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RISIKO MANAGER 03.2018

RISIKO MANAGER ist das führende Medium für alle Experten des Financial Risk Managements in Banken, Sparkassen und Versicherungen. Mit Themen aus den Bereichen Kreditrisiko, Marktrisiko, OpRisk, ERM und Regulierung vermittelt RISIKO MANAGER seinen Lesern hochkarätige Einschätzungen und umfassendes Wissen für fortschrittliches Risikomanagement.

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22 RISIKO MANAGER 03|2018 men werden, für die kein theoretisches Fundament existiert. Überdies können zwanglos ggf. zukünftig auftretende Basen in weiteren Instrumenten (bspw. Swaptions) in die Methodik integriert werden. Fazit Tab. 06 CCP-spezifische(s)… Vollständiges Kurvenset Diskontierungskurve Forwardkurven Bewertungsanpassung »» Zwischen ansonsten identisch ausgestatteten Par-Swaps werden Unterschiede in der fixen Rate beobachtet, abhängig davon, ob sie über die EUREX oder die LCH zentral abgewickelt werden sollen (sog. „CCP-Basis“). Mithin führen gegenläufige Swaps auf verschiedenen CCPs zu einer offenen Marktrisikoposition und zu (Day-1-)P&L-Effekten. »» Die CCP-Basis sollte in verschiedensten Funktionen beachtet werden, beispielsweise Vorkalkulation, Abwicklung, Risiko, Stresstesting und Accounting. Gemeinsamer Kern ist die Frage, inwiefern die Bewertung der Derivate angepasst werden kann, um zumindest Transparenz bezüglich der Effekte der Basis sicherzustellen. »» In diesem Beitrag wurden die in Tab. 06 gezeigten Alternativen, eine CCP-spezifische Bewertung einzuführen, diskutiert und bewertet. »» Ausstehend ist die Erarbeitung eines zusammenhängenden, theoretischen Fundaments. Einen möglichen Ansatzpunkt bietet beispielsweise die Analyse zur arbitragefreien Modellierung einer Basis, die sich durch die Bildung des Forwarderwartungswerts in verschiedenen Martingalmaßen ergibt [vgl. Schlenkrich/Miemiec 2015]. »» Die Ausbildung einer Basis am Swaption-Markt und die Auswirkungen auf Cross-Currency-Märkte bleiben zu beobachten. Quellenverzeichnis sowie weiterführende Literaturhinweise: Europäische Union (2012): Verordnung (EU) Nr. 648/2012 vom 4. Juli 2012 über OTC-Derivate, zentrale Gegenparteien und Transaktionsregister. Burgard, Ch./Kjaer, M. (2013): Funding strategies, funding costs, Risk, Dezember 2013. Rennison, J. (2013): OTC market faces up to CCP-dependent pricing, Risk, Februar 2013. Schlenkrich S./Miemiec A. (2015): Choosing the Right Spread, Wilmott Magazin, Volume 2015 (77) Wood D./Becker, L. (2015): Bank swap books suffer as CME-LCH basis explodes, Risk, Mai 2015. Becker, L. (2015): CME-LCH basis affecting choice of venue, say buy-siders, Risk, Mai 2015. Wood, D. (2015): CCP basis and the future of cleared swap pricing, Risk, August 2015. Instrument Verschiedene Möglichkeiten zum Aufbau einer CCP-spezifischen Bewertung Ergebnis der Analyse aktuell verworfen verworfen als ad-hoc Maßnahme geeignet als Maßnahme geeignet Qu, D. (2016): Manufacturing and Managing Customer-Driven Derivatives, Wiley, 2016. Smith, R. (2017): Banks calm on Eurex-LCH basis volatility, Risk, April 2017. Clancy, L./Wood, D. (2017): Dislocation policy: LCH exodus risks CCP basis blow-out, Risk, August 2017. EUREX (2017): http://www.eurexclearing.com/clearing-de/maerkte-services/eurex-otc-clear/interestrate-swaps/clearing-volumes, abgerufen 27.12.2017. LCH (2017): https://www.lch.com/services/swapclear/ volumes, abgerufen 27.12.2017. Endnote 1: Die Basis kann so aus entsprechenden Swap-Quotierungen berechnet werden. Gegebenenfalls kann sie auch als Quotierung sog. Switch Trades direkt abgelesen werden. In einem Switch Trade treten zwei Händler gleichzeitig in einen Payer-Swap an einer CCP und einen Receiver-Swap an einer anderen CCP ein und umgekehrt. Hierdurch wird effektiv die Position getauscht. Endnote 2: Die genutzten Zeitreihen wurden um (fehlerhafte) Ausreißer bereinigt. Ansonsten würde die Korrelation deutlich unterschätzt werden. Endnote 3: Die Entwicklung in diesem Bereich sollte weiter beobachtet werden, da die Settlementpreise durch die EUREX selbst über den Ansatz "vollständiges Kurvenset" bestimmt werden. Bei Auftreten einer Basis in EO- NIA-Swaps führen die Ansätze "vollständiges Kurvenset" und "Forwardkurven" für Bestandsgeschäft nicht auf identische Bewertungen. Autoren: Dr. Hans Peter Wächter, FRM, CFA, Senior Manager, d-fine GmbH, Frankfurt am Main Dr. André Miemiec, Fachspezialist für Marktpreisrisiko, DKB AG, Berlin Dr. Claus Herward Jaroschek, Quantitative Analyse Handelsgeschäft, KfW Bankengruppe, Frankfurt am Main Die vorgetragenen Inhalte entsprechen den persönlichen Anschauungen der Autoren und repräsentieren in keiner Weise die Ansichten der jeweiligen Arbeitgeber. IN KOOPERATION MIT Intensivseminar „Die 5. MaRisk-Novelle – Haupt themen und erste Praxiserfahrungen“ Mittwoch, 14. März 2018, 10:00 - 17:00 Uhr, Bank-Verlag, Köln Jetzt anmelden Information und Anmeldung unter www.risiko-manager-trainings.com oder Tel.: 0221-5490-133 (Stefan Lödorf ) | events@bank-verlag.de

Liebe FIRM-Leser, der jährliche „Global Risks Perception Survey“ (GRPS) des Weltwirtschaftsforums lässt darauf schließen, dass sich Experten erneut auf ein Jahr mit erhöhtem Risiko vorbereiten. Die Basis bildet eine Befragung von fast 1.000 Personen nach ihrer Meinung zum Risikoverlauf im Jahr 2018. 59 Prozent ihrer Antworten deuteten auf eine Intensivierung der Risiken hin. Nur sieben Prozent der Antworten ließen auf abnehmende Risiken schließen. Die geopolitische Landschaft verschlechtert sich – dieser Umstand ist mitverantwortlich für die pessimistischen Prognosen für das Jahr 2018. 93 Prozent der Experten gaben an, dass sich die politischen oder wirtschaftlichen Auseinandersetzungen zwischen den Großmächten verschärfen werden, und fast 80 Prozent erwarten eine Zunahme der Risiken, die mit einem Krieg unter Beteiligung von Großmächten verbunden sind. Doch wie schon im Jahr 2017 gab die Umwelt den Experten bei Weitem am meisten Anlass zur Sorge. Von den 30 globalen Risiken, die die Experten in Bezug auf Wahrscheinlichkeit und Auswirkungen gewichten sollten, wurden alle fünf Umweltrisiken – extreme Wetterereignisse, Verlust der biologischen Vielfalt und Zusammenbruch des Ökosystems, große Naturkatastrophen, vom Menschen verursachte Umweltkatastrophen sowie das Scheitern von Klimaschutz und Anpassung an den Klimawandel – in beiden Bereichen hoch eingestuft. Extreme Wetterereignisse stellen laut Umfrage das größte Einzelrisiko dar. Das Resümee des Berichts gibt eher einen pessimistischen Blick frei mit Umweltproblemen, Cyber-Attacken, wirtschaftlichen Ungleichheiten und politischen Krisen in unserer Welt. Wie mit unseren Risiken im globalen Maßstab umzugehen ist, davon spricht Thorsten Kodalle in unserem Interview. Der Oberstleutnant i. G. und Dozent für Sicherheitspolitik an der Führungsakademie der Bundeswehr ist schon von Berufs wegen am Puls der geopolitischen Zeit. Sein außenpolitisches Credo: Regionale Lösungsansätze finden, um etwas mehr Stabilität zu schaffen, und nicht gleich alles durch die große geopolitische Brille zu betrachten. Hilfreich ist dabei ein Wargaming. Das schärft den Blick nach innen und eröffnet mehr Handlungsoptionen nach außen. Eine solch erweiterte Binnen- und Außensicht müssen auch Banken in digitalen Zeiten berücksichtigen. Gerade vor dem Hintergrund, dass viele Geldhäuser vor einem Umbruch stehen. Diese Innensicht auf die Außenwahrnehmung zu übertragen, bedeutet, dass nach Schätzungen der Beratungsfirma Oliver Wyman alleine in Deutschland in den kommenden zehn bis 15 Jahren ein massives Bankenschrumpfen stattfindet. Nun wünschen wir Ihnen viel Spaß mit der neuen FIRM-Ausgabe. Es grüßt Ihr INHALT 23 EDITORIAL 24 INTERVIEW 27 WISSENSCHAFT 28 REGULIERUNGSTRENDS 29 FIRM-NEWS UND TERMINE HERAUSGEBER Gesellschaft für Risikomanagement und Regulierung e.V. Walther-von-Cronberg-Platz 16 D 60594 Frankfurt am Main Telefon: +49 69 94 41 80 97 Telefax: +49 69 94 41 80 19 Internet: www.firm.fm E-Mail: info@firm.fm Redaktion: Frank Romeike (V.i.S.d.P.), Frank Westhoff, Andreas Eicher E-Mail: redaktion@firm.fm Erscheinungsweise: 10 x im Jahr als Einhefter in der Zeitschrift RISIKO MANAGER Frank Romeike, verantwortlicher Chefredakteur und Mitglied des FIRM-Vorstands

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