Aufrufe
vor 1 Jahr

RISIKO MANAGER 06.2015

  • Text
  • Unternehmen
  • Gleichung
  • Informationen
  • Portfolio
  • Deutschen
  • Deutsche
  • Hierbei
  • Risikomanagement
  • Website
  • Modellierung
RISIKO MANAGER ist die führende Fachzeitschrift für alle Experten des Financial Risk Managements in Banken, Sparkassen und Versicherungen.

9. COFACE KONGRESS 2

9. COFACE KONGRESS 2 Ausgabe 06/2015 LÄNDERRISIKEN 2015 AKTUELLE ENTWICKLUNGEN IN DER WELT- WIRTSCHAFT 7. Mai 2015 Coface Arena, Mainz Ein Kongress von Coface / Keynotes und Panels zu wichtigen Themen des internationalen Geschäfts Keynote-Sprecher Prof. Dr. Armin Nassehi Institut für Soziologie, Ludwig-Maximilians- Universität München / Vorstellung aktueller Länderbewertungen von Coface und des ausführlichen Handbuchs Länderrisiken 2015 (Bestandteil der Teilnehmerunterlagen) / Workshops zu ausgewählten Märkten und außenwirtschaftlichen Trends unter Beteiligung kompetenter Medien- und Programmpartner / Forum für den Austausch mit Fachkollegen, Referenten und Beratern / Ausstellung führender Dienstleister für die Außenwirtschaft im sportlichen und außergewöhnlichen Ambiente des VIP-Lounge-Bereichs der Coface Arena in Mainz Programm, Infos & Anmeldung unter: www.laenderrisiken.de

3 standpunkt Dollarrisiken Obwohl sich der starke US-Dollar negativ auf die Konjunktur der USA auswirken wird, dürfte die Wirtschaft weiter in einem soliden Tempo wachsen. Die zunehmenden Unterschiede in der globalen Geldpolitik haben zuletzt den Dollar weiter gestärkt. Im Vergleich zu den meisten anderen wichtigen Zentralbanken verfolgt die amerikanische Federal Reserve Bank (Fed) eine relativ restriktive Geldpolitik. Dadurch wurde der Dollar handelsgewichtet um 15 Prozent aufgewertet. Der Wirtschaft steht jetzt Gegenwind bevor. Eine starke Währung führt dazu, dass die Exporte langsamer wachsen, während die Importe schneller zulegen als die Inlandsnachfrage. Durch sinkende Unternehmensgewinne könnten Investitionen ausbleiben – und auch reduzierte Vermögenswerte infolge von hohem Druck auf Aktien sind möglich. Da der Dollar bis heute bereits um 15 Prozent aufgewertet wurde, sind signifikante Auswirkungen auf die US-Wirtschaft für dieses und das kommende Jahr einzukalkulieren. Infolgedessen wird der erhebliche Wirtschaftsauftrieb durch den Ölpreisverfall im Jahr 2014 zunichtegemacht. Daher haben wir unsere Wachstumsprognose um 0,4 Prozentpunkte auf 3,2 Prozent im Jahr 2015 und 3,1 Prozent im Jahr 2016 korrigiert. Die USA werden auf die Währungsstärke allerdings unempfindlicher reagieren als andere Volkswirtschaften. Die relative Unempfindlichkeit gegenüber dem starken Dollar ist auf drei Faktoren zurückzuführen: auf die geringe Bedeutung des Außenhandels der USA, auf das amerikanische Steuersystem und auf die lockere Geldpolitik der anderen Notenbanken. Auch der Druck auf die Aktien kann der Wirtschaft der USA nur wenig Schaden zufügen. Die lockere Politik der japanischen und europäischen Zentralbank wird dafür sorgen, dass die globale Liquidität ausreicht, um die negativen Effekte für den Aktienmarkt auszugleichen. Die Fed wird ihre Geldpolitik weiter straffen. Dabei ist die Inflationsentwicklung ein wichtiger Faktor zur Bestimmung des Timings: Unsere Prognosen deuten darauf hin, dass die Inflation stärker fallen wird, als die Fed es erwartet. Daher ist eine restriktivere Geldpolitik seitens der Fed erst zum Jahresende hin zu erwarten. Sofern der Dollar noch weiter an Stärke gewinnt, wird der Zeitpunkt, an dem die Fed den Leitzins anhebt, weiter nach hinten rücken. Autor: David Page, Senior Economist, AXA Investment Managers Innovationskraft im Mittelstand lässt weiter nach Die Innovationstätigkeit des deutschen Mittelstands lässt im dritten Jahr in Folge nach. Lediglich 28 Prozent der kleinen und mittleren Firmen investierten zuletzt noch in innovative Produkte oder Prozesse, wie der neue KfW-Innovationsbericht Mittelstand für die Jahre 2011 bis 2013 belegt. Dieser bezieht sich auf die Innovationstätigkeit in den Jahren 2011 bis 2013. Der Anteil mittelständischer Innovatoren ist damit aktuell sogar niedriger als in den stark von der Finanzkrise beeinflussten Jahren 2007 bis 2009. Besonders zurückgegangen sind Produktinnovationen; Prozessinnovationen sind nur leicht rückläufig. Mit dem Rückzug aus Innovationen vergeben die kleinen und mittleren Unternehmen auch Chancen, ihren Unternehmenserfolg positiv zu beeinflussen. Laut der KfW-Studie wachsen Umsätze und Beschäftigtenzahl in innovativen mittelständischen Unternehmen um rund zwei Fünftel schneller als in Unternehmen, die keine Produkt- oder Prozessinnovationen anstrengen. Ihre Umsatzrendite steigt innerhalb von zwei Jahren um sieben Prozent gegenüber derjenigen nicht-innovativer Mittelständler. Entsprechend der KfW- Analyse gibt es derzeit nur noch rund 1,01 Mio. innovativ tätige kleine und mittlere Unternehmen in Deutschland. 51.000 Betriebe haben sich gegenüber der letzten Untersuchungsperiode (2010–2012) aus der Innovationstätigkeit verabschiedet. Ein wesentlicher Auslöser dafür ist der anhaltende konjunkturelle Stillstand in Europa. Vor allem ansonsten hochinnovative mittelständische Unternehmen aus dem Verarbeitenden Gewerbe (z. B. intensiv Forschung und Entwicklung betreibende Betriebe aus Maschinenbau, Elektrotechnik oder Pharmaindustrie) sowie große und international tätige Mittelständler haben sich zurückgezogen, weil das gesamtwirtschaftliche Umfeld eine Platzierung ihrer Innovationen bremst. Weitere Informationen sowie der vollständige Innovationsbericht sind auf der Website der Kreditanstalt für Wiederaufbau (www.kfw.de) in der Rubrik /KfW- Konzern /Newsroom /Pressemitteilungen verfügbar. Bankenregulierung braucht Augenmaß Mehr als 90 Prozent der Bankkredite an die Immobilienwirtschaft hatten 2014 eine Laufzeit von mehr als fünf Jahren. Verständlich, denn die Finanzierungsmodelle der Branche, die zum überwiegenden Teil aus kleinen Unternehmen fernab des Kapitalmarkts besteht, sind seit jeher langfristig ausgerichtet. Das hat sich in den vergangenen Jahrzehnten bewährt: Der hiesige Immobilienmarkt blieb von Blasen und Crashs verschont. Diese Stabilität ist nach Ansicht des Instituts der deutschen Wirtschaft in Köln (IW Köln) nun allerdings von unerwarteter Seite gefährdet. Denn einzelne Bestandteile der Basel-III- Regeln, die das Finanzsystem krisenfester machen sollten, könnten sich negativ auf die Vergabe von Langfristkrediten auswirken. Die aktuellen Regelungen sehen nämlich unter anderem vor, dass alle Kreditinstitute die gleiche Kernkapitalquote erfüllen müssen – unabhängig davon, ob sie hochriskant und oft mit hohen Gewinnspannen agieren oder vergleichsweise sichere Immobilienkredite mit geringen Margen vergeben. Aufgrund dessen fällt es den Langfristfinanzierern schwer, die geforderte Quote zu erfüllen, da sie derzeit nur bedingt neues Eigenkapital aufbauen können. Der deutlich einfachere Weg zum Quoten-Ziel ist es für sie, ihre Bilanz zu verkürzen – also einfach weniger Kredite zu vergeben. Für das IW Köln wäre diese Ausweichreaktion der falsche Weg. IW- Direktor Michael Hüther: „Die Immobilienwirtschaft ist auf eine verlässliche Kreditversorgung angewiesen. Deshalb sollte bei den geforderten Kernkapitalquoten für Banken danach differenziert werden, wie riskant deren jeweiliges Geschäftsfeld ist.“ Hier gelte es, die Regulierung nachzujustieren. Weitere Informationen sind auf der Website des IW Köln (www.iwkoeln.de) in der Rubrik /Presse /Pressemitteilungen verfügbar.

RISIKO MANAGER

RISIKO MANAGER 01.2019
RISIKO MANAGER 02.2019
RISIKO MANAGER 03.2019
RISIKOMANAGER_04.2019
RISIKO MANAGER 05.2019
RISIKO MANAGER 06.2019
RISIKO MANAGER_07.2019
RISIKO MANAGER 01.2018
RISIKO MANAGER 02.2018
RISIKO MANAGER 03.2018
RISIKO MANAGER 04.2018
RISIKO MANAGER 05.2018
RISIKO MANAGER 06.2018
RISIKO MANAGER 07.2018
RISIKO MANAGER 08.2018
RISIKO MANAGER 09.2018
RISIKO MANAGER 10.2018
RISIKO MANAGER 01.2017
RISIKO MANAGER 02.2017
RISIKO MANAGER 03.2017
RISIKO MANAGER 04.2017
RISIKO MANAGER 05.2017
RISIKO MANAGER 06.2017
RISIKO MANAGER 07.2017
RISIKO MANAGER 08.2017
RISIKO MANAGER 09.2017
RISIKO MANAGER 10.2017
RISIKO MANAGER 01.2016
RISIKO MANAGER 02.2016
RISIKO MANAGER 03.2016
RISIKO MANAGER 04.2016
RISIKO MANAGER 05.2016
RISIKO MANAGER 06.2016
RISIKO MANAGER 07.2016
RISIKO MANAGER 08.2016
RISIKO MANAGER 09.2016
RISIKO MANAGER 10.2016
RISIKO MANAGER 01.2015
RISIKO MANAGER 02.2015
RISIKO MANAGER 03.2015
RISIKO MANAGER 04.2015
RISIKO MANAGER 05.2015
RISIKO MANAGER 06.2015
RISIKO MANAGER 07.2015
RISIKO MANAGER 08.2015
RISIKO MANAGER 09.2015
RISIKO MANAGER 10.2015
RISIKO MANAGER 11.2015
RISIKO MANAGER 12.2015
RISIKO MANAGER 13.2015
RISIKO MANAGER 15-16.2015
RISIKO MANAGER 17.2015
RISIKO MANAGER 18.2015
RISIKO MANAGER 19.2015
RISIKO MANAGER 20.2015
RISIKO MANAGER 21.2015
RISIKO MANAGER 22.2015
RISIKO MANAGER 23.2015
RISIKO MANAGER 24.2015
RISIKO MANAGER 25-26.2015
 

Copyright Risiko Manager © 2004-2017. All Rights Reserved.