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RISIKO MANAGER 06.2015

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22 Ausgabe 06/2015 [

22 Ausgabe 06/2015 [ buchbesprechung ] Thomas H. Davenport big data @ work: Chancen erkennen, Risiken verstehen Vahlen Verlag, München 2014, 214 Seiten, 24,90 Euro, ISBN 978-3-8006-4814-6 r Die gleiche Menge an Daten, die die Menschheit von ihrem Ursprung an bis zum Jahr 2002 geschaffen hat, entsteht im Jahr 2014 bereits innerhalb von zehn Minuten. Basierend auf Berechnungen aus dem Jahr 2011 verdoppelt sich das weltweite Datenvolumen alle zwei Jahre. Weltweit werden immer mehr Daten generiert. Online-Käufer und Verbraucher äußern ihre Meinung in Online-Foren oder sozialen Netzwerken, der Einsatz mobiler Endgeräte steigt rasend schnell, medizinische Kleinstgeräte überwachen die Vitalfunktionen von Patienten, und Sensoren an Produktionsmaschinen, Fahrzeugen oder wissenschaftlichen Geräten erfassen und analysieren den Zustand hunderter Parameter. Hierbei ist es wichtig, Big Data nicht als singuläre Technologie zu verstehen. Vielmehr handelt es sich bei Big Data um das Resultat des Zusammenwirkens einer ganzen Reihe von Innovationen in höchst unterschiedlichen Gebieten. Amazon, Google und Facebook zeigen uns, dass eine intelligente Auswertung der Daten neue Erkenntnisse über Marktentwicklungen und Kundenbedürfnisse liefern kann. Hierbei wird deutlich, dass vor allem die Unternehmen einen Wettbewerbsvorteil erlangen werden, die aus der Vielzahl der Daten geschäftsrelevante Informationen filtern können. Dies wird allgemein als Big Data Analytics bezeichnet. Autor Thomas H. Davenport ist ein weltweit anerkannter Experte für das Thema Big Data. Er ist Professor für Informationstechnologie und -management am Babson College und Forschungswissenschaftler am MIT Center for Digital Business. Sein Artikel „Competing on Analytics” aus dem Jahr 2006 gehört zu den zehn „Must Reads“ in der 90-jährigen Geschichte vom Harvard Business Review. Die US-amerikanische Zeitschrift Consulting wählte ihn zu einem der 25 weltweit einflussreichsten Berater, Ziff Davis zu einem der 100 einflussreichsten Menschen in der IT-Branche und die Zeitschrift Fortune zu einem der weltweit 50 besten Business- School-Professoren. Das Buch „big data @ work“ liefert eine kompakte und gut lesbare Einführung in den Themenkomplex Big Data und Big Data Analytics. Hierbei konzentriert sich der Autor vor allem auf die Fragestellung, wie Big Data im Unternehmen tatsächlich genutzt werden kann. Es geht nicht darum festzustellen, wie viele Daten einer Organisation heute zur Verfügung stehen, sondern herauszuarbeiten, zu welchen neuen Erkenntnissen diese Daten führen können. Am Ende jedes der acht Kapitel aktivieren Fragen den Leser, selbst nach Lösungen für eine erfolgreiche Implementierung und Nutzung von Big Data im eigenen Unternehmen zu suchen. Kapitel 1 sucht eine Antwort auf die Frage, warum Big Data für Ihr Unternehmen wichtig ist. Das anschließende zweite Kapitel skizziert, wie Big Data die Arbeit, das Unternehmen und die unterschiedlichen Branchen verändern wird. Hierbei beschreibt der Autor verschiedene Szenarien, wie Unternehmen derzeit und in der Zukunft mit Big Data umgehen. So kann der Leser besser nachvollziehen, welcher Wandel hiermit verbunden ist. Im Kapitel 3 beschäftigt sich Davenport mit der Entwicklung einer Big-Data-Strategie. Nach Lektüre sollte der Leser entscheiden können, welche Unternehmensziele mit Big Data erreicht werden können, und ob Unternehmen eher den Weg der Datenerkennung oder den der Integration von Big Data in die Produktionsanwendungen verfolgen. Mit dem mensch lichen Aspekt von Big Data sowie den unterschiedlichen Technologien setzen sich Kapitel 4 und 5 auseinander. Hier wird unter anderem auch die Frage beantwortet, welche Kompetenzen ein Datenwissenschaftler haben muss. Im Kontext Technologie werden Begriffe wie Hadoop und MapReduce erläutert. Das Kapitel behandelt nicht nur die technische Infrastruktur zur Verwaltung von Big Data, sondern auch analytische Konzepte, die für die Big- Data-Umgebung nützlich sind, wie maschinelles Lernen und visuelle Datenanalyse. Kapitel 6 beantwortet die Frage, wie Unternehmen erfolgreich mit Big Data arbeiten. Was kann man im Kontext Big Data von Start-ups und Online-Unternehmen lernen? Mit der Beantwortung dieser Frage setzt sich Kapitel 7 auseinander. Die Themen Big Data und Analytics 3.0 sind Schwerpunkt des abschließenden achten Kapitels. Davenport verdeutlicht, dass eine Organisation nicht alle Möglichkeiten von Big Data mit einem Mal für alle Aufgabenoder Geschäftsbereiche ausrollen kann. Eine zielgerichtete Vorgehensweise ist daher unerlässlich. Die Publikation von Davenport zeigt anhand vieler praktischer Beispiele auf, dass Big Data kein Tagesphänomen oder kurzzeitiger Hype ist. Im Gegenteil: Big Data wird unsere Gesellschaft in vielen Bereichen grundlegend verändern – sowohl unsere private Existenz, als auch die von Unternehmen. Davenport zeigt in seinem Buch auf, welche Chancen und Risiken mit Big Data verbunden sind. Hilfreich sind hierbei vor allem die konkreten Aktionspläne am Ende jedes Kapitels. Das Buch zeigt recht deutlich auf, dass Big Data vor allem ein strategisches Führungsthema ist. RISIKO MANAGER Rating: Praxisbezug: rrrrr Inhalt: rrrrq Verständlichkeit: rrrrr Gesamtwertung: rrrrr

23 BAWAG mit neuem Chefrisikomanager Stefan Barth (Foto) ist in den Vorstand und zum Chief Risk Officer (CRO) der BAWAG P.S.K. berufen worden. Er folgt auf Jochen Klöpper, der nach sechs Jahren die Bank verlassen hat. Als CRO ist der 38-jährige Barth organisatorisch und fachlich für die Konzernrisikosteuerung verantwortlich. Er begann seine Karriere im Risikomanagement der Bayerischen Landesbank, wo er elf Jahre in unterschiedlichen Positionen in Deutschland und auch im Ausland tätig war. Ende 2008 wechselte er zur Hypo Alpe Adria-Gruppe und unterstützte als Bereichsleiter des Risikocontrollings die Neuausrichtung des Risikomanagements. 2013 trat er in die BAWAG ein und war bis zu seiner Bestellung zum CRO Bereichsleiter für Strategisches Risiko. Darüber hinaus wurde Sat Shah mit Wirkung vom 4. März 2015 in den Vorstand und zum Chief Operating Officer (COO) berufen. Als COO wird er künftig die Konzernstrategie, Operations, IT und Communications verantworten. Shah trat 2014 als Chief Administrative & Strategy Officer, zuständig für Strategie, Investor Relations und Communications, in die BAWAG P.S.K. ein. Er hatte bei General Electric (GE) über 14 Jahre verschiedene Führungspositionen in den Bereichen Finance, Unternehmensstrategie, Mergers & Acquisition und Investor Relations inne und war in über 30 Ländern tätig. Zuletzt war er von Hong Kong aus mit der Leitung der GE‘s International Investor Relations (mit Ausnahme von Europa) betraut. Chefwechsel bei HSBC Trinkaus Sieghardt Rometsch wird im Juni 2015 nach nunmehr elf Jahren als dessen Vorsitzender aus Altersgründen nicht mehr für den Aufsichtsrat von HSBC Trinkaus & Burkhardt kandidieren. Zuvor war Rometsch rund 21 Jahre persönlich haftender Gesellschafter der Bank. Andreas Schmitz wird als Vorsitzender des Aufsichtsrats vorgeschlagen. Er war elf Jahre Sprecher des Vorstands der Bank und zuvor drei Jahre deren persönlich haftender Gesellschafter. Carola Gräfin v. Schmettow (Foto) wird seine Nachfolgerin als Sprecherin des Vorstands. Der Vorstand wird erweitert um Rudolf Apenbrink, der künftig neben dem Asset Management auch das Private Banking leiten wird, und um Stephen Price, der seine bisherige Verantwortung für das Geschäft mit mittelständischen Firmenkunden (CMB) fortsetzt. Der Aufsichtsrat der Bank hat am 4. März 2015 diesen Personalvorschlägen inhaltlich zugestimmt. Alle Vorschläge stehen unter dem Vorbehalt weiterer Genehmigungen, die formellen Beschlüsse sind für die Aufsichtsratssitzung im April 2015 und für die konstituierende Sitzung des im Juni 2015 neu zu wählenden Aufsichtsrats vorgesehen. Als Vorsitzender des Aufsichtsrats wird Andreas Schmitz die strategische Ausrichtung der Bank weiter aktiv begleiten und auch seine guten Beziehungen in die deutsche Wirtschaft und öffentliche Institutionen für die Bank nutzbar machen. Das heute seitens der Aufsichtsbehörden geforderte starke Engagement insbesondere des Aufsichtsratsvorsitzenden erfordert einen zeitlich zunehmend hohen Einsatz. Mit der gefundenen Lösung ist sichergestellt, dass das Amt fachkundig und in der geforderten Intensität ausgefüllt wird. Carola v. Schmettow trat 1992 in das Bankhaus ein, war seit 2004 zunächst persönlich haftende Gesellschafterin und ist seit 2006 Mitglied des Vorstands. Die Mathematikerin verfügt über eine breite Führungserfahrung in der Bank u. a. im Treasury, dem Risikomanagement und dem Fondsgeschäft. Sie wird neben der neuen Rolle als Sprecherin des Vorstands ihre bisherige Zuständigkeit für Global Markets und Capital Financing beibehalten. Rudolf Apenbrink ist seit 1993 bei der Bank beschäftigt. In den Jahren 2007 bis 2010 war er CEO Asia-Pacific im Global Asset Management der HSBC-Gruppe, im Anschluss übernahm er die Verantwortung für das Global Asset Management in Europa und dem Mittleren Osten. Seit 2011 ist er zusätzlich Bereichsvorstand. Stephen Price hatte seit seinem Eintritt in die HSBC-Gruppe in 2008 verschiedene Leitungsfunktionen inne, zuletzt als Head Mid Markets Corporates, UK, und ist seit 2013 Bereichsvorstand bei HSBC Trinkaus & Burkhardt mit Zuständigkeit für das mittelständische Firmenkundengeschäft CMB. Das zukünftig fünfköpfige Vorstandsteam, dem unverändert Paul Hagen für Risk und Finance und Norbert Reis für Global Banking angehören, steht für die erfolgreiche Weiterentwicklung der Bank. Stühlerücken bei der Valovis Bank Axel Wieandt hat den Aufsichtsrat gebeten, seine Bestellung zum 30. Juni 2015 aufzuheben und seinen Dienstvertrag zu beenden. Thomas A. Lange, Vorsitzender des Aufsichtsrats, wies in einer Stellungnahme darauf hin, dass Axel Wieandt für die Valovis Bank während einer Existenz bedrohenden Situation mutig das Ruder in die Hand genommen und die Bank konsequent stabilisiert hat. Es sei ihm gelungen, durch einen geordneten Rückbau substanziell zu einer Risikominimierung beizutragen. Der Aufsichtsrat der Valovis Bank hat in seiner gestrigen Sitzung Gerrit Raupach spätestens mit Wirkung vom 1. Juli 2015 zum Vorstandsvorsitzenden bestellt. Gemeinsam mit Thorsten Drescher wird er die Valovis Bank bis zum 30. September 2018 führen. Bis dahin verlängerte der Aufsichtsrat planmäßig die im Oktober 2015 auslaufenden Dienstverträge beider Vorstandsmitglieder. Zum 31. Dezember 2014 war der Verkleinerung des Vorstands bereits eine Halbierung des Aufsichtsrats vorangegangen. In diesem Zusammenhang legten Henning Giesecke, als stellvertretender Vorsitzender, sowie Joachim Dobrikat und Peter Gassmann ihre Ämter nieder. Der Aufsichtsrat wird unverändert von Dr. Thomas A. Lange, Vorsitzender des Vorstands der National-Bank AG, geführt. Zu seinem Vertreter wählte der Aufsichtsrat Andreas Dörhöfer, Managing Director, Deutsche Bank AG. Marcus Chromik, Chief Credit Risk Officer, Commerzbank AG, gehört dem Gremium ebenfalls weiterhin an.

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