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RISIKO MANAGER 01.2015

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34 Ausgabe 01/2015 sind

34 Ausgabe 01/2015 sind – und wiederholt so Erläuterungen, die man beispielsweise auch im IDW Prüfungsstandard 340 findet. Im Grundsatz ist diese Erläuterung sachgerecht und man findet wenig Überraschendes, wenngleich einige Betonungen und Erinnerungen durchaus hilfreich sind. Es verbleiben jedoch auch einige signifikante Schwachpunkte. So ist die Beschränkung der Prüfung auf Gefahren – mögliche negative Zielabweichungen – wenig sinnvoll, da eine ganzheitliche Betrachtung von Chancen und Gefahren (Risiken) und damit der Ursachen von Planabweichungen notwendig ist. Auch problematisch ist, dass man die Methoden der Quantifizierung und Aggregation von Risiken zwar in ihrer Bedeutung anerkennt, aber Formulierungen wählt, die es der Internen Revision erlauben, auf eine klare Kritik zu verzichten, wenn wesentliche Risiken nicht quantifiziert oder zum Gesamtrisikoumfang aggregiert werden. Hier sollte jedoch die interne Revision zwingend intervenieren. Da es im Allgemeinen gerade die Kombinationswirkungen mehrerer Risiken sind, die den Bestand eines Unternehmens bedrohen, ist eine Risikoaggregation mittels stochastischer Simulation erforderlich, um eine repräsentative große Auswahl risikobedingt möglicher Zukunftsszenarien zu betrachten. Einen alternativen methodischen Ansatz gibt es schlicht und einfach nicht. Der aggregierte Gesamtrisikoumfang, beispielsweise ausgedrückt im Eigenkapitalbedarf, der im Rahmen der angesprochenen Risikotragfähigkeitskonzepte zu betrachten ist, ist eine Zahl – ein Euro-Betrag – und abhängig von allen Risiken. q Fazit Der Revisionsstandard stellt eine nützliche und generische Zusammenfassung von www.bank-verlagshop.de wesentlichen Elementen des Risikomanagements dar, bietet aber wenig Neues gegenüber bekannten Veröffentlichungen. Auch wenn viele der Erläuterungen sicherlich hilfreich sind, ist es kritisch, dass die Anforderungen gerade im Kontext der Quantifizierung und Aggregation von Risiken so schwach formuliert sind, dass möglicherweise beim Unternehmen nötige Verbesserungsanstöße, die auf eine wirklich fundierte Beurteilung einer Bestandsbedrohung eines Unternehmens zielen, unterbleiben könnten. Hier ist eine Nachbesserung dringend zu empfehlen. In einem bereits im Juni 2010 veröffentlichten Grünbuch beschäftigt sich die EU-Kommission unter anderem sehr ausführlich mit Fragen zur Verbesserung des Risikomanagements und seiner Stellung im Unternehmen. Es wird bemängelt, dass elementare Risikokontroll- und -managementregeln vernachlässigt wurden. Insbesondere haben – im Kontext der jüngsten Finanzkrise – nach Ansicht der EU-Kommission die am Risikomanagement beteiligten Akteure ihre Risiken nicht richtig verstanden. Außerdem wird ein mangelnder oder unzureichend diversifizierter Sachverstand des Risikomanagements kritisiert. Es wird namentlich Aggregation und Konsolidierung der Einzelrisiken zum Gesamtrisiko als generell zu träge und methodisch/technisch unzureichend kritisiert. Letztendlich konstatiert das Grünbuch das Fehlen einer gesunden Risikomanagementkultur auf sämtlichen Ebenen. Diese wertvollen und überaus sinnvollen Erkenntnisse aus schmerzhaften Erfahrungen der jüngsten Vergangenheit fließen leider nicht beziehungsweise nur unzureichend in den IIR Revisionsstandard Nr. 2 ein. Somit werden wohl auch bei den nächsten Krisen viele Revisionen fragen, ob nicht konsequenter auf mehr methodische Kompetenz hätte gedrängt werden müssen. Andreas Igl | Henning Heuter (Hrsg.) Sanierungsplanung – Bankpraktische Umsetzung der MaSan ISBN 978-3-86556-429-0 Art.-Nr. 22.512-1400 220 Seiten, gebunden 59,00 Euro Jetzt bestellen Anzeige Quellenverweise sowie weiterführende Literaturhinweise Austrian Standards Institute (Hrsg.) (2014): Normensammlung Risikomanagement, 2. aktualisierte Auflage, Wien 2014. Brückner, R./Gleißner, W. (2013): Unbefriedigende Datenlage: Ein Argument für den Ausbau von Controlling- und Risikomanagement-Methoden, in: Controller Magazin, Heft 4/2013, S. 12-16. Deutsche Rechnungslegungs Standards Committee (DRSC) (2012): Deutscher Rechnungslegungs Standard Nr. 20 (DRS 20). Europäische Kommission (2010): Corporate Governance in Finanzinstituten und Vergütungspolitik (Grünbuch), KOM(2010) 284, 2. Juni 2010. Füser, K./Gleißner, W./Meier, G. (1999): Risikomanagement (KonTraG) – Erfahrungen aus der Praxis, in: Der Betrieb, Heft 15/1999, S. 753-758. Gleißner, W. (2000): Risikopolitik und Strategische Unternehmensführung, in: Der Betrieb, Heft 33/2000, S. 1625- 1629. Gleißner, W. (2008): Risikocontrolling und strategisches Risikomanagement. Warum Risikocontrolling wichtig ist, in: Controller Magazin, Ausgabe August 2008, S. 35-42. Gleißner, W. (2011): Grundlagen des Risikomanagements im Unternehmen, 2. Auflage, Vahlen Verlag, München 2011. Gleißner, W./Füser, K. (2000): Moderne Frühwarn- und Prognosesysteme für Unternehmensplanung und Risikomanagement, in: Der Betrieb, Heft 19/2000, S. 933-941. Gleißner, W./Romeike, F. (2012): Gute Frage: Was sind die „Grundsätze ordnungsgemäßer Planung (GoP)“?, in: Risk, Compliance & Audit, Heft 1/2012, S. 14-16. Korte, T./Romeike, F. (2011): MaRisk VA erfolgreich umsetzen – Praxisleitfaden für das Risikomanagement in Versicherungen, 2. Neu bearbeitete und erweiterte Auflage, Erich Schmidt Verlag, Berlin 2011. Meyer, M./Romeike, F./Spitzner, J. (2012): Simulationen in der Unternehmenssteuerung – Studienergebnisse, Risk- NET GmbH, Brannenburg/Wendelstein 2012. Nguyen, T./Romeike, F. (2013): Versicherungswirtschaftslehre – Grundlagen für Studium und Praxis, Springer Verlag, Wiesbaden 2013. Romeike, F./Hager, P. (2013): Erfolgsfaktor Risikomanagement 3.0: Lessons learned, Methoden, Checklisten und Implementierung, Springer Verlag, Wiesbaden 2013. Romeike, F./Spitzner, J. (2013): Von Szenarioanalyse bis Wargaming – Betriebswirtschaftliche Simulationen im Praxiseinsatz, Wiley Verlag, Weinheim 2013. Sinn, H.-W. (1980): Ökonomische Entscheidungen bei Unsicherheit, J. C. B. Mohr (Paul Siebeck), Tübingen 1980. Autoren: Prof. Dr. Werner Gleißner ist Vorstand der FutureValue Group AG sowie Honorarprofessor an der Universität Dresden. Frank Romeike ist geschäftsführender Gesellschafter RiskNET GmbH – The Risk Management Network sowie verantwortlicher Chefredakteur RISIKO MANAGER.

35 Neuer CRO bei der SEB AG Johan Åkerblom und Jonas Rengård sind ab Januar 2015 in den Vorstand der SEB AG eingetreten. Sie folgen Jan Sinclair nach, der zum Jahresende 2014 ausgeschieden ist. Jonas Rengård (Foto oben) ist zukünftig Chief Risk Officer der SEB in Deutschland. Er führt die Risikobereiche Credits, Risk Control und Risk Management. Johan Åkerblom (Foto) bleibt Chief Financial Officer der Bank. Er hat die Verantwortung für die Bereiche Business Development und Controlling, Finance und Legal. Die bisher von Jan Sinclair geleiteten Bereiche Compliance/Security Center und Special Asset Management (SAM) werden an das Vorstandsdezernat von Edwin Echl (Human Resources, Operations, Administration, Revision, ISD Germany) angegliedert. Risikomanager Rengård arbeitete über zehn Jahre für den schwedischen Nutzfahrzeughersteller Scania in unterschiedlichen Funktionen, zuletzt verantwortete er die globale IT-Infrastruktur und IT-Produktion. Im Jahr 1999 wechselte er zum SEB-Konzern. Er startete dort als Credit Analyst in Merchant Banking. Seit 2008 ist er Global Head of Credit Analysis. Johan Åkerblom arbeitete mehrere Jahre für das Beratungsunternehmen McKinsey in Schweden, bevor er im Jahr 2008 zum SEB-Konzern wechselte. Er begann dort als Business Advisor im CFO-Office. Im Jahr 2011 wechselte er als Head of Business Development and Controlling zur SEB Deutschland. Seit April 2014 ist er CFO der SEB AG. Jan Sinclair war von 2009 bis 2011 Vorstandsvorsitzender der SEB AG. Seit April 2011 war er im Vorstand der SEB AG als Chief Risk Officer (CRO) für die Bereiche Risk Control, Risk Management, Special Asset Management und Credits sowie als Chief Financial Officer (CFO) für Finance und Treasury verantwortlich. Jan Sinclair bekleidete wichtige Ämter in der deutschen Bankenlandschaft, etwa als Vorstand des Verbands der Auslandsbanken in Deutschland, als Mitglied des Projekt-Ausschusses EZB-Bankenaufsicht oder als Mitglied im Zentralen Kapitalmarktausschuss (ZKMA). Außerdem in den Ausschüssen für Risikopolitik sowie Unternehmensfinanzierung und Investmentbanking des Bundesverbands Deutscher Banken. Mehr Verantwortung für Risikomanager Schneidemann Die Versicherungsgruppe die Bayerische hat die Aufgabenverteilung für den Vorstand neu geordnet. Chief Risk Officer Herbert Schneidemann (Foto) hat zum 1. Januar 2015 zusätzlich den Vorstandsvorsitz bei der operativen Lebensversicherungstochter Neue Bayerische Beamten Lebensversicherung AG übernommen – neben dem Vorstandsvorsitz bei der Konzernmutter Bayerische Beamten Lebensversicherung a.G. und dem Vorsitz bei der BBV Holding AG. Weiterhin verantwortet der 47-Jährige die Ressorts Aktuariat, Risikomanagement, Mathematik, Recht und Revision, Leben- Betrieb/Leistung sowie Personal. Der 45-jährige Martin Gräfer (Foto) wird Vorstandsvorsitzender beim Kompositversicherer Bayerische Beamten Versicherung AG – zusätzlich zu den bestehenden Vorstandsaufgaben bei der Konzernmutter und der Lebens-Tochter. Daneben ist Gräfer innerhalb der Gruppe für die Ressorts Vertrieb, Kundenservice, Unternehmenskommunikation, Komposit Betrieb/Schaden sowie Marketing verantwortlich. Der 50-jährige Thomas Heigl ist Mitglied des Vorstands aller Konzerngesellschaften und leitet künftig die Ressorts Kapitalanlage, IT, Betriebsorganisation, Rechnungswesen und Rückversicherung. Die Versicherungsgruppe die Bayerische wurde 1858 gegründet und besteht aus den Gesellschaften Bayerische Beamten Lebensversicherung a.G. (Konzernmutter), Neue Bayerische Beamten Lebensversicherung AG und der Sachgesellschaft Bayerische Beamten Versicherung AG. Die gesamten Beitragseinnahmen der Gruppe, die über vier Mrd. ¤ verwaltet, betragen mehr als 400 Mio. ¤. impressum Chefredaktion (verantwortliche Redakteure) Frank Romeike Tel.: 02 21/5490-532, Fax: 02 21/5490-315 E-Mail: frank.romeike@bank- verlag.de Thorsten Manns Tel.: 02 21/5490-146, Fax: 02 21/54 90-315 E-Mail: thorsten.manns@bank- verlag.de Gesamtleitung Kommunikation und Redaktion Dr. Stefan Hirschmann Mitarbeiter dieser Ausgabe Christoph Bleses, Dr. Michael Lesko, Christian Appel, Prof. Dr. Werner Gleißner, Frank Romeike Verlag Bank-Verlag GmbH Wendelinstraße 1 50933 Köln Geschäftsführer: Wilhelm Niehoff (Sprecher), Michael Eichler, Matthias Strobel Mediaberatung Andreas Conze Tel.: 02 21/5490-603, Fax: 02 21/54 90-315 E-Mail: andreas.conze@bank-verlag.de Es gilt die Anzeigenpreisliste Nr. 10 gültig ab 1. Januar 2015 Abo- und Leserservice Tel.: 02 21/5490-500, Fax: 02 21/54 90-315 E-Mail: medien@bank- verlag.de Produktionsleitung: Armin Denzel Objektleitung: Bernd Tretow Satz: process media consult GmbH, Darmstadt Lektorat: Ulrike Ascheberg-Klever, Köln Druck ICS Internationale Communikations-Service GmbH Geschäftsführender Gesellschafter: Dipl. Ing. Alois Palmer Voiswinkeler Str. 11d, 51467 Bergisch Gladbach Erscheinungsweise: Zweiwöchentlich Bezugspreis: Jahresabonnement 372 ¤ zzgl. Versand und MwSt. Kein Teil dieser Zeitschrift darf ohne schriftliche Genehmigung des Verlags vervielfältigt werden. Unter dieses Verbot fallen insbesondere die gewerbliche Vervielfältigung per Kopie, die Aufnahme in elektronische Datenbanken und die Vervielfältigung auf Datenträgern. Die Beiträge sind mit größtmöglicher Sorgfalt erstellt, die Redaktion übernimmt jedoch keine Gewähr für die Richtigkeit, Vollständigkeit und Aktualität der abgedruckten Inhalte. 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