Aufrufe
vor 2 Jahren

RISIKO MANAGER 09.2016

  • Text
  • Basler
  • Irrbb
  • Basel
  • Banken
  • Risiken
  • Anforderungen
  • Ifrs
  • Steuerung
  • Standardisierten
  • Risiko
RISIKO MANAGER ist das führende Medium für alle Experten des Financial Risk Managements in Banken, Sparkassen und Versicherungen. Mit Themen aus den Bereichen Kreditrisiko, Marktrisiko, OpRisk, ERM und Regulierung vermittelt RISIKO MANAGER seinen Lesern hochkarätige Einschätzungen und umfassendes Wissen für fortschrittliches Risikomanagement.

30

30 RISIKO MANAGER 09|2016 effekte langfristig gegenüber zu stellen, erhält durch die neuen Regulierungen Rückenwind. Ertrag ist das Kapital der Zukunft. Somit ist die periodengerechte Ertragssteuerung von zentraler Bedeutung für die Banksteuerung und die Stabilität der Bank. Die unzweideutige regulatorische Anerkennung der unterschiedlichen Zielsetzungen und Steuerungsimpulse aus Barwert- und Ertragssicht bedingt eine duale Steuerung. Letzteres ist kongruent mit dem Spannungsfeld in der Gesamtbankbanksteuerung. Die Umfrage deckt gerade hier erheblichen Investitionsbedarf auf. Die Regulatorik kann also einen Katalysator für die gebotene duale Steuerung darstellen. Dies bietet auch die Chance, nicht nur eine duale Steuerung zu erreichen, sondern gemäß unseren Ausführungen zum Steuerungscockpit auch Gesamtbanksteuerung, Vertrieb, Treasury und Risikocontrolling stärker zu verzahnen. Ein solches bereichsübergreifendes Steuerungscockpit ermöglicht auch im Zuge des wachsenden Drucks, Ertragsquellen zu finden und auf Änderungen im Zinsumfeld schnell zu reagieren und Steuerungsimpulse bankweit konsistent und genauer zu setzen. Von welchen makroökonomischen Entwicklungen die Banken am meisten profitieren, hängt von ihrer Positionierung ab. In unserer Umfrage sahen hier 74 Prozent der Befragten leicht und langsam steigende Zinsen als das vorteilhafteste Szenario ( Abb. 14). Da allerdings nur ein künftiges Szenario tatsächlich eintreten wird, sind Investitionen in eine verbesserte Zinssteuerung nicht nur regulatorisch, sondern auch wirtschaftlich notwendig. BCBS 368 ist deshalb – mehr noch als andere Regularien – ein Kind seiner Zeit. Die gebotenen Maßnahmen für die Bewältigung der Tiefzinsphase und die Abbildung der Sondereffekte verlangen betriebswirtschaftlich – genauso wie es BCBS 368 aus regulatorischer Sicht tut – eine methodisch fortschrittliche, duale Steuerung des Anlagebuchs und zusätzlich eine zur Steuerung konsistente Messung der Treasury P&L. Im Einklang mit der Zinserwartung der Befragten, der Zeitachse der Regulatoren und der Dauer eines Umsetzungsprojekts ist die erste Steuerungsmaßnahme, IRRBB jetzt als die anzugehende Top-Priorität zu setzen. Eine Kombination der Top-Prioritäten unserer Befragten Umsetzung der regulatorischen Anforderungen und Anpassung der IT-Anwendungen ( Abb. 15) ermöglicht diese strategische Initiative. Quellenverzeichnis sowie weiterführende Literaturhinweise: BaFin (2011): Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht: Rundschreiben 11/2011 (BA) - Zinsänderungsrisiken im Anlagebuch, 09. November 2011. BaFin (2011b): Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht: Aufsichtliche Beurteilung bankinterner Risikotragfähigkeitskonzepte, 07. Dezember 2011. BaFin (2011c): Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (2013): Häufig gestellte Fragen zum Rundschreiben 11/2011 (BA), 22.12.2011 zuletzt geändert am 25.09.2013. Basel (1993): Basel Committee on Banking Supervision: Consultative proposal - Measurement of Banks’ exposure to interest rate risk (BCBS 11), April 1993. Basel (1997): Basel Committee on Banking Supervision: Principles for the management of interest rate risk (BCBS 29a), September 1997. Basel (2004): Basel Committee on Banking Supervision: Principles for the Management and Supervision of Interest Rate Risk (BCBS 108), Juli 2004. Basel (2015): Basel Committee on Banking Supervision: Consultative Document - Interest rate risk in the banking book, 8. Juni 2015. Basel (2016): Basel Committee on Banking Supervision: Standards - Interest rate risk in the banking book, d368. pdf, 21. April 2016. Basel (2016): Basel Committee on Banking Supervision: Standards - Minimum Capital Requirements for Market Risk, (BCBS 352), 14. Januar 2016. CEBS (2006): Committee of European Banking Supervisors: Technical aspects of the management of interest rate risk arising from non-trading activities under the supervisory review process, 3. Oktober 2006. EBA (2014): European Banking Authority: Guidelines on common procedures and methodologies for the supervisory review and evaluation process (SREP), 19. Dezember 2014. EBA (2015): European Banking Authority: Guidelines on the management of interest rate risk arising from non-trading activities, EBA/GL/2015/08, 22. Mai 2015. Fachgremium IRRBB (2016): Ergebnisprotokoll der 4. Präsenzsitzung, 14. April 2016. FIS ALM (2016): Tagung: FIS ALM Summit in Zürich, Schweiz, Juni 2016. FIS ALM (2016b): Tagung: FIS ALM Summit 2016, Kempinski Hotel Gravenbruch, Frankfurt, 29. Juni 2016. PRMIA (2016): Tagung: PRMIA FRTB and IRRBB - Congress, Bankverlag, Köln, 9. Juni 2016. Röseler (2016): Raimund Röseler (2016): Rede auf der Jahrespressekonferenz der BaFin 2016, Bonn, 10.05.2016. Wieck (2016): Deutsche Bundesbank, Sören Wieck: SREP Kapitalfestsetzung - Methodik für weniger bedeutende Institute, Vortrag auf der BaFin Konferenz „Neues SREP Konzept der Aufsicht“ in Bonn, 4. Mai 2016. Autoren: Dr. Lars Dohse, Manager, d-fine. Dr. Andreas Keese, Senior Manager, d-fine. Dr. Sven Ludwig, Managing Director & Head of SMEs for Risk Management and Analytics EMEA, FIS. David Renz, Director, Risk Advisory, FIS. Heißer Herbst: Intensivseminare in Köln Einzeln oder im Paket buchbar Risikotragfähigkeit im Kontext deutscher und europäischer Aufsicht 5. Oktober 2016 6. Oktober 2016 Stresstesting – weniger Stress mit dem Stresstest Geschäftsmodellanalyse – Chancen und Herausforderungen 22. November 2016 www.die-bank-trainings.de Sanierungsplanung als Bestandteil des Krisenmanagements 23. November 2016

Liebe FIRM-Leser, der Sommer geht, und der Herbst kommt. Mit ihm fallen die Blätter und die Herbststürme ziehen auf. Eine teils unruhige bis stürmische Jahreszeit. Auch die Vorhersagen im Bankenumfeld sagen vielfach schlechtes Wetter voraus. Das Tief „EZB“ sorgt mit seiner Geldpolitik aktuell für mächtigen Wirbel in der Bankenwelt. Apropos, Yanis Varoufakis, Ex-Finanzminister Griechenlands, ist zurück. Er sieht in seinem aktuellen Buch zum „Euro-Paradox“ die Gemeinschaftswährung als das Auge des Wirbelsturms, der aktuell über Europa wütet. 200 Bio. ¤ rechnet Nobelpreisträger Joseph Stiglitz vor. Diese Summe kosten laut seiner Prognose die „Wohlstandsverluste“ einer weiterführenden ineffizienten Währungsunion in Europa. Wenn das kein Unwetter wäre! Und das nächste Tief „Digitalisierung“ zieht schon auf. Denn die Risiken der digitalen Bankenwelt im Modus „4.0“ prognostizieren stürmische Zeiten für viele Finanzdienstleister, wie uns Uwe Rühl, Risikomanagement- und Informationssicherheitsexperte, in unserem Interview erklärt. Wer nun endgültig genug hat von Tiefs, der muss leider noch die Schlechtwetterlage rund um TTIP überstehen. Denn die TTIP-Diskussion nimmt wieder an Schärfe zu. Im Zentrum von Blitz und Donner steht Frankreich, das dem Freihandelsabkommen aktuell keine Chance einräumt. Und doch klart sich die Großwetterlage auch wieder auf. Beispielsweise mit dem Hoch „Förderung für SAFE-Forscher“ oder dem kommenden „RiskNET Summit“. Schöne Aussichten auf einen goldenen Herbst. Auch dank Hollywood, wie unsere Rubrik „Risikomanagement in Zahlen“ verrät. US-Schauspielerin Amber Heard spendet ihre 7 Millionen US-Dollar aus der Scheidung von Johnny Depp für wohltätige Zwecke. Wenn das kein Hoch ist. In diesem Sinn: Auf Regen folgt Sonne. Beste Grüße und viel Spaß bei der Lektüre wünscht das FIRM-Redaktionsteam INHALT 31 EDITORIAL 32 INTERVIEW 33 WISSENSCHAFT 35 REGULIERUNGSTRENDS 36 FIRM-NEWS UND TERMINE HERAUSGEBER Gesellschaft für Risikomanagement und Regulierung e.V. MAIN TRIANGEL Zum Laurenburger Hof 76 D 60594 Frankfurt am Main Telefon: +49 69 94 41 80 97 Telefax: +49 69 94 41 80 19 Internet: www.firm.fm E-Mail: info@firm.fm Redaktion: Frank Romeike (V.i.S.d.P.), Wolfgang Hartmann, Andreas Eicher E-Mail: redaktion@firm.fm Erscheinungsweise: 10 x im Jahr als Einhefter in der Zeitschrift RISIKO MANAGER

RISIKO MANAGER

RISIKO MANAGER 01.2019
RISIKO MANAGER 02.2019
RISIKO MANAGER 03.2019
RISIKOMANAGER_04.2019
RISIKO MANAGER 05.2019
RISIKO MANAGER 06.2019
RISIKO MANAGER_07.2019
RISIKO MANAGER 08.2019
RISIKO MANAGER 09.2019
RISIKO MANAGER 10.2019
RISIKO MANAGER 01.2018
RISIKO MANAGER 02.2018
RISIKO MANAGER 03.2018
RISIKO MANAGER 04.2018
RISIKO MANAGER 05.2018
RISIKO MANAGER 06.2018
RISIKO MANAGER 07.2018
RISIKO MANAGER 08.2018
RISIKO MANAGER 09.2018
RISIKO MANAGER 10.2018
RISIKO MANAGER 01.2017
RISIKO MANAGER 02.2017
RISIKO MANAGER 03.2017
RISIKO MANAGER 04.2017
RISIKO MANAGER 05.2017
RISIKO MANAGER 06.2017
RISIKO MANAGER 07.2017
RISIKO MANAGER 08.2017
RISIKO MANAGER 09.2017
RISIKO MANAGER 10.2017
RISIKO MANAGER 01.2016
RISIKO MANAGER 02.2016
RISIKO MANAGER 03.2016
RISIKO MANAGER 04.2016
RISIKO MANAGER 05.2016
RISIKO MANAGER 06.2016
RISIKO MANAGER 07.2016
RISIKO MANAGER 08.2016
RISIKO MANAGER 09.2016
RISIKO MANAGER 10.2016
RISIKO MANAGER 01.2015
RISIKO MANAGER 02.2015
RISIKO MANAGER 03.2015
RISIKO MANAGER 04.2015
RISIKO MANAGER 05.2015
RISIKO MANAGER 06.2015
RISIKO MANAGER 07.2015
RISIKO MANAGER 08.2015
RISIKO MANAGER 09.2015
RISIKO MANAGER 10.2015
RISIKO MANAGER 11.2015
RISIKO MANAGER 12.2015
RISIKO MANAGER 13.2015
RISIKO MANAGER 15-16.2015
RISIKO MANAGER 17.2015
RISIKO MANAGER 18.2015
RISIKO MANAGER 19.2015
RISIKO MANAGER 20.2015
RISIKO MANAGER 21.2015
RISIKO MANAGER 22.2015
RISIKO MANAGER 23.2015
RISIKO MANAGER 24.2015
RISIKO MANAGER 25-26.2015
 

Copyright Risiko Manager © 2004-2017. All Rights Reserved.