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RISIKO MANAGER 10.2019

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RISIKO MANAGER ist das führende Medium für alle Experten des Financial Risk Managements in Banken, Sparkassen und Versicherungen. Mit Themen aus den Bereichen Kreditrisiko, Marktrisiko, OpRisk, ERM und Regulierung vermittelt RISIKO MANAGER seinen Lesern hochkarätige Einschätzungen und umfassendes Wissen für fortschrittliches Risikomanagement.

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76 RISIKO MANAGER 10|2019 Rentenchef Christian Kopf und Leiter Credit Solutions Alexander Ohl von Union Investment stellen eine Studie zu Verbriefungen vor. Einblicke in die Anlagepraxis vermittelten Ewald Stephan, Mitglied des Vorstands der VERKA, und Manfred Hoffmann, Geschäftsführer des Versorgungswerks der Presse. Ewald präsentierte seine Erkenntnisse im Rahmen der praktizierten ESG-Strategie. Hoffmann vertrat ebenfalls die Meinung, dass die Integration von Nachhaltigkeitskriterien in das Risikomanagement alternativlos sei. Ein zentraler Faktor seiner Anlagestrategie und für institutionelle Investoren insgesamt sei zudem eine erfolgreiche Immunisierung des Portfolios gegen Zinsänderungsrisiken. Droht die Japanisierung der Eurozone? Seit 25 Jahren verharrt Japan im Niedrigzinsumfeld. Mit Nullzinspolitik und quantitativer Lockerung hat die Bank of Japan so gut wie jedes Mittel angewandt, das inzwischen auch von der EZB genutzt wird. „Sind wir in Europa auf dem Weg zu japanischen Verhältnissen?“ – diese Frage diskutierten daher Jörg Zeuner, Chefvolkswirt von Union Investment, und Hoshio Hishida, CEO von Sumitomo Mitsui Trust Asset Management. Beide Experten waren sich einig: Trotz gewisser Parallelen gibt es erhebliche Unterschiede zwischen dem Euroraum und Japan. Eins zu eins übertragen ließen sich die japanischen Erfahrungen daher nicht. „Beide Wirtschaftsräume zeigen zwar die gleichen Symptome, leiden aber an unterschiedlichen Krankheiten“, so Zeuner. Dennoch hält der Vergleich für ihn eine entscheidende Erkenntnis bereit. Eine Japanisierung als Dauerzustand sei im Euroraum nicht durchzuhalten. Die politischen und gesellschaftlichen Spannungen, die sich aus anhaltenden Nullzinsen und Nullwachstum ergäben, seien im derzeitigen institutionellen Rahmen der Währungsunion nicht langfristig verkraftbar. Auf diese Herausforderung müsse die Politik daher mit notwendigen Änderungen im institutionellen Geflecht des Euroraums reagieren. Letztlich sei es auch die unvollendete Integration der Eurozone, die diese besonders anfällig für das Niedrigzinsumfeld mache. Während sich Japan als ein homogener Wirtschaftsraum den Herausforderungen stellen könne, sorge die Heterogenität und Uneinigkeit der Eurozone für Ineffizienzen und Fehlallokationen. „Dabei geht es nicht darum, einen durch immense Transferzahlungen zusammengehaltenen europäischen Einheitsstaat zu schaffen“, sagte Zeuner. Was hingegen benötigt werde, seien wirksame Instrumente, um die wirtschaftlichen Anpassungsprozesse in einzelnen Euro-Staaten so lange zu begleiten, bis alle Staaten wieder in dieselbe Richtung liefen. Als Antwort auf die japanischen Verhältnisse an den europäischen Kapitalmärkten empfahl Zeuner den Anlegern die Internationalisierung ihrer Asset Allocation. „Die Internationalisierung bringt Vorteile, sowohl mit Blick auf die Renditen als auch die Risikokontrolle“, so der Chefvolkswirt von Union Investment. Diese Lösung sei zwar weder neu noch besonders innovativ. Dennoch sei gerade in Europa der Home Bias bei Anlegern nach wie vor stark ausgeprägt. „Verschiedene Untersuchungen kommen zu dem Ergebnis“, so Zeuner, „dass 60 bis 70 Prozent der Investments im eigenen Land beziehungsweise Währungsraum getätigt werden.“ Abschließend erläuterte Nobelpreisträger George Akerlof, Professor für Wirtschaftswissenschaften an der Georgetown University, den Konferenzteilnehmern die Folgen von Informationsasymmetrien an den Märkten und die Bedeutung von Manipulation und Täuschung in der freien Marktwirtschaft. Akerlof zufolge ist in der Ökonomie noch immer die Überzeugung vorherrschend, dass sich in einer freien Marktwirtschaft stets die besten Produkte durchsetzen und freier Wettbewerb die Voraussetzung für allgemeinen Wohlstand sei. Allerdings werde dabei häufig der Aspekt ignoriert, dass die Marktwirtschaft auch Manipulationen ermögliche – während die meisten Menschen glaubten, einfach ihren eigenen Bedürfnissen entsprechend zu agieren.

Nachlese 77 Fachtagung Informationssicherheit 2020 5. Februar 2020 in Köln Informationssicherheit steht in den Instituten ganz oben auf der Agenda. Denn die Informationssicherheitsrisiken nehmen kontinuierlich zu. Gründe dafür liegen in der zunehmenden Digitalisierung und Vernetzung, aber auch in der wachsenden Professionalität der Angreifer, die für neue Herausforderungen sorgen. Einen Überblick über aktuelle Themen, Anforderungen und Umsetzungsschwerpunkte im Bereich Informationssicherheit vermittelt Ihnen unsere Fachtagung. Freuen Sie sich auf interessante Vorträge u. a. zu folgenden Themen: • ICT and security risk management • Cyber-Resilienz-Tests im Finanzsektor • Social-Engineering und Security Awareness • Einsatz von KI zur Abwehr von Angriffen • Cloud Computing und Informationssicherheit • Geheimnisschutz in Kreditinstituten JETZT ANMELDEN! Anmeldung und Information: per Fax: 0221-5490-315 | Tel.: 0221-5490-133 (Stefan Lödorf) | events@bank-verlag.de Tel.: 0221-5490-161 (Andrea van Kessel) | andrea.vankessel@bank-verlag.de Tagungsort: Bank-Verlag GmbH | Wendelinstraße 1 | 50933 Köln Eine Veranstaltung von Bank-Verlag GmbH | www.die-bank-trainings.de

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