versammelt das ZKM zeitgenössische künstlerische und wissenschaftliche Arbeiten und benennt damit die eigentliche Botschaft des digitalen Wandels: Die Welt von morgen wird sich von einer Arbeits- zu einer Wissensgesellschaft wandeln. Die Ausstellung ist bis zum 5. August 2018 zu sehen. Weitere Informationen unter: www.zkm.de Risikomanagement in Zahlen 1 Milliarde TV-Zuschauer … folgten weltweit dem Super-Bowl-Finale 2018. 2 Jahre Haft … wegen der Erstellung einer schwarzen Liste regierungskritischer Künstler erwartet die ehemalige Kulturministerin Südkoreas. 5,5 Millionen € … Geldstrafe muss ein Wursthersteller wegen illegaler Preisabsprachen zahlen. 500 Millionen € … Verlust verbuchte die Deutsche Bank für das Geschäftsjahr 2017. Datum Konferenz Ort Link 22. März 2018 Conference on Risk Culture Frankfurt a. Main www.ifk-cfs.de 23. März 2018 IT Security Risk Konferenz 2018 München www.digitaldefense.de 17. - 18. April 2018 4. Fachkonferenz gegen Wirtschaftskriminalität Köln www.suspektrum.de 25. - 27. April 2018 Finanzsymposium Mannheim www.finanzsymposium.com

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