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RISIKO MANAGER 02.2017

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48 RISIKO MANAGER 02|2017 Aus InvMaRisk wird KAMaRisk Risikomanagement von Kapitalverwaltungsgesellschaften Anfang 2017 hat die Finanzaufsicht BaFin die Mindestanforderungen an das Risikomanagement von Kapitalverwaltungsgesellschaften (KAMaRisk) veröffentlicht, welche die InvMaRisk aus dem Jahr 2010 ersetzen. Die Überarbeitung der InvMaRisk war aufgrund von Entwicklungen des europäischen und nationalen Rechts erforderlich geworden. Die neuen KAMaRisk konkretisieren bestimmte Vorgaben der delegierten Verordnung (EU) Nr. 231/2013 (AIFM Level 2-VO), die ihrerseits auf der Richtlinie 2011/61/EU (AIFM-RL) beruht, sowie bestimmte Vorschriften des Kapitalanlagegesetzbuchs (KAGB) in Bezug auf Organisation, Risikomanagement sowie Auslagerung durch Kapitalverwaltungsgesellschaften. Die Gliederung der KAMaRisk entspricht dabei weitestgehend dem bereits aus der InvMaRisk bekannten Aufbau. Lediglich mit Abschnitt „5. Besondere Anforderungen an die Vergabe von Gelddarlehen und Investitionen in unverbriefte Darlehensforderungen“ wird der Struktur der KAMaRisk ein neues Element hinzugefügt, das Mindestanforderungen an das Risikomanagement von AIF-Kapitalverwaltungsgesellschaften enthält, die für Rechnung des AIF Gelddarlehen gewähren oder in unverbriefte Darlehensforderungen investieren. Zudem findet sich der frühere Abschnitt „11. Persönliche Geschäfte“ der InvMaRisk nicht mehr in den KAMaRisk, weil die BaFin angesichts der entsprechenden Regelungen in Art. 63 AIFM Level 2-VO in dieser Hinsicht offenbar keinen weiteren Konkretisierungsbedarf sieht. Gleiches gilt für die früher in Punkt „7.1 Personal und Anreizsystem“ geregelten Anforderungen an Ressourcen und Anreizsysteme, die nunmehr in Art. 22 und 24 AIFM Level 2-VO enthalten sind. Keine Anwendung finden die Regeln auf EU-Verwaltungsgesellschaften bzw. deren Zweigniederlassungen, die allerdings bei Verwaltung von inländischen OGAW die Vorgaben der DerivateVO zu beachten haben. Inhaltlich kommt der Investition in unverbriefte Darlehen in Abschnitt 5 der KA- MaRisk besondere Bedeutung zu. Hier werden die Erläuterungen der MaRisk für Kredit- und Finanzdienstleistungsinstitute für den Kreditgenehmigungs- und -betreuungsprozess übernommen. Erleichterungen sind jedoch vorgesehen, wenn und soweit die Initiierung des Darlehens durch Dritte erfolgt, etwa im Rahmen einer Konsortialfinanzierung oder der Abtretung des Darlehens durch ein Kreditinstitut. Kapitalverwaltungsgesellschaften müssen diese neuen Vorgaben in Abschnitt 5 allerdings nicht sofort umsetzen, sondern haben dafür neun Monate Zeit. Zumindest Kreditfonds sind daher aufgerufen, intensiv ihre Compliance-Prozesse dahingehend zu überprüfen, inwieweit sie den Anforderungen der KAMaRisk entsprechen. Aber auch für andere Kapitalverwaltungsgesellschaften empfiehlt es sich, die bestehenden Prozesse und Dokumentationen zu überprüfen und gegebenenfalls Anpassungen bzw. Ergänzungen vorzunehmen. Dies deshalb, weil zum einen nach einer ersten Phase der Anpassung an die neuen aufsichtsrechtlichen Anforderungen – trotz des mit der KAMa- Risk verfolgten prinzipienorientierten und der Proportionalität verpflichteten Ansatzes – zeitnah mit Prüfungen seitens der BaFin zu rechnen sein wird. Zum anderen wird das Risikomanagement Gegenstand der aufsichtsrechtlich geforderten Überprüfung durch den Wirtschaftsprüfer sein, sodass zum jeweiligen Geschäftsjahresende eine Prüfung der Einhaltung der Grundsätze der KAMaRisk erfolgen wird. Da die Regelungen oftmals inhaltlich nicht völlig neu sind, sondern lediglich bereits vorhandene Anforderungen präzisieren, sollte der Umsetzungsaufwand überschaubar sein. Außerdem kann die zusammengefasste Konkretisierung der risikomanagementrelevanten Vorgaben in einer Verwaltungsanweisung den Umgang mit diesen Anforderungen für die Kapitalverwaltungsgesellschaften auch erleichtern. Freilich gilt dies nur mit Einschränkungen, da weitere risikomanagementrelevante Vorgaben – wie bspw. Ausführungen im BaFin-Merkblatt zur Auslagerung nach § 36 KAGB – nicht außer Acht gelassen werden dürfen. Gleiches gilt im Übrigen für die AIFM Level 2-VO, die bspw. in Art. 22 und 24 Anforderungen an die Personalausstattung und Anreizsysteme sowie in Art. 63 Level 2-VO Anforderungen an persönliche Geschäfte enthält, die aus Risikomanagementperspektive durchaus relevant sind. Damit ergibt sich insgesamt ein gemischtes Bild, da mit der Veröffentlichung der KAMaRisk die Chance vertan wurde, die risikomanagementrelevanten Anforderungen an die Kapitalverwaltungsgesellschaften in einem Dokument anwenderfreundlich zu bündeln. Autoren: Dr. Jens H. Kunz und Dr. Matthias Geurts sind Rechtsanwälte bei Noerr LLP.

49 Personalien Dr. Paul Verhoeven (59, Foto) ist zum 1. Januar 2017 in den Vorstand der Gothaer Asset Management AG (GoAM) berufen worden. In dieser Funktion verantwortet er das Middle- und Back Office. Zuständig ist er damit u. a. für die Aufgaben Quantitative Methoden, ALM, Risikocontrolling, Meldewesen sowie Cash Management, zusätzlich gehen die Funktionen Compliance und Recht in sein Ressort über. Das bisherige Vorstandsmitglied Reiner Türr (52) wurde zum Jahresbeginn zum Bereichsleiter Corporate Finance in der Gothaer Finanzholding AG ernannt. In dieser neuen Funktion ist Türr verantwortlich für die Optimierung der Beteiligungsstrukturen im Konzern. Verhoeven studierte Volkswirtschaftslehre an der Universität Innsbruck, wo er im Anschluss auch promovierte. Er hatte verschiedene Positionen in namhaften Unternehmen der Finanzbranche inne. Zuletzt fungierte er als Partner bei der Investment Beratungsgesellschaft ICA in München. Monika Vicandi (Foto) übernahm zum 1. Januar 2017 die Organisationseinheit General Counsel & Chief Risk Officer bei der VP Bank. Vicandi leitete bisher den Bereich Group Legal, Compliance & Tax. Die neue Ressortverteilung innerhalb der Bank ist Bestandteil einer geänderten Organisations- und Führungsstruktur in der VP Bank-Gruppe. Dabei wurde u. a. die Funktion des General Counsel mit jener des Chief Risk Officer zusammengelegt. Die Juristin Monika Vicandi war zuvor Chief Executive Officer der Centrum Bank AG in Vaduz sowie von 2002 bis 2011 Leiterin Legal & Compliance der Union Bancaire Privée in Zürich. Sie arbeitete zudem für die Discount Bank & Trust Company sowie für die Winterthur Versicherung. Thomas Groß (51, Foto) wurde für eine weitere Amtszeit als Mitglied des Vorstands und stellvertretender Vorstandsvorsitzender der Helaba Landesbank Hessen-Thüringen bestätigt. Groß ist seit 2012 Vorstandsmitglied und seit 2015 Chief Risk Officer (CRO). Er ist zuständig für die Bereiche Marktfolge Kredit, Risikoüberwachung und Cash Management. Die Trägerversammlung und der Verwaltungsrat der Bank entschieden, dass Groß im schwierigen Marktumfeld als Chefrisikomanager in den letzten vier Jahren das konservative Risikoprofil des Instituts spürbar mitgeprägt und damit maßgeblichen Anteil an der erfolgreichen Entwicklung der Helaba habe. Als Anerkennung dieser Leistung wurde sein Vertrag frühzeitig um fünf Jahre verlängert. Jürgen Fenk (50) wird die Bank mit Ablauf seines Vertrags zum 30. September 2017 auf eigenen Wunsch verlassen; er möchte sich neuen Herausforderungen in der Immobilienwirtschaft zuwenden. Neu in den Vorstand soll Hans-Dieter Kemler (48) einziehen. Es ist vorgesehen, dass Kemler die Nachfolge von Rainer Krick antritt, der zum 31. Juli 2016 aus gesundheitlichen Gründen aus dem Vorstand der Bank ausgeschieden ist. Im Vorstand der Helaba soll Kemler insbesondere die Geschäftsbereiche Kapitalmärkte, Treasury sowie das Asset Management verantworten. Kemler kommt von der mBank S.A., Warschau, einen börsennotierter Tochtergesellschaft der Commerzbank AG. Jörn Stobbe (Foto) wird mit Wirkung zum 1. Februar 2017 die Führungsspitze der Union Investment Institutional Property GmbH verstärken. Als dritter Geschäftsführer wird Stobbe für das Risikomanagement und Compliance verantwortlich sein. In Personalunion wird er zudem die Aufgaben des Chief Operating Officers sowohl bei der Union Investment Institutional Property GmbH als auch bei der Schwestergesellschaft Union Investment Real Estate GmbH wahrnehmen. Der gelernte Bankkaufmann und Jurist kommt von der RREEF Management GmbH. Elmar Zumbühl (Foto) wird neuer Chief Risk Officer (CRO) und Mitglied des Vorstands beim internationalen Vermögensverwalter GAM. Er rückt von seiner bisherigen Funktion als Group Head of Risk & Governance ins Management Board auf. Bei GAM wurde damit erstmals die Rolle eines CRO eingerichtet und das Risikomanagement innerhalb der Gruppe gestärkt. Tim Rainsford, der Anfang 2017 als Group Head of Distribution zu GAM wechselt, wird ebenfalls in den Vorstand einziehen. Ausscheiden wird dagegen Scott Sullivan als Group General Counsel. Er wird die Funktion eines Group Vice Chairman übernehmen, in der er als Berater für den Vorstand und für den Verwaltungsrat tätig sein wird. Dirk Spiegel, derzeit General Counsel für Kontinentaleuropa, wird Sullivans Nachfolger als Group General Counsel und ins Group Management Board eintreten. Martin Beyer (Foto) übernimmt bei der Fiducia & GAD IT AG zusätzlich zu seinem bisherigen Vorstandsressort seit Jahresbeginn auch die Bereiche Compliance und Risikomanagement, die bis- lang von Vorstandsmitglied Wolfgang Eckert verantwortet wurden. Dieser hatte der genossenschaftlichen Finanzgruppe seit 1999 angehört und sich zum 31. Dezember 2016 in den Ruhestand verabschiedet. Vorstandsmitglied Jörg Staff übernimmt zusätzlich den Bereich Revision. Der neue Risikochef Beyer verantwortete zuletzt das Ressort Finanzen und Beteiligungen. Vor der Fusion zur Fiducia & GAD IT AG war er seit Januar 2014 Vorstandsmitglied der GAD eG. Der Diplom-Betriebswirt kam nach einer Ausbildung zum Bankkaufmann und nach Abschluss eines betriebswirtschaftlichen Studiums Ende 1991 zur GAD. Zu seinen Aufgaben zählten u. a. die Einführung des SAP-Systems im Konzern und die Neuausrichtung der Unternehmenssteuerung in der GAD. 2006 wurde er zum Bereichsleiter Unternehmenssteuerung und -entwicklung ernannt und verantwortete in dieser Funktion das Finanzund Rechnungswesen, das Unternehmenscontrolling, das Beteiligungsmanagement und Recht. 2013 wurde Martin Beyer Generalbevollmächtigter und Leiter des Ressorts Finanzen. Jochen Körner (Foto, 42) wurde zum 1. Januar 2017 Chief Risk & Specialties Officer des Versicherungsmaklers und Risikoberaters Marsh. Er verantwortet in seiner neuen Aufgabe u. a. den Unternehmensbereich Konzernkunden sowie die stark Wachstums getriebenen Geschäftsbereiche Credit & Political Risks, Financial & Professional Services sowie Private Equity und M&A. Körner ist seit 2011 Geschäftsführer der Marsh GmbH und war bereits in verschiedenen Führungsfunktionen für das Unternehmen tätig. In seiner neuen Funktion berichtet er künftig an Sigmund Fahrig, CEO und Vorsitzender der Geschäftsführung von Marsh Deutschland, Österreich/Osteuropa und der Gemeinschaft unabhängiger Staaten (GUS). Mit Wirkung zum 1. Januar 2017 wurde Hendrik F. Löffler (Foto, 43) in die Geschäftsleitung von Funk berufen. In dieser Funktion wird er insbesondere die Beratung zu betriebswirtschaftlichem Risikomanagement wie auch das Business Development bei Funk verantworten. Löffler begann seine Laufbahn bei Funk 2002 und übernahm 2008 die Leitung der auf Risikomanagementberatung spezialisierten Tochter Funk Risk Consulting GmbH, die er auch weiterhin innehaben wird. Zudem ist Hendrik F. Löffler als Vorstandsvorsitzender der Funk Stiftung aktiv, die sich der Förderung von innovativen Projekten im Risikomanagement widmet.

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