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RISIKO MANAGER 02.2019

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RISIKO MANAGER ist das führende Medium für alle Experten des Financial Risk Managements in Banken, Sparkassen und Versicherungen. Mit Themen aus den Bereichen Kreditrisiko, Marktrisiko, OpRisk, ERM und Regulierung vermittelt RISIKO MANAGER seinen Lesern hochkarätige Einschätzungen und umfassendes Wissen für fortschrittliches Risikomanagement.

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18 RISIKO MANAGER 02|2019 Abb. 05 Instrument Dominanzvergleich der betrachteten Entscheidungsalternativen zu erzielen. Vgl. Alternative MC1 gegenüber der Expertenschätzung. Eine andere, ebenso Pareto-orientiert gute Wahl wäre die Alternative MC5 gegenüber der Alternative MC1, da MC5 eine bessere prognostizierte LCR-Quote bei annähernd gleicher EK-Quote und geringerem Zinsüberschuss liefert. Im Beispiel ist also keine der dargestellten Entscheidungsalternativen durch eine andere Alternative Pareto-dominiert, sodass im Vergleich jede dieser Alternativen vom Entscheider gewählt werden kann. Die Qualität der Entscheidungsalternativen lässt sich durch einen einfachen Dominanzvergleich analysieren, der in Abb. 05 visualisiert wird. Abb. 05 zeigt, wie nahe die jeweilige Entscheidungsalternative am maximal ermittelten Zielfunktionswert F i (x) in der jeweiligen Dimension i = 1, ..., 3 liegt und liefert somit für den Entscheider eine Unterstützung in seiner Festlegung, welche Alternative gewählt werden soll. Max F1 Max F2 Max F3 16,00 % 100.300.000 € 1,064 Dominanzind. EK-Quote Dominanzind. Zinsüberschuss Dominanzind. LCR Alternative MC1 99,66 % 98,69 % 96,76 % Alternative MC2 99,79 % 98,08 % 97,92 % Alternative MC3 99,95 % 97,32 % 99,49 % Alternative MC4 100,00 % 97,07 % 100,00 % Alternative MC5 99,68 % 98,60 % 96,85 % Alternative Experte 99,39 % 100,00 % 93,97 % Wesentlicher Vorteil der Pareto-orientierten Steuerung gegenüber herkömmlichen Methoden, beispielsweise auf Basis des Markowitz-Ansatzes, ist neben der Möglichkeit, ein breiteres Spektrum relevanter Kennziffern und Nebenbedingungen abzubilden, vor allem auch die Generierung mehrerer Entscheidungsalternativen, sodass pro Entscheidungsalternative die Kombination der Zielfunktionsergebnisse in Form der resultierenden Werte der jeweiligen Zielfunktion und die Ausprägung der Entscheidungsvariablen durch den Entscheider beurteilt werden kann. Eine „künstliche“ Gewichtung von Entscheidungsalternativen oder eine singuläre Lösung statt mehrerer Entscheidungsalternativen hingegen schränken den Entscheider unnötig ein. Durch die vielfältigen Bestrebungen in den Kreditinstituten zur Vereinheitlichung der heute noch getrennten Silos zwischen periodenorientierter, wertorientierter und aufsichtsrechtlicher Steuerungsperspektive und zur Vereinheitlichung der zugrunde liegenden Datenbasen, ist davon auszugehen, dass das Konzept der Pareto-orientierten Steuerung der Gesamtbank in Zukunft an Bedeutung in der Bankpraxis gewinnen wird. Die stetig steigenden Rechenleistungen in der IT tragen dazu bei, dass immer realitätsnähere Modelle der Gesamtbank in derartigen Verfahren verarbeitet werden können. Bielefeld, F./Maifarth, M. (2005): Traditionelle und moderne Kennzahlen der Gesamtbanksteuerung; in: Aktuelle Entwicklungen im Bankcontrolling: Rating, Gesamtbanksteuerung und Basel II, Sonderheft 52: Aktuelle Entwicklungen im Bankcontrolling: Rating, Gesamtbanksteuerung und Basel II, S. 145-181. Bill, S. (2006): Risiken durch Sonderkündigungsrechte, Stuttgart 2006. Deutsche Bundesbank (2018): Finanzstabilitätsbericht 2018. Drukarczyk, J./Schüler, A. (2009): Unternehmensbewertung, 6. Auflage, München 2009. Ender M./Jacob P./Vorgrimler S. (2008): Zinssimulationen als Basis für Margenoptimierung?, in: Betriebswirtschaftliche Blätter 05/2008, S. 273-276. Gaida, S./Homölle, S./Marusev, A.W./Pfingsten, A. (1997): Das erweiterte Marktzinsmodell, in: Betriebswirtschaftliche Forschung und Praxis (BFuP), Ausgabe 1/1997, S. 76-99. Hartmann-Wendels, T./Pfingsten, A./Weber, M. (2015): Bankbetriebslehre, 6. Auflage, Berlin/Heidelberg 2015. Martello, S./Toth, P. (1990): Knapsack Problems, Algorithms and Computer Implementations, Chichester 1990. Mitschele, A. (2009): Intelligente Methoden im Integrierten Risikomanagement, Karlsruhe 2009. Russel, R. R./Wilkinson, M. (1979): Microeconomics: A Synthesis of Modern and Neoclassical Theory, New York et al 1979. Schlottmann, F./Seese, D. (2004): Modern Heuristics for Finance Problems: A Survey of Selected Methods and Applications; in: Rachev, S. T. (Hrsg.): Handbook of Computational and Numerical Methods in Finance, New York 2004. Wagner, R./Wimmer, K. (2009): Anforderungen an moderne Gesamtbanksteuerungssysteme, in: Risiko Manager 08/2009, S.1-10. Wimmer, K. (2014): Wertorientierte Steuerung des Unternehmenserfolgs, in: Riekeberg, M./Utz, E.R. (Hrsg.): Strategische Gesamtbanksteuerung, 3. Auflage, Band 1, Stuttgart 2014. Stuttgart 2014, S.40-67. Wimmer, K. (2015): Bankkalkulation und Risikomanagement, 3. Auflage, Berlin 2004. Fazit und Ausblick Quellenverzeichnis sowie weiterführende Literaturhinweise Bamberg. G./Coenenberg, A. G. (2000): Betriebswirtschaftliche Entscheidungslehre, 10. Auflage, München 2000. Autoren Dr. Frank Schlottmann ist Vorstand bei der msgGillardon AG. Prof. Dr. Konrad Wimmer ist Executive Business Consultant bei der msgGillardon AG.

Liebe FIRM-Leser, es ist immer schön, wenn es Trends gibt. Denen kann man folgen, sich inspirieren lassen und eigene Ideen daraus entwickeln. Ob man es nun dem britischen Chaos gleichtun muss und dem Trend verhärteter Machtkämpfe in und um die Parlamente folgt, dass sollten sich zumindest die politischen und wirtschaftlichen Verantwortlichen hierzulande gut überlegen. Joachim Wuermeling, seines Zeichens Mitglied des Vorstands der Deutschen Bundesbank, warnte denn auch jüngst vor einem harten Brexit. Kommt er oder kommt er nicht? Das ist momentan die Frage. Wir wissen es aktuell nicht. So bleibt nur der Blick gen London, auf das britische Parlament, auf Theresa May und den politischen Drahtseilakt rund um den Brexit. Demgegenüber stehen die Zeichen auf Digitalisierung – was mehr als ein Trend bedeutet. Allerdings setzt diese Digitalisierung ein anderes Denken und Handeln voraus. „Agil“ heißt das Zauberwort, das zur Inspiration und eigenen Ideen einlädt. Führungskräfte mögen das agile Management, wie die aktuelle Befragung zum „Manager-Barometer 2018/2019“ zeigt. Und auch bei FinTechs ist agiles Arbeiten angesagt, so eine „FinTech-Studie“. Dass der digitale Weg nicht nur Positives verheißt, darauf verweist Martin Kreuzer in unserem Interview. Denn die Digitalisierung hat auf alle Bereiche der Gesellschaft Einfluss, vom Berufsleben in allen Branchen über Erziehung, Bildung und Sozialleben bis hin zur politischen und wirtschaftlichen Ordnung eines Landes. Gut beraten, wer hier den Überblick wahrt und die Risiken in Chancen umwandeln kann. Also sich inspirieren lässt und neue Ideen für das eigene Geschäft kreiert. Die aktuelle Lage inspiriert auch die BaFin in ihren Aufsichtsschwerpunkten für das laufende Jahr. Und wer hätte es gedacht: Es sind die Themen der zunehmenden Digitalisierung sowie der bevorstehende Brexit, die bei der BaFin im Fokus stehen. Auch die Kunst und Kultur setzt sich mit dem digitalen Leben auseinander. Gleich zwei Ausstellungen nehmen sich des Themas an. Zu einen eine interaktive Wanderausstellung zur Digitalisierung in den Städten Kiel, Berlin, München und Hamburg und zum anderen im Karlsruher ZKM, wo es um Afrika und den digitalen Wandel geht. Beides mit Sicherheit inspirierende Veranstaltungen, die Raum für neue Ideen geben. Weniger inspirierend und schon gleich gar kein Trend sind Blüten. Die fälschen Gauner seit jeher – mal mit mehr, mal mit weniger Erfolg. 262.000 Euro-Blüten wurden im zweiten Halbjahr 2018 aus dem Verkehr gezogen, wie unsere Rubrik „Risikomanagement in Zahlen“ zeigt. Wenigstens das muss die Briten nicht wirklich beschäftigen. Haben die doch das britische Pfund nie aus der Hand gegeben. Aber das ist eine andere Geschichte und weniger ein Trend. In diesem Sinne wünschen wir eine inspirierende Lektüre der neuen FIRM-Ausgabe. Es grüßt INHALT 19 EDITORIAL 20 INTERVIEW 23 WISSENSCHAFT 24 REGULIERUNGSTRENDS 25 FIRM-NEWS UND TERMINE HERAUSGEBER Gesellschaft für Risikomanagement und Regulierung e.V. Schwarzwaldstraße 42 D 60528 Frankfurt am Main Telefon: +49 69 87 40 20 00 Telefax: +49 69 87 40 20 09 Internet: www.firm.fm E-Mail: info@firm.fm Redaktion: Frank Romeike (V.i.S.d.P.), Andreas Eicher E-Mail: redaktion@firm.fm Erscheinungsweise: 10 x im Jahr als Einhefter in der Zeitschrift RISIKO MANAGER Frank Romeike, verantwortlicher Chefredakteur und Mitglied des FIRM-Vorstands

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