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RISIKO MANAGER 01.2015

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12 Ausgabe 01/2015

12 Ausgabe 01/2015 Kalkulation Aktivgeschäft mit Pufferkosten Kundenzins Deckungsbeitragsschema Aktiv Ist-Kondition Kreditrisiko- Prämie direkte Kosten ImplO Liquikosten (inkl. Pufferkosten) Swap CVaR- Aufschlag erwarteter Verlust ungedeckte Refinanzierung Pfandbrief Swap Soll-Kondition t Abb. 07 und t Abb. 08 zeigen schematisch die Integration der Pufferkosten. Die für die Neugeschäftskalkulation dargestellte Methodik ist konsistent übertragbar in die Vorgehensweisen zur Ermittlung von Schäden und Nutzen bei außerplanmäßigen Ereignissen für das Festzinsgeschäft und in die Methodik zur Ermittlung von Ausgleichszahlungen beim Variablen Geschäft. Preisuntergrenze Zinsmarge Durch die Entwicklungen im Rahmen der Finanzkrise und die Reaktionen der Bankenaufsicht sind Liquidität und Liquiditäts- Risiko stark in den Fokus gerückt. Innerhalb der vielen unterschiedlichen Fragestel- Liquidi- täts- Kosten Soll- Nettomarge Pufferkosten t Abb. 08 Brutto- Marge (nach Liquidität) t Abb. 09 Ist- Nettomarge Deckungsbeitragsschemata und Beispielergebnisse Entsprechend der Anforderungen an Liquiditäts-Verrechnungspreissysteme können Liquiditäts-Kosten, Liquiditäts-Nutzen und Liquiditäts-Risikokosten verursachungsgerecht in die Vor- und Nachkalkulation der verschiedenen Kundengeschäfte (fest, variabel, aktiv, passiv, gedeckt, ungedeckt) integriert werden. Die Nachkalkulation kann dabei grundsätzlich auf der Ebene von Einzelgeschäften erfolgen. Zur Erfüllung der Anforderungen im Rahmen eines „einfachen Kostenverrechnungssystem“ kann die Ermittlung auch auf geeigneten Aggregationsstufen (beispielsweise Produktgruppen) erfolgen. t Abb. 09 zeigt die Ermittlung der kurzfristigen Preisuntergrenze für Aktivgeschäfte. Im Rahmen der Vorkalkulation ergibt sich die Soll- oder Plankondition durch Addition der Soll-Nettomarge auf die kurzfristige Preisuntergrenze. Im Rahmen der Nachkalkulation wird die Ist-Nettomarge als Differenz zwischen der Ist- Kondition und der kurzfristigen Preisuntergrenze ermittelt. Die Ist-Nettomarge ist das zentrale Steuerungsobjekt im Rahmen von wertschöpfungsorientierten Vertriebssteuerungssystemen. In t Abb. 10 wird die Ermittlung der kurzfristigen Preisuntergrenze für das Passivgeschäft dargestellt. Im Rahmen der Vorkalkulation ergibt sich die Soll- oder Plankondition als Differenz von Preisuntergrenze und Soll-Nettomarge. Die Nachkalkulation ermittelt die Ist-Nettomarge als Differenz zwischen Preisuntergrenze und Ist-Kundenkondition. Auf Basis von Marktdaten aus 07/2014, einer praxisgerechten Parametrisierung und branchenüblicher Margen ergeben sich für die beiden ausgewählten Beispielprodukte „Geldmarktkonto“ und „Giro Aktiv Gesamt“ die in t Tab. 02 dargestellten Kalkulationsergebnisse. Auffällig sind vor allem die im Vergleich hohen Liquiditäts-Pufferkosten beim Produkt „Giro Aktiv Gesamt“, die im Wesentlichen aufgrund der eingeräumten Kreditlinien entstehen und die Kosten dafür quantifizieren, dass für den Zahlungsfähigkeitsrisikofall, in dem die Linien zu einem bestimmten Anteil gezogen werden, ein Liquiditäts-Puffer vorgehalten werden muss. Dagegen ist die Größenordnung der Liquiditäts-Pufferkosten bei den variablen Passivgeschäften eher überschaubar. q Zusammenfassung und Ausblick

13 lungen und Sichtweisen auf Liquidität ist die Umsetzung der Anforderungen zum Liquiditäts-Verrechnungspreissystem in vielen Instituten aktuell das zentrale Thema. Der Beitrag zeigt unterschiedliche Verrechnungspreisbeziehungen und erläutert die konsistente Integration von Liquiditäts- Kosten, Liquiditäts-Nutzen und Liquiditäts-Risikokosten in das seit Jahren etablierte Verrechnungspreissystem der Marktzinsmethode im Gegenseitenkonzept. Erfahrungen aus Umsetzungsprojekten zeigen, dass die Umsetzung eines einfachen Kostenverrechnungspreissystems auf der Ebene von Produkten oder Produktgruppen auf Basis der im Beitrag dargestellten Methodik transparent und mit vergleichsweise geringem Aufwand möglich ist. Neben der Berücksichtigung im Rahmen der Kalkulation ist dazu konsistent (analog der Vorgehensweise bei den anderen Risikoarten) auch die Steuerung des Risikofaktors „Liquiditäts-Spread“ zu etablieren (Risikofaktorsicht). Dies gilt unter Wesentlichkeitsaspekten insbesondere für Institute, für die ein Spreadanstieg sowohl auf der Anlageseite (Adressen- und Spreadrisiko Eigengeschäft) wie auch auf der Aufnahmeseite (Refinanzierungsrisiko) den Risikofall darstellt. Die Integration des Liquiditäts-Vermögenswerts und dessen Vermögensrisiko sind dazu in einem nächsten Schritt konsistent in die Modelle zur Kapital- und Risikoallokation zu integrieren. Quellenverzeichnis sowie weiterführende Literaturhinweise: Beck, A./Lesko, M. (2008): Messung und Steuerung des strategischen Liquiditätsrisikos, in: Risiko Manager 06/2008. Beck, A./Lesko, M./Maneta, M. (2011): Liquiditätsmanagement und Gesamtbanksteuerung, in: Betriebswirtschaftliche Blätter, 09/2011. BaFin (2012): MaRisk in der Fassung vom 15.12.2012. Autoren Christoph Bleses, Partner, ICnova AG, Karlsruhe. Dr. Michael Lesko, Partner, ICnova AG, Karlsruhe. Deckungsbeitragsschema Passiv Liquikosten (inkl. Pufferkosten) Swap Giro Aktiv Gesamt direkte Kosten ImplO Ist-Kondition Preisuntergrenze Soll-Kondition Kalkulationsergebnisse Beispielgeschäfte Soll- Nettomarge t Abb. 10 Ist- Nettomarge Kennzahlen EUR % Nettomarge 7.345.679 5,95 Bruttomarge 10.024.691 8,12 Zinsmarge 10.790.123 8,74 Liquiditätsbeitrag netto -765.432 -0,62 Liquiditätsbeitrag brutto -481.481 -0,39 Liquiditätspufferkosten 283.951 0,23 Bonitätsprämie 2.679.012 2,17 Optionsprämie 0 0 Kosten 0 0 Geldmarktkonto t Tab. 02 Kennzahlen EUR % Nettomarge 11.441.966 1,45 Bruttomarge 11.441.966 1,45 Zinsmarge 10.495.045 1,33 Liquiditätsbeitrag netto 946.921 0,12 Liquiditätsbeitrag brutto 1.025.831 0,13 Liquiditätspufferkosten 78.910 0,01 Bonitätsprämie 0 0 Optionsprämie 0 0 Kosten 0 0 Die Berechnungen erfolgten mit der Software ic.profit-view der ICnova AG, Karlsruhe

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