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RISIKO MANAGER 17.2015

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RISIKO MANAGER ist die führende Fachzeitschrift für alle Experten des Financial Risk Managements in Banken, Sparkassen und Versicherungen.

18 firm Frankfurter

18 firm Frankfurter Institut für Risikomanagement und Regulierung quoten bei den Banken war zweifellos richtig, und sie hat die Stabilität des Finanzsystems erhöht. Jetzt sollte es damit aber auch genug sein. Wir sollten jetzt darüber nachdenken, wie wir den Wettbewerb im Finanzsystem wieder erhöhen und die Haftungsregeln verbessern können. Marktwirtschaft sollte auch im Finanzsystem gelten. Sie regelt manches einfacher und besser, was die Aufsichtsbehörden jetzt im Blick haben und glauben, regeln zu müssen. Wir brauchen eine starke Aufsicht und einen harten Wettbewerb. Beides gehört zusammen. Im Augenblick haben wir nur die starke Aufsicht. Im übrigen sollten die Banken sich selbst an die Brust klopfen und ernst machen mit Kulturwandel und Corporate Governance. Da ist noch manches im Argen. Wenn sie das reparieren, würde manche Kritik der Öffentlichkeit an ihnen leiser. FIRM-Redaktion: Wurde das Risiko einer systemischen Krise durch die Finanzmarktregulierung reduziert oder eher verstärkt? Martin W. Hüfner: Das Risiko einer systemischen Krise ist heute geringer als vor ein paar Jahren – aber nicht weil die Finanzmarktregulierung so gut ist, sondern weil das Bewusstsein für die Gefahren gestiegen ist und sich die Aufsicht und die Marktteilnehmer auf solche Ereignisse besser vorbereiten. Die Finanzmarktaufsicht hat durch Regulierungen sicher manches verbessert, sie hat aber auch neue Risiken geschaffen (zum Beispiel die Liquiditätsenge auf manchen Märkten). FIRM-Redaktion: Wenn Sie den Blick nach vorne richten. Wo steht Europa wirtschaftlich, politisch und sozial in zehn Jahren? Und welche Anstrengungen müssen die politischen Verantwortlichen unternehmen, um Europa als Ganzes vielleicht in ein neues Zeit alter zu überführen? Martin W. Hüfner: Ich habe keine Glaskugel, um das vorherzusagen. Ich habe aber eine Idee von dem Weg, den wir in Europa gehen sollten. Jeder sagt heute, wir brauchen mehr Integration bis hin zu einer politischen Union. Sonst funktioniert die Gemeinschaftswährung Euro nicht. Das ist richtig. Das Problem ist nur, dass die Bürger das nicht wollen. Bevor wir an mehr Integration auf dem Gebiet der Wirtschaftsund Währungspolitik denken, müssen wir die Bereitschaft der Bürger dazu gewinnen. Und das geht nur durch Desintegration, also Verlagerung von Befugnissen aus Brüssel in die Mitgliedstaaten oder besser noch in die Regionen. Vieles, was jetzt auf EU-Ebene geregelt wird, kann viel besser auf der Ebene der Staaten oder der Regionen gestaltet werden. Die Lösungen wären dann näher am Bürger und würden von ihm eher akzeptiert. Wir brauchen also beides: Integration und Desintegration. Sonst geht es nicht. Wissenschaft Young Innovators-Award vergeben Der Nachwuchswissenschaftler Professor Martin C. Schmalz, Ph.D., wurde mit dem Young Innovators-Award ausgezeichnet. Der Preis wird vom House of Finance der Goethe-Universität in Kooperation mit dem Finanzforum Vordenken der Finanzberatungsgesellschaft Plansecur vergeben. Geehrt wurde Schmalz, der eine Juniorprofessur für Finanzwirtschaft an der Stephen M. Ross School of Business der University of Michigan (USA) innehat, für seine Arbeit mit dem Titel „Anti-Competitive Effects of Common Ownership“. Darin befasst sich der Wissenschaftler mit der Frage, ob Kapitalbeteiligungen von Fondsgesellschaften und anderen institutionellen Anlegern an mehreren Unternehmen innerhalb einer Branche zu einer geringeren Wettbewerbsintensität, und damit zu Nachteilen für Verbraucher, führen können. Der Young Innovators- Award ist mit 2.500 ¤ dotiert und will die Leistungen von Nachwuchswissenschaftlern der Öffentlichkeit zugänglich machen. Weitere Informationen unter: www.hof.uni-frankfurt.de Neuer Programmdirektor für SAFE- Forschungsprogramm Der SAFE-Forschungsbereich „Macro Finance“ hat einen neuen Programmdirektor. Alexander Ludwig übernahm die Position von Ester Faia zum 1. Juli 2015. Alexander Ludwig forscht in den Bereichen dynamische Makroökonomie mit heterogenen Agenten, öffentliche Finanzen sowie Computational Economics. Er studierte und forschte an der Universität Mannheim, wo er auch 2005 promoviert wurde, bevor er 2009 auf eine Professur für Makroökonomie an das Center for Macroeconomic Research an der Universität zu Köln wechselte. Gastaufenthalte führten ihn an die Universitäten von Barcelona (Pompeu Fabra) und Berkeley. Ludwig ist außerdem Senior Fellow am Max-Planck-Institut für Sozialrecht und Sozialpolitik (MEA) in München, Research Associate am Zentrum für Europäische Wirtschaftsforschung (ZEW) in Mannheim sowie Research Affiliate am Center for Macroeconomic Research der Universität Köln. Der Forschungsbereich „Macro Finance“ ist einer von fünf innerhalb des SAFE-Forschungsprogramms. Weitere Informationen unter: www.safe-frankfurt.de

19 19 Ausgabe 17/2015 Nachhaltige Anlagestrategien überzeugen Hohe Zufriedenheit Gesamt (n=117) Stiftungen und Kirchen (n=23) Versicherungen (n=23) Kapitalverwaltungsgesellschaften (n=24) Großunternehmen (n=12) Kreditinstitute (n=21) Altersvorsorger und Pensionskassen (n=14) Quelle: Union Investment. Eher unzufrieden Eine aktuelle Studie „Nachhaltiges Vermögensmanagement institutioneller Anleger“ (Nachhaltigkeitsstudie 2015) von Union Investment vom Juni 2015 zeigt, dass die Akzeptanz nachhaltiger Anlagestrategien steige. Hintergrund für die Nachhaltigkeitsstudie ist die Befragung von 200 institutionellen Investoren mit einem Anlagevolumen in Höhe von fast drei Billionen ¤. Als institutionelle Investoren im Sinn der Studie gelten Versicherungen, Altersvorsorgeeinrichtungen und Pensionskassen, Kirchen und Stiftungen, Banken, Großunternehmen sowie Kapitalverwaltungsgesellschaften. Die Studienmacher stützen sich auf zwei zentrale Ergebnisse der Untersuchung. Zum einen sei klar erkennbar, „dass nachhaltige Investmentstrategien ihr Nischendasein verlassen haben und inzwischen für die Mehrheit der Investoren zur gängigen Anlagepraxis zählen“, so Alexander Schindler, Mitglied des Vorstands der Union Asset Management Holding AG. Zum anderen zeige die Studie, dass die stärkere Berücksichtigung von Nachhaltigkeitskriterien der grundsätzlichen Überzeugung der Anwender entspringe. Bei den Anlegern überzeugen die Vorteile einer nachhaltigen Kapitalanlage. Demnach seien 56 Prozent der Anwender zufrieden mit den Ergebnissen der nachhaltigen Geldanlage. Weitere Informationen unter: www.union-investment.de 8% 4% 9% 13% 0% 5% 56% 74% 57% 58% 50% 48% 48% 14% 43% Außerordentlich zufrieden Ø 2,4 2,1 2,5 2,5 2,5 2,6 2,6 Integration von Performance- und Risiko-Management Aus der CFO-Perspektive sind neue Risiken auf den Plan getreten, so das Ergebnis des Deloitte CFO Survey. Die jährlich veröffentlichte Studie reflektiert die Einschätzungen und Erwartungen von CFOs bedeutender deutscher Unternehmen zu makroökonomischen, finanzwirtschaftlichen und strategischen Themen. Zum einen werden zwar in einer absoluten Perspektive nach wie vor geopolitische und Nachfrageschwankungen als die primären Risiken betrachtet. Zum anderen treten zunehmend Risiken auf die CFO-Agenda, die aus der Rückkehr der Euro-Krise resultieren beziehungsweise eine Folge der europäischen Geldpolitik sind. Die Gefahr eines instabilen Finanzsystems sehen die CFOs als sehr viel bedrohlicher an als noch im Herbst vergangenen Jahres. Zum Höhepunkt der Euro-Krise 2012 war dies das Hauptrisiko für die CFOs, danach wurde es die letzten zwei Jahre als nicht mehr bedrohlich gesehen. Gleichzeitig stützt der schwache Euro im Zuge der Lockerung der europäischen Geldpolitik zwar die Exporte, dennoch sehen sich die CFOs zunehmend Wechselkursrisiken gegenüber, die aus der hohen Volatilität des Euro resultieren. Ein drittes Risiko, das sehr viel wichtiger geworden ist, sind steigende Lohnkosten, die die CFOs im Zuge des konjunkturellen Aufschwungs befürchten (siehe Abbildung). Weitere Informationen unter: www.deloitte.de Anzeige Helfen Sie jetzt – Bei „Help“ ist Ihre Spende in den richtigen Händen. Eva Brenner, Dipl.-Ing. für Innenarchitektur und TV-Moderatorin Hungersnot Südsudan Ihre Spende hilft! Spendenkonto: 2 4000 3000 Commerzbank Köln (BLZ 370 800 40) IBAN: DE47 3708 0040 0240 0030 00 Stichwort: Hungersnot Südsudan „Help“ ist Mitglied im Bündnis „Aktion Deutschland Hilft“ www.help-ev.de

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