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RISIKO MANAGER 01.2016

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RISIKO MANAGER ist das führende Medium für alle Experten des Financial Risk Managements in Banken, Sparkassen und Versicherungen. Mit Themen aus den Bereichen Kreditrisiko, Marktrisiko, OpRisk, ERM und Regulierung vermittelt RISIKO MANAGER seinen Lesern hochkarätige Einschätzungen und umfassendes Wissen für fortschrittliches Risikomanagement.

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24 firm Frankfurter Institut für Risikomanagement und Regulierung voller Software. Deutsche Banken können sich diesen Analysen nicht entziehen, ohne Gefahr zu laufen, von anderen Finanzintermediären ausgebootet zu werden. Das heißt nicht, dass jede Bank solche Analysen fahren sollte. Auch hier wird es zu einer Spezialisierung von Geschäftsmodellen kommen. Im Übrigen ist für jeden Geschäftsbereich einer Bank zu klären, ob mehr Daten automatisch bessere Information bedeutet. Das Risikomanagement einer Bank im Zinsbereich kann zum Beispiel eine Zinsstrukturkurve über zwei, drei oder auch zehn Faktoren abbilden. Für die kurzfristig orientierten Händler mag es hilfreich sein, mit einer großen Zahl von Risikofaktoren zu rechnen. Für die mittel- bis langfristige Planung einer Bank dürften zwei bis drei Faktoren genügen, zumal es sehr schwierig ist, verlässliche mittel- bis langfristige Prognosen für eine größere Zahl von Risikofaktoren wahrscheinlichkeitsmäßig abzubilden. Die Kunst des Risikomanagements besteht auch darin, zu ermitteln, inwieweit es lohnt, zusätzliche Risikofaktoren mit verlässlichen Wahrscheinlichkeitsschätzungen in die Analyse einzubinden. Hinzu kommt die Beschränkung des menschlichen Gehirns. Unser Gehirn kann nur wenige Risikofaktoren verarbeiten. Eine größere Zahl von Risikofaktoren muss maschinell verarbeitet werden. Das kann aber wohl nur in einem quantitativen Risikomodell geschehen, dessen Validität regelmäßig überprüft werden muss. letzten Jahren zu beobachtende Ausbau der Risikoberichterstattung im Geschäftsbericht eine wichtige Säule des Interbankgeschäfts darstellt. Aber der Adressat sollte sich darüber im Klaren sein, dass in der Risikoberichterstattung selbst ein erhebliches Risiko stecken kann. Dennoch: Ein geübter Leser wird auch aus geschönter Risikoberichterstattung nutzbringende Erkenntnisse ziehen. FIRM-Redaktion: Blicken wir nach vorne: Welche Forschungstendenzen werden aus Ihrer Sicht das Risikomanagement in den kommenden Jahren bestimmen? Günter Franke: Die Risikomanagement-Forschung wird sich in Zukunft noch mehr mit den Wirkungen der Bankregulierung auf die Risikopolitik befassen. Weiche Risikofaktoren, insbesondere Compliance-Risiken und Reputationsrisiken, werden stärker analysiert werden. Bei der Fülle der Regulierungsvorschriften ist es an der Zeit herauszufinden, welche Vorschriften ein effektives Risikomanagement fördern und welche es behindern. FIRM-Redaktion: Risikomanagement soll Transparenz in den Unternehmen und nach außen herstellen. Ein Blick in viele Geschäftsund Risikoberichte vermittelt allerdings ein anderes Bild. Blendwerk, Floskeln und Unverständliches bestimmen die Dokumente. Welchen Standpunkt vertreten Sie an dieser Stelle? Günter Franke: Die Kommunikation von Risiken ist eines der schwierigsten Themen, da es keine einheitlich gültige Definition von Risiko gibt. Selbst innerhalb eines Unternehmens sollte man sich davor hüten, Risikotransparenz zu erwarten. Die Kommunikation von Risiko bezieht sich üblicherweise auf die Kommunikation von Methoden des Risikomanagements, von gerechneten Risikoparametern und von Back-Testing-Ergebnissen. Das allein ergibt allerdings ein recht unvollständiges Bild. Deswegen wurde zusätzlich zur ersten Säule in Basel die zweite Säule eingeführt: Der Bankaufseher soll sich zusammen mit den Vertretern der Bank einen Eindruck des Risikos der Bank verschaffen, um Schwachstellen des Risikomanagements zu identifizieren und möglichst zu beseitigen. Die Schwierigkeiten der internen Risikoanalyse und -kontrolle zeigen bereits die Grenzen für eine Risikokommunikation nach außen, wie sie in der dritten Säule von Basel verankert ist. Außerdem steht die Bank bei der Umsetzung der dritten Säule vor der Frage, inwieweit eine zusätzliche Kommunikation von Risiko das Vertrauen ihrer potenziellen Vertragspartner stärkt, zugleich aber Spezifika ihres Geschäftsmodells verrät. Besonders deutlich ist dies bei Hedgefonds, die sich heftig dagegen wehren, ihre Portfoliopositionen in kurzfristigen Zeitabständen zu publizieren. Im Übrigen ist es umstritten, ob eine sehr detaillierte Information über Risiken erwünscht ist. Das Vertrauen in eine Bank würde vermutlich gefährdet, wenn die Öffentlichkeit über jedes kleine Missgeschick oder jeden kleinen Verlust eines Bankgeschäfts informiert würde. Ebenso überlegt sich jeder Mensch eingehend, welche Informationen über sich selbst er nach außen geben soll. Dennoch gehe ich davon aus, dass der in den Professor Dr. Dr. h. c. Günter Franke Lehrstuhlinhaber des Chair of International Finance an der Universität Konstanz. Seine Forschungsinteressen liegen neben dem Internationalen Finanzmanagement im Risk Management und der Kapitalmarkttheorie sowie der Unternehmenskontrolle. Günter Franke studierte Betriebswirtschaftslehre an der Universität Hamburg, dann an der Universität des Saarlands, unter anderem bei Herbert Hax und Wolfgang Stützel. Nach einer Tätigkeit als Visiting Associate Professor in den USA habilitierte er sich 1975 an der Universität des Saarlands. Bis 1983 war er als Ordinarius für Finanzwirtschaft an der Universität Gießen tätig, seitdem als Ordinarius für Internationales Finanzmanagement an der Universität Konstanz. Er war Leiter des „Zentrums für Finanzen und Ökonometrie“ an der Universität Konstanz sowie der DFG-Forschergruppe „Preis-, Liquiditäts- und Kreditrisiken: Messung und Verteilung“. Er ist Mitglied der Berlin-Brandenburgischen Akademie der Wissenschaften und Forschungsprofessor am Zentrum für Europäische Wirtschaftsforschung in Mannheim. Die Universität Mannheim verlieh ihm die Ehrendoktorwürde. Bei der Gesellschaft für Risikomanagement und Regulierung (FIRM) leitet er als Ko-Vorsitzender den Beirat.

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