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RISIKO MANAGER 09.2019

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16 RISIKO MANAGER 09|2019 Raum und Zeit für vertiefende Pausengespräche. die meisten Banken noch Herausforderungen in der Umsetzung. Ungefähr die Hälfte hat noch einen langen Weg bis zur finalen Umsetzung vor sich“, berichtete Nadja Schuster, Leiterin der FRTB-Arbeitsgruppe bei d-fine. In der Regel werde auf die bestehende Infrastruktur aufgesetzt, und die vorgezogene FRTB-Standardansatz-Meldung ab Januar 2021 werde zum Teil noch nicht aus dem Produktivsystem erfolgen, so Schuster weiter. Letzteres ist sicher verständlich, da es hinsichtlich der regulatorischen Entwicklungen bei FRTB und auch IRRBB weiterhin spannend bleiben wird. „Der Ball liegt jetzt vor allem bei der EBA. Allein im Bereich des FRTB soll sie bis Mitte 2024 30 technische Standards bzw. Reports ausarbeiten, die eine Vielzahl offener Detailfragen klären sollen.“, so Christian Saß, Referent im Geschäftsbereich Bankenauf- agilen Projektansatz mit enger Zusammenarbeit zwischen IT- und Fachbereich sowie eine klare Vision als wichtige Erfolgsfaktoren. Status quo der Banken Die aktuelle Umfrage des Beratungshauses d-fine unter deutschen Banken zum Thema Marktrisiko (IRRBB und FRTB) zeichnet ein heterogenes Bild der Lage. Im Umfeld IRRBB gibt es demnach weiterhin viele Aktivitäten. Die Umsetzung der barwertigen Sicht nach IRRBB sei erst bei 40 Prozent der befragten kleineren Institute (unter 10 Mrd. € Bilanzsumme) abgeschlossen, allerdings schon bei 90 Prozent der mittleren und ebenso bei 90 Prozent der großen Kreditinstitute mit über 100 Mrd. € Bilanzsumme. Wesentlich geringer sei der Umsetzungsstand bei der Ertragswertsicht. Hier befänden sich auch 40 Prozent der großen Institute noch in der Umsetzungsphase. Auf der Handelsbuchseite (FRTB) lasse sich der kommende Umbruch erahnen. Hier wurden von d-fine für die Umfrage auch Institute außerhalb Deutschlands hinzugezogen. „Im Umfeld FRTB sehen Panel-Diskussion zum Thema „Marktrisiko – eine neue Ära“, mit (v.l.n.r.): Dr. Dirk Talkenberger, Dr. Martin Knippschild, Prof. Dr. Jan-Philipp Hoffmann, Dr. Sven Ludwig und Thomas Hornung.

Marktrisiko 17 sicht/Bilanzierung beim Bundesverband deutscher Banken. Auch hinsichtlich des IRRBB ist die EBA in der Verantwortung. Hier müssen bis Mitte des kommenden Jahres unter anderem RTS für Standardansätze sowohl zur barwertigen als auch zur periodischen Bewertung von Zinsänderungsrisiken entwickelt werden. Offen sei noch die Frage, ab wann Institute diese verwenden müssten, hoben sowohl Saß als auch Kerstin Drachter, Referentin beim Bundesverband Deutscher Volksbanken und Raiffeisenbanken, hervor. Zu betonen sei, so Drachter weiter, dass insbesondere für kleinere Institute die Proportionalität weiterhin entscheidend ist. Eine immer weiter wachsende Anzahl von aufsichtlichen Kennzahlen könnte sonst dazu führen, dass diese als Kern der internen Risikomessung verwendet würden. Obwohl beispielsweise die IRRBB-Standardmodelle das Zinsänderungsrisiko nicht korrekt abbilden, würde schließlich die betriebswirtschaftliche Risiko-Rendite-Steuerung der Bank implizit nach den aufsichtlich vorgegebenen Modellen erfolgen. Ottmar Bongers (BaFin) gab den Kongressbesuchern schließlich seinen ganz persönlichen Rückblick über zehn Jahre Modelle in Banken und Modelleaufsicht sowie einen Ausblick auf zukünftige Entwicklungen in diesem Umfeld. Man müsse nicht in die Glaskugel schauen, um festzustellen, dass Spannungsfelder wie die prinzipienbasierte vs. die regelbasierte Aufsicht bestehen bleiben würden. Doch würden die Beobachter weiterhin positive Entwicklungen mit dem Ziel einer im SSM harmonisierten Aufsicht sehen. Dabei stehe das „und“ im Vordergrund. „Zentrale und dezentrale Aufsichtsinstrumente sowie die kollegiale Zusammenarbeit zwischen ECB und NCAs in der SSM-Modelleaufsicht“ waren weitere wesentliche Bestandteile seines persönlichen Resümees. Fazit Der Rück- und Ausblick von Ottmar Bongers zu den Modellen und zur Aufsicht eignet sich hervorragend als Fazit des Tages: „Themen und Spannungsfelder bleiben, es gibt Lösungen und herausfordernde Entwicklungen. Es bleibt spannend.“ (Red.)

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