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RISIKO MANAGER 03.2015

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RISIKO MANAGER ist die führende Fachzeitschrift für alle Experten des Financial Risk Managements in Banken, Sparkassen und Versicherungen.

2 Ausgabe 03/2015 Der

2 Ausgabe 03/2015 Der neue Webauftritt: www.risiko-manager.com

3 standpunkt Ballung geopolitischer Risiken Zum Jahresbeginn 2015 bestehen in der Welt massive wirtschafts- und geldpolitische Ungleichgewichte. Gleichzeitig sehen wir uns einer in dieser Form geradezu beispiellosen Ballung geopolitischer Risiken gegenüber. Bereits im ersten Quartal 2015 könnten die Märkte den Höhepunkt dieser Marktverwerfungen erleben. Nie zuvor waren Weltwirtschaft und Wirtschaftspolitik derartig aus dem Lot. Wir sehen uns jetzt ernsten geopolitischen Risiken gegenüber, die sich noch verschärfen könnten, sollte der Ölpreis unter 60 Dollar pro Barrel fallen. Die Inflation befindet sich trotz der extrem lockeren Geldpolitik in den meisten Industrieländern sowie geldpolitischer Straffung in den Schwellenländern auf dem niedrigsten Stand seit Jahrzehnten. Die Federal Reserve ist die einzige Zentralbank einer entwickelten Volkswirtschaft, die bald in einen Straffungszyklus einsteigen dürfte – aller Wahrscheinlichkeit nach gegen Mitte des Jahres. Gleichzeitig notieren die Credit-Spreads unter den Ausfallraten, während Renditen und Volatilität ein nahezu historisches Tief erreicht haben. Um die Weltwirtschaft wieder einigermaßen ins Gleichgewicht zu rücken, muss der konjunkturellen Abkühlung in den Emerging Markets gegengesteuert werden. Weiter gilt es, Deflation und steigende Schuldenquoten zu bekämpfen. Der Höhepunkt dieser Marktverwerfungen wird – bei Hochrechnung der 2014 beobachteten Trends – im ersten Quartal erreicht sein. Dann dürfte die EZB wohl die fatale Entscheidung treffen, ihr Heil in der Auflage eines neuen QE-Programms zu suchen. Der Weg des geringsten Widerstands werden 2015 schließlich ein schwächerer Dollar, stabile bis etwas höhere Energiepreise und unveränderte Zinssätze sein. Die Währungsmärkte werden 2015 erhebliche Volatilität erleben, wenn der US-Dollar im ersten Quartal weiter zulegt und sich – vor allem in Asien – die Möglichkeit von Währungskrisen abzeichnet. Autor: Steen Jakobsen, Chefvolkswirt, Saxo Bank Mittelstand finanziell gut ausgestattet Der deutsche Mittelstand ist hervorragend kapitalisiert: Mit einer Eigenkapitalquote von 22,3 Prozent im Mittel wird ein neuer Rekordwert erreicht. Die Steigerung des Eigenkapitals ist dabei in allen Betriebskategorien erfolgt. Auch Kleinunternehmen mit einer Umsatzgröße unter einer Million Euro verfügen mit 17,2 Prozent über ein solides Eigenkapitalpolster. Zu diesen Ergebnissen kommt die vom Deutschen Sparkassen- und Giroverband vorgestellte Studie „Diagnose Mittelstand 2015“, für welche die Bilanzdaten mittelständischer Unternehmen ausgewertet wurden. Trotz einer hervorragenden Ausstattung mit Eigenkapital halten sich die Unternehmen aber bei den Investitionen zurück. Nur noch knapp 16 Prozent der Sparkassen-Experten geben an, dass ihre Kunden mehr Investitionsmittel abfragen. 45,8 Prozent der Firmenkunden aus dem Mittelstand haben weniger Investitionsmittel abgerufen als im Vorjahr. Über die Hälfte der Unternehmen investiert, um Maschinen und Anlagen zu ersetzen. Nur noch 19,7 Prozent der Firmen investiert, um zu expandieren. Das ist der niedrigste Wert seit 2010. Als Präventivmaßnahme zur Risikovermeidung hat das EU-Parlament Banker- Boni ab 2014 europaweit gedeckelt und damit Finanzinstituten ein entscheidendes Incentive bei der Personalbeschaffung genommen. Im weltweiten Wettbewerb um die besten Fachkräfte nutzen Banken daher alternative Incentives. Neben höheren Gehältern dürfen Finanzberater künftig auch langfristige variable Vergütungselemente erwarten. Dabei gibt es gravierende Unterschiede zwischen den Banken, wie eFinancialCareers, ein führendes Karrierenetzwerk in der Finanzbranche, in einer Analyse der Halbjahreszahlen deutscher Banken herausfand. Laut den Halbjahreszahlen für 2014 führt die Deutsche Bank das Ranking an, mit einem Personalaufwand pro Kopf von rund 65.500 ¤. Dabei werden Spezialisten aus dem Corporate Banking & Securities mit durchschnittlich rund 112.000 ¤ im Halbjahr am höchsten vergütet. Asset Manager dürfen sich über durchschnittlich 81.300 ¤ im Halbjahr freuen. Die hauptsächlichen Gründe für die Zurückhaltung bei Investitionen sehen die Sparkassen-Experten in der Unsicherheit durch geopolitische Krisen und die weitere wirtschaftliche Entwicklung der Euro- Zone. Die Hoffnung, dass die außerordentlich guten Finanzierungsbedingungen zu einem Investitionsschub führen, habe sich bisher leider nicht erfüllt, so DSGV-Präsident Georg Fahrenschon bei der Vorstellung der Studie. „Niedrige Zinsen und immer mehr billiges Geld können allein keinen Investitionsaufschwung bewirken. Deswegen braucht die Euro-Zone auch keine weitere Ausweitung der Bilanz der Europäischen Zentralbank über den breit gestreuten Ankauf von Staatsanleihen“, sagte Fahrenschon. Stattdessen seien der Abbau von Schulden sowie Reformen zur Stärkung der Wettbewerbsfähigkeit in den einzelnen Euro-Ländern erforderlich. Weitere Informationen sind auf der Website des Deutschen Sparkassen- und Giroverbands (www.dsgv.de) in der Rubrik /Presse /Pressemitteilungen verfügbar. Neue Vergütungssysteme im Finanzsektor Dahinter folgen die Baader Bank mit durchschnittlich 62.000 ¤ sowie die Dekabank und HSBC Trinkhaus mit jeweils rund 59.000 ¤. Gemessen wurden die Personalaufwendungen pro Kopf. Diese sind mit den Bruttovergütungen nicht gleichzusetzen, denn hier fließen auch Nebenkosten (wie Arbeitgeberbeiträge zu Sozialversicherungen) mit ein. Mit Wirkung zum 1. Januar 2014 sind das EU-Bankenreformpaket und eine Höchstgrenze für Banker-Boni in Kraft getreten. Seither muss das Verhältnis von Festgehalt zu Bonus grundsätzlich 1:1 betragen. Mit Zustimmung der Hauptversammlung darf dieser Faktor auf 1:2 angehoben werden. Ein Großteil der Finanzinstitute möchte diese Option wahrnehmen, teils zusätzlich zu höheren Fix-Gehältern. Laut einer aktuellen Mercer-Umfrage planen 63 Prozent der europäischen Banken eine Erhöhung der Fix-Gehälter, rund 55 Prozent gaben die Boni-Deckelung als Hauptgrund an.

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